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IQ Jänner Rallye: Bericht Klausner

Ausgleichende Gerechtigkeit

Christof Klausner und die IQ-Jännerrallye: ein eigenes Kapitel. Hier schloss er seine Bekanntschaft mit Christian Berger, der ihn zum Rallyesport hinführte.

Hier hatte er gemeinsam mit seinem Entdecker auch seinen ersten Rallye-Auftritt, der so überzeugend war, daß sein Name umgehend zum Synonym für gesteigerte Action wurde. Wohl ein entscheidender Grund dafür, daß man eigens für ihn die „Klausner-Arena“ einrichtete, beim Actionpoint Oberndorf auf der Prüfung Bad Zell-Schönau-St. Leonhard. Ein spezieller Ort, an dem zudem eine Videowall aufgestellt wurde, natürlich hauptsächlich, damit die Besucher Filmaufnahmen von ihrem Idol bestaunen können. Auch für den Live-Auftritt hatte man vorgesorgt, mit einer Beleuchtungsanlage, die in dem Moment aktiviert wurde, als Christof Klausner vorbeigedriftet kam. Denn natürlich kannte er auch diesmal keine Zurückhaltung.

Daß er aber eine Rallye beendete und dabei ergebnismäßig extrem gut aussah, war ziemlich neu, aber es mußte wohl irgendwann dazu kommen. Geplant gewesen wäre es ja schon im letzten Jahr, aber da ging das Getriebe kaputt. Davor betätigte sich Christof Klausner als Samariter, indem er Franz Kohlhofer das Weiterfahren ermöglichte, nachdem dieser nach zwei Ausritten im Schnee feststeckte. Es folgten auch danach zwei Ausfälle des neu formierten Teams Christof Klausner/Klemens Berger, die guten Taten bei der Jännerrallye wurden vorerst also nicht belohnt. Erst bei der Herbst-Rallye kam die Wende: Einige Plätze gingen zwar durch Dreher und Reifenschäden verloren, aber man hatte wieder eine Rallye beenden können.

Die Zuverlässigkeit zu erhöhen, blieb weiterhin die große Herausforderung, denn davon hing es ganz wesentlich ab, ob bei der IQ-Jännerrallye 2007 ein guter Platz gelingen würde. Rein fahrerisch brauchte man sich keine Sorgen machen, das zeigte sich während des Rennverlaufs sehr deutlich. Christof Klausner und Daniela Stummer (eine Premiere!) waren mit dem Quattro sehr bald im Spitzenfeld der Gruppe H zu finden, das neben ihnen vor allem aus Johann Seiberl/Philipp Kregl (Mazda 323) und Martin Fischerlehner/Tobias Unterweger (Audi S2) bestand. Seiberl und Klausner konnten sich im Lauf der Rallye immer stärker von ihren Verfolgern der Gruppe H absetzen, zwischen ihnen selbst wurde die Auseinandersetzung aber immer enger.

Christof Klausner sollte seinem besten Ergebnis in seiner Laufbahn entgegenfahren, und schon auf der ersten Prüfung des Samstages überholte er Johann Seiberl. Ein leichter Zeitverlust beim zweiten Durchlauf der Castrol-Arena Königswiesen – Unterweißenbach wirkte sich nicht sonderlich aus, denn auch Johann Seiberl fiel zurück, und der Abstand zum nun näher kommenden Gerhard Aigner (Mitsubishi), der Platz Zwei übernahm, war noch reichlich. Es sollte auch zu keiner Umreihung im Klassement der ersten Drei mehr kommen, denn Christof Klausner und Daniela Stummer nutzten die Möglichkeiten ihres im Wesentlichen klaglos laufenden Fahrzeuges. Diesmal hatten zudem die Gegner etwas mehr an Problemen, aber die beständige Schnelligkeit von Christof Klausner ist nicht zu übersehen, und nach dem glücklosen Vorjahr, das fast nur aus Ausfällen bestand, ist der Gruppe H-Sieg eine klare Angelegenheit von ausgleichender Gerechtigkeit.

Dem Anlaß entsprechend, sollte auch unbedingt hingewiesen werden auf die gute Arbeit der Mechaniker Jürgen Horvath, Andreas „Sigi“ Prenninger, Andreas Martin, Wolfgang Gruber und Thomas Kranzl, die nicht nur bei der Vorbereitung mitgewirkt haben, bei der auch Chrisi Klausner selbst Hand anlegt, sondern auch während der Veranstaltung die technische Absicherung bildeten. Vor allem zu dem Zeitpunkt, als der Kühler leckgeschlagen war und in Rekordzeit ausgetauscht wurde.

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