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Rallyefest mit klassischen und modernen Boliden

Am Wochenende starten bei der Saarland-Rallye Top-Piloten aus Deutschland und Europa, gleich mehrfach wird um Punkte und Platzierungen gekämpft.

Das Gros der Piloten bei der Saarland-Rallye fightet vom 30. Juni bis 1. Juli um Punkte für das ADAC Rallye Masters, die auf den selektiven Asphaltprüfungen der Region ihren sechsten von neun Saisonläufen absolviert.

Punkte können im Saarland außerdem die Piloten aus der Rallye-EM und der Luxemburgischen Rallye-Meisterschaft sammeln. Im historischen Teil der Saarland-Rallye starten die Rallyeschätzchen vergangener Motorsport-Epochen, um Zähler für die historische Rallye-Europameisterschaft zu ernten. Die rund 80 Fahrzeuge werden am Freitagabend vom Stausee im saarländischen Losheim aus auf die Reise geschickt.

Als bislang ungeschlagener Meisterschaftsführender im ADAC Rallye Masters kommt Hermann Gaßner ins Saarland. Gemeinsam mit Co-Pilot Siggi Schrankl holte der Bayer bislang bei allen Masters-Läufen den Gesamtsieg und liegt nun mit 200 Punkten in Führung. In der Tabelle folgen dem „Herminator“ zwei junge Paarungen, die wie Gaßner auf einem Mitsubishi Lancer antreten, die allerdings nach dem seriennahen Gruppe-N-Reglement vorbereitet sind:

Florian Auer/Markus Peter und Rudi Hachenberg/Kathi Wüstenhagen können dem zweifachen Deutschen Rallyemeister den Titel praktisch nicht mehr nehmen – und sind um so motivierter, mit guten Einzelresultaten zu zeigen, dass sie keineswegs "zweite Wahl" sind.

Im Gegenteil: Die beiden ehrgeizigen Nachwuchspiloten (Auer ist 22 Jahre, Hachenberg 21 Jahre alt) durften sich nach dem vergangenen Masters-Lauf freuen, gewannen sie doch mit ihren Spitzenplatzierungen gemeinsam mit Gaßner (47 Jahre) die nenngeldfreie Startberechtigung beim deutschen Rallye-WM-Lauf im August.

Derart frisch motiviert kommen sie nun ins Saarland, um sich mit Gaßner zu messen – was im Fall Auers besonders pikant ist, denn der Youngster fährt selbst einen der Gaßner-Lancer seines Mentors. „Florian war auf einigen WPs schon schneller als ich“, freut sich Gaßner, „soll er auch! Bei uns gibt es keine Stallorder.“ Zu den ganz heißen Favoriten auf WP-Bestzeiten und eine vordere Platzierung gehört außerdem Toni Werner, der im Porsche 911 GT3 gemeinsam mit Co-Pilot Ralph Edelmann antritt.

Bildschöne Rallye-Veteranen bei der Saarland Rallye Classic: Parallel zum Feld der modernen Rallyeboliden gehen auch die Starter auf die Strecke, die um Punkte für die historische Rallye-Europameisterschaft kämpfen. Für den EM-Lauf haben sich eine Reihe höchst interessanter Teams angemeldet, die nicht nur wunderschöne Rallyefahrzeuge vergangener Tage an den Start bringen, sondern auch den sportlichen Anspruch unterstreichen.

Als Meßlatte für den Rest des Feldes dürfte das Italienische Gespann Marco Bianchini/Emanuele Baldaccini starten, das auf einen Lancia Stratos setzt. Keine leichte Aufgabe für Michael Stoscheck, der mit Co-Pilot Dieter Schneppenheim im Porsche 911 SR von 1971 derzeit das Championat anführt. Auch der amtierende Europameister der historischen Fahrzeuge ist am Start: Wolfgang Pfeiffer wird mit Dirk Nottebrock in einem Porsche 911 von 1965 starten.

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