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Rallye-Knaller erster Güte

Über 200 Kilometer mit einem Schotter-Anteil von 90 Prozent stehen den Teams der Rallye-DM am kommenden Wochenende bevor.

Nachdem durch Genehmigungsprobleme in der Vorbereitungsphase eine Änderung des Konzepts notwendig wurde, sind die sportlichen Anforderungen nochmals gestiegen.

Mehrfach und mit unterschiedlichen Varianten werden Matthias Kahle (Skoda Octavia WRC) und seine Kollegen nun die selektiven WPs rund um die Lutherstadt Wittenberg unter die Räder nehmen. Darunter sind Klassiker, wie Deutschlands berüchtigtste Sandprüfung bei Braunsdorf, die am Freitag ohne einen einzigen Meter Asphalt über 18,1 km Sandpiste geführt wird.

Samstag steht der Klassiker außerdem in einer gekürzten Version auf dem Programm. Ohnehin dürfte die zweite Etappe (96,2 WP-km) zur größten Hürde werden: Zwei Mal steht dann eine Schleife über 48,1 WP-km auf Schotter an – ohne zwischenzeitlichen Service.

„Ich freue mich, dass der Schotter-Anteil bei der Pneumant-Rallye nochmal gestiegen ist“, freut sich denn auch Matthias Kahle. „Jetzt wird es in Wittenberg noch anspruchsvoller.“

Freude bei Super-1600-Cracks über Schotter-Herausforderung Gerade für die Fronttriebler im Feld sind die selektiven Schotter-Kilometer rund um Wittenberg eine Riesen-Herausforderung.

So etwa die Boliden der Super-1600-Meisterschaft, die sich ohnehin in diesem Jahr besonders harte Fights liefern. Sven Haaf (Citroën Saxo), Leader der wilden 1600er-Truppe, beschreibt: „Traktion ist in Wittenberg der Schlüssel zum Erfolg.“ und sein Verfolger Niki Schelle (Suzuki Ignis) ergänzt: „Auch wenn uns eine ganz harte Nummer bevorsteht, freue ich mich richtig drauf. Man kann den Organisatoren gar nicht genug dafür danken, dass sie es immer wieder schaffen, uns und den vielen Zuschauern so spektakuläre Schotterwege zu bieten.“

Die besten Zuschauerpunkte

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürften viele Fans die Änderungen bei der ADMV-Pneumant-Rallye sehen. Durch den Wegfall der WPs im Umfeld von Jessen ist 2004 zwar der in der Vergangenheit beliebte Rundkurs in Rade nicht im Programm.

Doch mit der verlängerten Strecke, die zu 90 Prozent aus Schotter besteht, ist nun praktisch jeder (Schotter-) Abzweig ein sehenswerter Zuschauerpunkt. Besonders beliebt dürfte auch in diesem Jahr die spektakuläre Sprungkuppe zwischen Bülzig und Woltersdorf sein, die gleich vier Mal gefahren wird (auf WP 2/6 und 12/17).

Auch die Ortsdurchfahrten durch Mochau und Grabo (WP 3/7 und 10/15) mit der berüchtigten „Bushäuschen-Schikane“ in Grabo stehen an beiden Tagen im Roadbook. Am Freitag außerdem empfehlenswert: Die Begegnungsstelle am Gallunberg (WP 4/8), bei der die Fahrzeug bei jedem Durchgang zweifach zu sehen sind. Hinweise zu allen Zuschauerpunkten finden im offiziellen Programmheft (4 Euro), das an allen Tankstellen in Wittenberg angeboten wird.

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