RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Der Sport bleibt auf der Strecke"

Philippe Bugalski - in Deutschland hinterm Lenkrad eines Citroen WRC - übt heftige Kritik am neuen FIA-Reglement, das sein Comeback vereiteln könnte.

Was sich bereits im Vorfeld abgezeichnet hatte, ist nun Realität, das von der FIA für 2004 geplante Rallye-WM-Reglement stößt zusehends auf Unverständnis.

Stein des Anstoßes ist vor allem jener Passus, der den Teams vorschreibt, nur jene Piloten als dritte Fahrer aufzunehmen, die in den letzten drei Jahren keine Podiums-Platzierung bei einem WM-Lauf erzielt haben.

Leidtragende dieser Regelung wären die erfolgreichen dritten Piloten der Teams, oder jene Fahrer, die an einem Comeback arbeiten.

Zu letzterer Gruppe zählt Philippe Bugalski, der Franzose bestritt bereits etliche Einsätze in der WM und war vor allem bei Citroen teils sehr erfolgreich. Zu den Vorschlägen der FIA kann "Bug" nur den Kopf schütteln:

"Der Rallye-Zirkus hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Bisher habe ich immer versucht, diese Änderungen objektiv zu betrachten, die nun geplanten Änderungen verstehe ich aber überhaupt nicht."

Bugalski weiter: "Wenn man Fahrer an ihrer Arbeit hindert, nur weil sie in der Vergangenheit erfolgreich waren, so ist das doch schwachsinnig. Oder kann sich jemand vorstellen, dass den Semi-Finalisten von Roland Garros die Teilnahme an den Grand-Slam-Tournieren verboten wird?"

"Mit dieser neuen Regel kann der Fahrer bei einem möglichen Podiumsplatz nun entscheiden, fahre ich für die Interessen des Teams, oder für meine eigenen. Aber das kann doch nicht der Sinn des Sports sein..."

Marcus Grönholm hat ebenfalls bereits Bedenken angemeldet, wenngleich der Weltmeister auf andere Passagen des neuen Reglements anspricht.

Anbei finden Sie eine Liste jener Fahrer, die in den vergangenen drei Jahren einen Podiumsplatz erzielt haben, dass etliche von diesen Piloten dem geplanten Reglement zum Opfer fallen würden, liegt auf der Hand.

Fahrer mit Podiumsplatz in den vergangenen drei Jahren: Mäkinen, Solberg (beide Subaru); Sainz, C. McRae, Loeb, Puras, Bugalski (alle Citroen); Grönholm, Burns, Rovanpera, Panizzi (alle Peugeot), Märtin, Duval (beide Ford); Schwarz (Hyundai); Auriol (Skoda); Delecour, Radström.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Lavanttal Rallye ist bereit

Lavanttal Rallye in den Startlöchern

Österreichs älteste und nach wie vor aktive Rallye findet vom 9. bis 11. April 2026 im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg statt.

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP3

Blitzstart des Herausforderers

Bei der heute gestarteten Rebenland Rallye in Leutschach liegt nach drei Prüfungen nicht der Favorit Simon Wagner, sondern Michael Lengauer vorne

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 2 (SP10)

Solberg rettet knappe Führung

Oliver Solberg führt die Safari-Rallye nach dem Freitag an, doch Sebastien Ogier kämpft sich bis auf eine Sekunde herarn - Toyota weiter in eigener Liga

Alpenfahrt Revival 2026: 1. Vorschau

Starterfeld nimmt langsam Formen an

Bis jetzt haben bereits 24 Mannschaften ihre Nennung abgegeben - Super-Star wird Rallye Ex-Weltmeister Stig Blomqvist mit Arne Hertz sein

TEC7 ORM Rallye Backstage, der neue offizielle Podcast der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, feiert seine Premiere. Zum Auftakt begrüßt Moderator und Creator Noir Trawniczek keinen Geringeren als den fünffachen Staatsmeister Simon Wagner.