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ARC Lavanttal: Bericht Schindelegger
Foto: Claudio Pocar

Glanzleistung wird nicht belohnt

Das Rallyeteam Schindelegger erlebt bei einer traumhaften Lavanttal Rallye kurz vor Ziel einen herben Rückschlag und fällt mit Getriebeschaden aus

Die Lavanttal Rallye 2025 sollte alles versuchen, den Teams und Fans an der Strecke einen Ausgleich zum Regenwetter vom Rebenland zu bieten. Bei absoluten Traumbedingungen mit viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad stand einem Rallyefest nichts im Wege. Der MSC Lavanttal stellte wie immer eine perfekt organisierte Rallye auf die Beine und so konnten 50.000 Zuschauer rund um Wolfsberg 2 spannungsgeladene Motorsport-Tage erleben.

Für das Rallyeteam Schindelegger ging es im Lavanttal um 2 Wertungen. Zum einen die Staatsmeisterschaft, in der es Punkte für die Klassen-Platzierung und die Gesamtwertung gibt und zum Anderen die Austrian Rallye Challenge, in der ausschließlich der zweite Tag gewertet wurde.

Für Lukas und Helmut startete die Rallye am ersten Tag ziemlich erwartungsgemäß. In der Klasse 6.2 legte der Lokalmatador Patrik Hochegger ein höllisches Tempo vor und die Schindeleggers folgten auf Platz 2, sowie Platz 4 in der Gesamtwertung und damit sogar deutlich vor dem Audi Quattro des Duos Stürmer/Zauner. Der zweite Audi der Gaubingers musste schon nach SP 2 abgestellt werden, eine Benzinleitung war abgeklemmt.

Nach Sonderprüfung 2 mussten sich Lukas und Helmut im Service erst einmal um die stark überhitzten Bremsen kümmern. Diesmal waren die Beiden ohne Service-Unterstützung angereist, aber trotzdem konnten sie das Problem in der vorhandenen Servicezeit beseitigen und auf dem zweiten Durchlauf der Prüfungen wieder angreifen. Leider brach beim Hausherren Hochegger auf SP 4 ein Teil des Fahrwerks und damit erbte das Rallyeteam Schindelegger die überlegene Führung in der Klasse und Platz 3 in der Gesamtwertung. Über 40 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Opel Kadett von Thomas Klösch begab man sich in die verdiente Nachtpause, nach der die ausgefallenen Teams Gaubinger und Hochegger zum Re-Start für Tag 2 antreten durften.

Am Tag 2 ging es so weiter wie bisher. Wie ein Uhrwerk erweiterten die Schindeleggers den Abstand zu den Teams hinter ihnen und fuhren dabei Zeiten, die auf einem Niveau der Hocheggers lagen. Das Escort Team Hengl/Wendl gesellte sich auch zur Wertung dazu, sie waren nur am zweiten Tag im Rahmen der Austrian Rallye Challenge gestartet. Doch gegen die Geschwindigkeit von Lukas und Helmut hatten auch die Beiden nichts entgegen zu setzen und so rangierte das Rallyeteam Schindelegger auch in der Rallye Challenge Wertung in Führung der 2WD Historik Wertung und auf Platz 3 der Austrian Rallye Challenge Historik Wertung bis zum Mittagsservice.

In der langen Mittagspause hatten die Beiden kaum etwas zu tun, denn der Escort des Teams war in Top Zustand und es waren keinerlei Auffälligkeiten festzustellen. Damit konnten Lukas und Helmut etwas Energie tanken für die Nachmittags-Prüfungen. Diese starteten in gewohnt hohem Tempo. Die engen Bergstraßen rund um Wolfsberg verlangten alles von den Teams ab, denn technisch extrem anspruchsvolle Abschnitte reihten sich an absolute Highspeed Abschnitte, bei denen der Ford Escort an die 180 km/h erreichte.

Die zehnte Sonderprüfung der Lavanttal Rallye lief extrem gut. Bis kurz vor Ende auf einem jener schnellen Bergab Sektionen der Technik Teufel zuschlug. Lukas legte den vierten Gang ein und das machte in diesem Moment das Getriebe nicht mehr mit. Der Ganghebel blieb in der Position stecken, wobei der Motor nicht mehr mit den Rädern verbunden war. Alle Tricks halfen nicht mehr. Ohne Vortrieb blieb dem Team nur noch das Ausrollen und Anhalten bei einem der vielen Zuschauerpunkte. Hier halfen die Fans mit den Escort in Sicherheit zu schieben und sogar eine Mitfahrt ins Service konnte organisiert werden, damit Lukas und Helmut ihren geliebten Rennwagen per Anhänger bergen konnten. Vielen Dank an alle Beteiligten an dieser Stelle!

Lukas zum Ausfall: “Bis zu diesem Moment lief die Rallye einfach nur perfekt für uns, was den technischen Defekt gleich doppelt bitter macht, denn angekündigt hat er sich nicht. Die Meisterschaft können wir so eigentlich vergessen, aber aufgegeben wird natürlich nicht.”

Dank der Unterstützung der Sponsoren Eschelmüller Holz, SanLucar und Hengstberger läuft die Instandsetzung des Getriebes und die Vorbereitung auf den nächsten Lauf der Meisterschaft bereits auf Hochtouren. Dieser wird die ET König Rallye in Judenburg am 30. und 31. Mai sein und auch hier wird mit dem Rallyeteam Schindelegger zu rechnen sein.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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