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Von der Wüste zurück in den milden österreichischen „Winter“

Raphael Sperrer besuchte nach der Heimkehr aus Afrika die Jänner-Rallye und traf auf seine ehemaligen Konkurrenten Mörtl und Baumschlager.

Während die 29. Ausgabe der Rallye Lissabon-Dakar noch voll im Gange ist, kam Pechvogel Raphael Sperrer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vom leider viel zu früh beendeten Wüstenabenteuer heim.

Heute besuchte der Oberösterreicher seine „zweite Heimrallye“, die IQ-Jänner-Rallye im Mühlviertel, die noch am Abend mit der ersten Sonderprüfung eröffnet wird. Sperrer, der mit der Ostarrichi-Rallye (die dieses Jahr im Herbst auf dem Programm steht) ja selbst einen Lauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft ausrichtet, traf bei seinem Besuch in Freistadt auf zwei prominente ehemalige Kollegen bzw. Konkurrenten: Subaru-Pilot Achim Mörtl und Raimund Baumschlager (Mitsubishi).

Die beiden dürften heuer die großen Widersacher im Kampf um den österreichischen Rallye-Staatsmeistertitel sein und freuten sich über den Besuch des ehemaligen Staatsmeisters Raphael Sperrer.

„Schön, daß mein Landsmann wieder in ganzen Stücken da ist“, so Raimund Baumschlager, der das Dakar-Abenteuer des Kirchdorfers via TV und Zeitung verfolgt hat, ihm aber wohl nicht so bald in die Wüste folgen wird:

„Für mich ist das kein Thema. Ich habe mit Youngster Andi Aigner, mit meinem Renn-Team und mit meinen Renn-Einsätzen genug zu tun, da brauch’ ich nicht noch in die Wüste fahren“, schmunzelte der Gruppe-A-Staatsmeister des vergangenen Jahres.

Gruppe-N-Staatsmeister Achim Mörtl konnte sich hingegen perfekt in die Situation des Gauloises-Piloten Sperrer hineindenken: „Ich bin vor einigen Jahren mit dem Motorrad in der Wüste gefahren. Nach zwei guten Platzierungen als Privatfahrer mitten unter der Werkselite ist mir dann in Dubai ein folgenschwerer Fehler passiert und es hat mich ganz böse geschmissen, unter anderem war meine Schulter zertrümmert."

"Der Veranstalter hat mich dort auch eine Weile liegen gelassen, das war alles andere als lustig… Mir tut’s für den Raphael sehr leid, weil ich weiß, wie schwer solche Projekte auf die Beine zu stellen sind!“

Raphael Sperrer war über den Zuspruch seiner beiden ehemaligen Kollegen erfreut und wirkte, mit ein bißchen Abstand von seinem Ausfall, nicht mehr ganz so geknickt wie noch beim ersten Telefonat nach der Wüsten-Odyssee:

„Ich habe halt viel nachgedacht in der Wartezeit, da war ich fürchterlich down, es war niederschmetternd. Mittlerweile geht’s wieder so halbwegs. Was mich geärgert hat, waren manche Kommentare bezüglich meines Buggys. Der war nämlich nicht so schwer beschädigt, wie der eine oder andere behauptet hat. Aber gut, das hilft im Nachhinein auch nicht mehr weiter. Ich werde alles daran setzen, nächstes Jahr wieder zu starten – dann mach’ ich es besser!“

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