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Rallye-Action im Saarland

Auf ein Rallyefest der Extraklasse dürfen sich Rallyefans bei der 36. Auflage der Saarland-Rallye am 30. Juni und 1. Juli rund um Merzig und Losheim freuen.

Die Veranstaltung verspricht gleich mehrfach beste Unterhaltung. Im modernen Teil der Rallye gehen die Teams aus dem FIA-Europameisterschafts-Cup und die besten deutschen Piloten an den Start, die in der ADAC Rallye Masters starten. In die Vergangenheit entführen außerdem die Teams aus der Historischen Rallye-Europameisterschaft, die zur Saarland-Rallye Classic antreten. Den spektakulären Prolog bekommen die Fans am Freitag (30. Juni) serviert, wenn rund um die Bundeszentrale des Veranstaltungspartners KÜS die ersten Prüfungen des Wochenendes anstehen. Der Servicepark rund um die Stadthalle von Merzig und erneut der Rundkurs in Losheim sind die besten Ausgangspunkte für den Rallyeausflug am Samstag (1. Juli).

Noch ein Lauf zur ADAC Rallye Masters steht den Piloten der Serie vor der Saarland-Rallye bevor. Die Rallye „Rund um die Veste“ in Coburg steht am 16. / 17. Juni auf dem Terminkalender, bevor es zwei Wochen später rund um Merzig um Platzierungen und Punkte geht. In Coburg wie im Saarland dürfte der souveräne Gesamtführende der Masters die Messlatte bilden: Hermann Gaßner holte mit Co-Pilot Siggi Schrankl im Gruppe-A-Mitsubishi Lancer die Laufsiege bei allen bislang ausgetragenen Masters-Läufen und führt die Tabelle entsprechend souverän an.

Vor der Rallye in Coburg liegt er mit 160 Zählern deutlich vor der hauseigenen Konkurrenz: Florian Auer zeigte sich zu Saisonbeginn hervorragend aussortiert und konnte sich mit Siegen in seiner Division der seriennahen Gruppe-N-Fahrzeuge im Gaßner-Lancer mit 90 Punkten an die zweite Position schieben. Doch nicht nur aus dem eigenen Haus kommt die Konkurrenz für Gaßner, denn für die Saarland-Rallye könnte sich ein spektakulärer Schlagabtausch anbahnen. „Wir hoffen auf einen prominenten Gaststarter mit einem Porsche 911 GT3“, verrät Organisationsleiter Karl-Heinz Finkler. „Wenn dieser Start realisiert wird, dann freue ich mich auf einen noch spannenderen Kampf an der Spitze des Feldes“.

Mysliwietz: Zusatz-Motivation beim Heimspiel

Auch ein Saarländer möchte vor heimischer Kulisse glänzen und am liebsten der versammelten Konkurrenz endlich gehörig die Rücklichter zeigen. Lars Mysliwietz liegt mit Co-Pilot Oliver Schumacher im Honda Civic Type R derzeit an sechster Position. Bei über 100 Piloten in der Punkteliste kein schlechtes Ergebnis, zumal er damit seine Division der seriennahen Gruppe-N-Fahrzeuge bis zwei Liter Hubraum dominieren kann.

Auf sein Heimspiel freut er sich besonders: „Ich kenne viele Strecken schon seit meiner Kindheit – da stand ich mit meinem Vater als Zuschauer an den WPs. Da hat man natürlich eine ganz besondere Bindung an die Region – und geht mit noch mehr Ehrgeiz und zusätzlicher Motivation an den Start. Ich kann mich noch erinnern, als Walter Röhrl 1983 im Lancia Rallye 037 auf der Wahlener Platte herausrutschte und zehn Minuten im Matsch stand – eine solche Stelle ist naturgemäß mit dieser Erinnerung verknüpft, wenn ich sie im Wettbewerb fahre.“

Trotzdem: Einen echten Heimvorteil sieht Mysliwietz nicht: „Die Chancen sind gleichverteilt“, so der Piesbacher. „Die Strecken sind in verschiedenen Varianten traditionell im Programm der Rallye – wer hier also bereits gefahren ist, kennt die Prüfungen, und für mich ist das kein Vorteil.“

Zuschauerhighlight: Prolog am Samstagabend

Schon traditionell ist die Saarland-Rallye zu Beginn der Veranstaltung bei ihrem Titelsponsor zu Gast: Rund um die Bundesgeschäftsstelle der Sachverständigenorganisation KÜS werden am Abend des 30. Juni die ersten WPs des Wochenendes ausgetragen. Kurz nach 19.00 Uhr gehen als erste die Teams aus der Classic-Veranstaltung auf den kurzen Rundkurs. Ab 19.50 Uhr folgen die EM-Teams, das erste Masters-Gespann wird gegen 20.20 Uhr gestartet.

Mit den modernen Rallyefahrzeugen erlebt eine Streckenvariante ihre Premiere, die bei den Fans auf besonderes großes Echo treffen dürfte: „Aus dem kompakten Rundkurs der Vorjahres haben wir eine fast 24 km lange WP gemacht“, beschreibt Rallyeleiter Thomas Krisam. „Dazu fahren wir nach drei Runden auf dem Rundkurs ein Verbindungsstück zur bislang separat gefahrenen WP auf der Wahlener Platte.“ Zwei Mal absolviert das EM-Feld die neue Königsprüfung, für die Masters- und Classic-Teilnehmer steht der Kurs je einmal auf dem Programm.

Mit dem knackigen Classic-Auftakt sind damit fünf WPs von den gleichen Zuschauerpunkten aus zu sehen – Action bis in den späten Abend hinein ist garantiert. „Ich freue mich auf ein richtiges Rallyefest“, sagt KÜS-Bundesgeschäftsführer Peter Schuler. „In unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Bundeszentrale gibt es nun zwei tolle Zuschauerplätze – an einer Kreuzung begegnen sich sogar zwei Teilstücke der WP, dort findet auch ein Wechsel von Schotter auf Asphalt statt. Diese Stelle ist mit absoluter Sicherheit ein Höhepunkt der Rallye.“

Wer als Zuschauer live dabei sein möchte, findet den Rundkurs im Gewerbegebiet Losheim-Süd. Vor Ort und am Rallyezentrum (Stadthalle Merzig) sind auch die Zuschauerunterlagen erhältlich, die der Schlüssel für alle weiteren Aktivitäten sind. Für fünf Euro erhalten Zuschauer das Programmheft und eine Landkarte, die an alle sehenswerten Punkte entlang der WPs führt. Denn auch am Samstag gibt es Zuschauer-Highlights en masse.

Im Servicepark an der Merziger Stadthalle sind die Aktiven und ihre Fahrzeuge aus der Nähe zu bewundern. Hier findet außerdem die Siegerehrung am Samstagabend statt. Zu Beginn der zweiten Etappe locken die Traditions-WPs „Dreiländereck“ und „Steine an der Grenze“, den Nachmittag bilden die Prüfungen „Losheimer Land“, „Weiskircher Land“ und erneut der spektakuläre Rundkus „Losheim – Wahlener Platte“ in und um Losheim.

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