RALLYE

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"Der Sport bleibt auf der Strecke"

Philippe Bugalski - in Deutschland hinterm Lenkrad eines Citroen WRC - übt heftige Kritik am neuen FIA-Reglement, das sein Comeback vereiteln könnte.

Was sich bereits im Vorfeld abgezeichnet hatte, ist nun Realität, das von der FIA für 2004 geplante Rallye-WM-Reglement stößt zusehends auf Unverständnis.

Stein des Anstoßes ist vor allem jener Passus, der den Teams vorschreibt, nur jene Piloten als dritte Fahrer aufzunehmen, die in den letzten drei Jahren keine Podiums-Platzierung bei einem WM-Lauf erzielt haben.

Leidtragende dieser Regelung wären die erfolgreichen dritten Piloten der Teams, oder jene Fahrer, die an einem Comeback arbeiten.

Zu letzterer Gruppe zählt Philippe Bugalski, der Franzose bestritt bereits etliche Einsätze in der WM und war vor allem bei Citroen teils sehr erfolgreich. Zu den Vorschlägen der FIA kann "Bug" nur den Kopf schütteln:

"Der Rallye-Zirkus hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Bisher habe ich immer versucht, diese Änderungen objektiv zu betrachten, die nun geplanten Änderungen verstehe ich aber überhaupt nicht."

Bugalski weiter: "Wenn man Fahrer an ihrer Arbeit hindert, nur weil sie in der Vergangenheit erfolgreich waren, so ist das doch schwachsinnig. Oder kann sich jemand vorstellen, dass den Semi-Finalisten von Roland Garros die Teilnahme an den Grand-Slam-Tournieren verboten wird?"

"Mit dieser neuen Regel kann der Fahrer bei einem möglichen Podiumsplatz nun entscheiden, fahre ich für die Interessen des Teams, oder für meine eigenen. Aber das kann doch nicht der Sinn des Sports sein..."

Marcus Grönholm hat ebenfalls bereits Bedenken angemeldet, wenngleich der Weltmeister auf andere Passagen des neuen Reglements anspricht.

Anbei finden Sie eine Liste jener Fahrer, die in den vergangenen drei Jahren einen Podiumsplatz erzielt haben, dass etliche von diesen Piloten dem geplanten Reglement zum Opfer fallen würden, liegt auf der Hand.

Fahrer mit Podiumsplatz in den vergangenen drei Jahren: Mäkinen, Solberg (beide Subaru); Sainz, C. McRae, Loeb, Puras, Bugalski (alle Citroen); Grönholm, Burns, Rovanpera, Panizzi (alle Peugeot), Märtin, Duval (beide Ford); Schwarz (Hyundai); Auriol (Skoda); Delecour, Radström.

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