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"Ich sagte noch, kein Risiko, 300 Meter später krachte es..."

Stéphane Prevot hat nach dem Zypern-Crash Francois Duval die Zusammenarbeit aufgekündigt, hier erfahren Sie die Hintergründe dazu.

Francois Duval ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden: Der Belgier hat seinen Saisonstart gehörig in den Sand gesetzt, wurde vom Copiloten Stéphane Prévot verlassen und bekam für die Türkei Rallye Carlos Sainz vor die Nase gesetzt. Wie und ob es bei Citroen weitergehen wird, ist unklar.

Tatsache ist, dass die Chemie zwischen Duval und Prévot seit langem nicht mehr gestimmt hat. "Seit unserem Ausfall in Monte Carlo, als wir auf seiner Seite einen Mast trafen, hat Stéphane Angst mit mir zu fahren", wettert Duval. "Fast in jeder zweiten Kurve sagte er, dass ich aufpassen soll. Und das lenkte mich ab."

Prévot entgegnete, dass Duval nicht mehr auf ihn gehört hat. "Meine Ratschläge haben ihn aufgeregt", so Prévot gegenüber der Dernière Heure.

"Dreimal in Folge hat er sie nicht beachtet und den Ausgang kennen wir alle. Vor unserem Ausfall am Samstag hatte Teamchef Guy Fréquelin gesagt, dass Duval ruhig Gardemeister herankommen lassen darf. Doch er drückte noch mehr aufs Gaspedal. Ich habe ihn ausgeschimpft und sagte: ‚Ruhig, kein Risiko!´ Aber er antwortete mir lapidar: ‚Ja, ja.´ Und 300 Meter weiter lagen wir in dem Loch."

Prévot holte weiter aus: "Ich musste stets darauf achten, dass er seinen Fuß vom Gaspedal nimmt. Schließlich wurde das zu viel für mich und ich verlor mein Vertrauen in ihn. Die meiste Zeit hat er mir ohnehin nicht zugehört."

So hart sich das alles anhört – Duval und Prévot haben sich professionell getrennt. "Wenn Francois meine Notizen haben möchte, dann gebe ich sie ihm gerne", so Prévot. "Ich bin mir sicher, dass er irgendwann eine Rallye gewinnen wird. Dann würde ich ihm auch gratulieren. Wenn er bei Citroen bleiben sollte, dann sehe ich ihn eine der drei Asphalt Rallyes gewinnen, wo Citroen und Michelin unantastbar sein werden."

Prévot, der bereits einen schlimmen Unfall als Copilot von Bruno Thiry erlebte, wird seine Karriere jedenfalls nicht beenden. "Wenn McRae mich als Copilot für die Rallye der 1000 Seen haben möchte, dann würde ich unterschreiben", so der Belgier, der seinem Nachfolger im Citroen einen guten Rat auf den Weg geben möchte: "Reinsetzen und Klappe halten."

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