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Waldherr/Jeitler: die klaren Favoriten?

Wenn es nach VW geht, sind Polo-Pilot Andi Waldherr und Richard Jeitler die klaren Favoriten für ihre Heimrallye in der Buckligen Welt.

Nicht nur, weil sie schon im vergangenen Jahr im strömenden Regen der 1. Etappe alle Allrad-Piloten mit Ausnahme von Raimund Baumschlager zu kontrollieren versuchten, obwohl sie damals noch mit einem frontgetriebenen VW Golf IV Kit Car unterwegs waren, nicht wie dieses Jahr mit VW-Allradtechnik.

Mit 16 ausschließlich auf Asphalt ausgetragenen Prüfungen ist die BP ultimate-Rallye Waldherr wie auf den Leib geschnitten. Der zweite Saisonsieg nach der Bosch Super plus-Rallye Anfang Mai wäre nur die logische Konsequenz.

Etwas anders sind die Ziele bei dieser Rallye beim zweiten VW Polo S2000-Piloten Kris Rosenberger gelagert. Im Gegensatz zu Waldherr, der so gut wie keine Chance mehr hat, noch unter die Top-3 in der Meisterschaft zu kommen, geht es für ihn Pilot darum, Platz 2 gegen die nur knapp hinter ihm liegenden Mario Saibel und Franz Wittmann jun. zu verteidigen.

Ein schwieriges Unterfangen, das volle Attacke vom Start weg erfordert. Hat doch die Erfahrung gelehrt, daß es in der Buckligen Welt extrem schwer ist, einen einmal eingefangenen Rückstand wieder gut zu machen.

"Angaser“ vom Dienst Hannes Danzinger hat die Rallye-Sommerpause dazu genützt, sich mit Mountainbike-Wettbewerben fit zu halten. Er darf gerade auf den schnellen Asphalt-Prüfungen nicht unterschätzt werden.

Bei optimalen Bedingungen ist ihm mit Sicherheit ein 5. Platz oder auch etwas mehr mit seinem Erdgas-betriebenen VW Golf IV Kit Car zuzutrauen. Sowohl sein Wien Energie Golf als auch er befinden sich in einem Top-Zustand.

Für Willi Rabl jun. geht es in erster Linie darum, das alles andere als optimal gelaufene Frühjahr vergessen zu machen. Schon im Vorjahr hat er zumindest eine Etappe lang bewiesen, daß der Charakter der BP ultimate-Rallye seinem Fahrstil und dem VW Golf IV Kit Car durchaus entgegen kommt. Ein Platz rund um 10 im Gesamtklassement liegt zumindest nicht außerhalb seiner Reichweite.

Beim zweiten Erdgas-Auto des VW-Rallye-Teams Austria gab es über den Sommer eine personelle Veränderung. Trotz seiner Führung in der Meisterschaft für „alternative Antriebe“ (Division IV der ÖM) stieg Hubertus Thum aus persönlichen Gründen vorzeitig aus seinem Vertrag aus.

Sein Ersatz für die komplette Herbst-Saison ist der Niederösterreicher Alexander Schiessling, der sich im Rallycross seine ersten Sporen verdient hat und der zuletzt im Suzuki Motorsport-Pokal engagiert war. Seine Chancen einzuschätzen ist schwierig, wichtig ist wohl zuerst einmal die Zielankunft am Samstag, den 13. September, ab 17:57 Uhr.

Insgesamt sind auch drei VW Golf V TDI am Start, wobei jedoch nur der Wagen von Walter Kunz mit dem neuen Getriebe aus der VW-Motorsport-Abteilung in Hannover ausgerüstet ist. Ein wenig schade natürlich für Bernhard Spielbichler, der im Frühjahr der einzige Pilot war, der den in der ÖM 2008 noch ungeschlagenen Böhm im Frühjahr wenigstens zu fordern vermochte.

Dritter Mann im Bunde ist der Steirer Erich Weber, der bei der BP ultimate-Rallye 2007 seine VW-Premiere feierte und im Gegensatz zu damals diesmal ins Ziel kommen möchte.

Neunter VW-Pilot in der aus 55 Teams bestehenden Nennliste ist der Wiener Alois Ferscha, der in einem VW Polo S1600 seine erst zweite Rallye bestreitet und sich langsam ans Limit heranzutasten versuchen wird – nachdem dies bei der Premiere im Zuge der Mühlviertel-Rallye im Juli noch nicht ganz nach Wunsch gelungen war.

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