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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Nachwuchs wohlauf, Motor rennt

Stress kann auch etwas Positives sein: Michi Brandner verbrachte den ersten Tag als stolzer Papa hinter dem Steuer seines Rallye-Escort.

Das letzte Wochenende wird Michi Brandner wohl sein ganzes Leben lang nicht vergessen. Freitag spät Nachts erblickte Sohn Timo das Licht der (Motorsport)Welt, und am Samstag feierte Michi Brandner dieses Ereignis nicht im Freundeskreis, sondern ganz allein auf einer rund 400 Kilometer langen Abstimmungsfahrt mit dem Ford Escort RS 2000, der diesen Ausflug ohne das kleinste Problem wegsteckte.

Ursprünglich ist man nach dem Ventilschaden bei der Anreise zur Lavanttal-Rallye von einer kleinen Reparatur ausgegangen. Die Realität sah aber - wie im Motorsport üblich - ganz anders aus, und so ist erst vor wenigen Tagen ein komplett neuer Zylinderkopf in der Rallyeschmiede von Rolf Schmidt eingetroffen. Mit vereinten Kräften wurde der Motor binnen weniger Tage zusammengesteckt und Rolf ließ es sich nicht nehmen, die ersten Kilometer selbst hinter dem Steuer Platz zu nehmen. Der Motor rennt, alle Arbeiten am Auto sind abgeschlossen und somit steht einem zwar verspäteten, aber dennoch optimistischen Saisonstart nichts mehr im Wege.

Michi Brandner: „Erstmals hatte ich die Möglichkeit, ein paar Stunden am Steuer des Escort zu verbringen. Nach einer anfangs sehr schonenden Fahrweise durfte ich gegen Ende meiner ersten echten Ausfahrt mit dem Ford zumindest zwischendurch richtig Gas geben. Erstaunt hat mich dabei, wie viel Arbeit am Steuer notwendig ist, wenn man einerseits schnell sein will und andererseits auf der Straße bleiben sollte."

"Mit einem modernen Rallyeauto ist der Escort nicht vergleichbar. Den möglichen Fahrspaß trübt die viele Arbeit aber nicht. Für mich heißt es, bei der Bosch-Rallye Rennkilometer zu sammeln und den Fans die Action zu bieten, die sie von mir erwarten.“

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