RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Mörtl ist Baumschlager auf den Fersen

Achim Mörtl macht auf Baumschlager fast 40 Sekunden gut, Trojan bleibt Dritter, Wittmann weiter auf 7, Wolff verliert einen Rang.

Raimund Baumschlager beging vor den letzten drei Prüfungen dieses ersten Rallye-Tages in Tschechien einen groben Fehler: Er wählte die völlig falschen Reifen für seinen Mitsubishi Lancer Evo VIII aus und rutschte im Anschluss daran völlig hilflos über die eisigen Sonderprüfungen. "Ich hab' mich sowas von vertan, das gibt's normal gar nicht", ärgerte sich Baumschlager im Ziel, "dabei ist es ein Glück, dass wir überhaupt noch über die Prüfungen gekommen sind, mit diesen Reifen..."

Sein härtester Verfolger hatte dagegen ein "glückliches Händchen", was die Reifenwahl betrifft: Achim Mörtl montierte das richtige "schwarze Gold" auf seinem Subaru Impreza WRX STi und konnte dadurch 40 Sekunden aufholen - zwischenzeitlich war der Abstand sogar schon auf nur mehr 6 Sekunden geschmolzen, die letzte SP kam den Reifen von Baumschlager allerdings wieder etwas besser entgegen.

So bleibt am Ende des Tages eigentlich alles beim alten, nur der Abstand zwischen den ersten Beiden ist ziemlich knapp. Mörtl glaubt dennoch nicht an eine Chance auf den Gesamtsieg: "Morgen fahren wir rund um Klatovy, dort sind die Straßen entweder staubtrocken oder ein bisschen nass - da kann der Raimund seinen PS-Vorteil ausspielen. Aber natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, vor allem der Vorsprung auf meine tschechischen Verfolger freut mich..."

Mörtl spielt damit auf die quasi nicht mehr vorhandene Konkurrenz in der Gruppe N an: Einzig Mitsubishi-Pilot Karel Trojan kann halbwegs dran bleiben, aber auch er hat schon über eine Minute Rückstand auf den Kärntner. Zweiter Verfolger ist Hermann Gaßner, der liegt bereits über zwei Minuten zurück!

Franz Wittmann jun. zeigt weiterhin eine tadellose Leistung und hält den siebenten Platz gegen den arrivierten Vaclav Pech, knapp vor ihm liegen mit Miroslav Cais und Miroslav Jandik zwei weitere Lokalmatadore. Toto Wolff rutschte auf SP 11 zwei Plätze zurück, konnte aber wieder einen Rang aufholen und ist nun Neunter. Etwas verloren hat leider auch Franz Sonnleitner, der schnelle Mann im betagten Evo III hatte offensichtlich ebenfalls Reifenprobleme und liegt nunmehr auf dem 14. Platz.

In der Dieselwertung führt am Ende der ersten Etappe der Tscheche Oldrich Bocek, Michael Kogler ist für das VW Rallyeteam Zweiter, der Kärntner Günther Jörl fiel auf Rang drei zurück.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Sumava-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.