RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Waldherr souveräner Halbzeit-Leader

Andreas Waldherr führt mit 1:14 min. vor Raimund Baumschlager, Hermann Gaßner auf Platz drei. Kogler Top-Diesel, Andrea de Luna H10-Leader.

Andreas Waldherr (VW Polo S2000) kann beruhigt in den zweiten Tag der 27. Internationalen Jänner-Rallye gehen. Der Niederösterreicher erzielte neun von zwölf Sonderprüfungsbestzeiten und liegt bereits 1:14,1 Minuten vor Raimund Baumschlager (Mitsubishi Lancer Evo IX).

Waldherr: „Für mich war es heute ein perfekter Tag. Ich hatte sogar noch die Möglichkeit Reifen einzufahren. Das ist sehr wichtig, denn am Sonntag wird Raimund sicher in der Früh auf Schnee einen neuen Angriff starten. Doch die Rallye wird erst auf den beiden langen Prüfungen am Nachmittag entschieden.“

Für Raimund Baumschlager verlief der Tag bis auf eine falsche Reifenwahl zu Beginn der Rallye nach Wunsch. Als der siebenfache Staatsmeister sah, dass er bei der ersten Rallye des Jahres Andreas Waldherr ziehen lassen musste, beschränkte er sich auf die Kontrolle des Restes vom Feld.

Dies gelang dem Oberösterreicher auch ausgezeichnet. Als zum Beispiel Hermann Gassner (D/Mitsubishi Lancer Evo IX) gefährlich nahe kam, konterte er einfach mit einer Gesamtbestzeit auf SP 8 und zeigte so, dass er jederzeit zusetzen kann.

Baumschlager: „Es war kein schlechter Tag, doch ich bin ziemlich verärgert, weil auf der letzten Sonderprüfung meine Konkurrenten einen anderen Weg genommen haben und ich einige Sekunden verloren habe. Da gehören endlich einmal Sachrichter auf die Strecke.“

Im Hause Gaßner hat der Vater die Rangordnung wieder hergestellt. Nachdem Hermann jun. (beide Mitsubishi Lancer Evo IX) bis zur sechsten Sonderprüfung die Nase vorne hatte, erhöhte das Familienoberhaupt das Tempo und fuhr bis zum Ende des Tages einen Vorsprung von 26,8 Sekunden heraus.

Gaßner sen.: „Mein Sohn hat ein wenig Pech gehabt, als er auf einer Eisplatte ausgerutscht ist. Er darf natürlich schneller sein als ich. Jetzt bin eben ich vorne und das ist auch gut so.“ Ernst Haneder (Mitsubishi Lancer Evo IX), der Bäckermeister aus St. Oswald, liegt als drittbester Österreicher auf Platz fünf.

Die Ränge sechs bis neun sind international verteilt. Die Gruppe wird von Peter Gavlak (Slk/Mitsubishi Lancer Evo IX) angeführt. Dahinter kommen die beiden Tschechen Jan Cerny und Daniel Behalek (beide Mitsubishi Lancer Evo IX). Neunter ist Stig Blomqvist (Swe/Mitsubishi Lancer Evo IX), der bei seinem fünften Start bei der Jänner Rallye endlich einmal ins Ziel kommen möchte.

Manfred Stohl (CNG Subaru Impreza MY07) hat am ersten Tag der Jänner Rallye seine Aufgabe erfüllt. Bei der Premiere mit einem Turbo-Gasboliden, der in der Division I startberechtigt ist, landete der 36-jährige Wiener auf dem zehnten Zwischenrang und sammelte wertvolle Daten für die zukünftige Entwicklungsarbeit.

Sehr viel Pech hatte Hannes Danzinger (CNG VW Golf IV). Er führte nicht nur überlegen die Klasse der zweiradgetriebenen Fahrzeuge an, sondern erzielte auf der neunten Sonderprüfung sogar die drittbeste Gesamtzeit. Auf dem Sprung in die Top-10 wurde der Erdgas-Pilot von einem technischen Defekt nach SP 10 gestoppt.

Nach dem unfallbedingten Ausfall von Michael Böhm (Fiat Punto JTD) ist Michael Kogler (VW Golf V TDI) ein Klasse für sich. Bei seinem VW-Comeback liegt er nach dem ersten Tag über fünf Minuten vor seinem Markenkollegen Bernhard Spielbichler.

In der Klasse H10 kam es zum Führungswechsel. Andrea de Luna (Ita/Renault Clio Williams) und Christof Klausner (Audi Coupe Quattro) schreiben die Geschichte in der Klasse H10. Nachdem der italienische Überraschungsmann die Führung auf SP 9 abgegeben musste, holte er sie zwei Sonderprüfungen später wieder zurück.

Am Sonntag geht es auf die für viele Piloten und Zuschauer heiß ersehnten Schnee-Sonderprüfungen. Insgesamt werden östlich von Freistadt zwei Prüfungen je zwei Mal befahren.

Danach steht zwei Mal die 24,75 Kilometer lange Königsprüfung „Tragwein-Bad Zell-Aisttal“ auf dem Programm, ehe um 17:26 Uhr das erste Fahrzeug auf der Zielrampe in der Messehalle Freistadt erwartet wird. Mit 115,76 SP-Kilometer haben die Teilnehmer noch einen sehr langen Rallyetag zu bestreiten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Jänner-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARL 2026: Vorschau Gschwandner

Elchjubiläum in Admont – 20 Jahre Dankbarkeit

2006 war das Premierenjahr für die legendären Rallyevolvos in Österreich - bei der ARBÖ Rallye rund um Admont waren Georg Gschwandner und Freunde willkommen...

ARC, Grasl Rallye Horn: Rahmenprogramm

Tolles Rahmenprogramm beim Waldviertel-Highlight

Am Freitag und Samstag beherrscht die Premiere der TOYOTA Keusch-Grasl-Rallye powered by SONAX und Schremser den Raum rund um Horn / Neben dem sportlichen Teil der ARC sorgen viele Highlights für Festtagsstimmung

ARC, Grasl Rallye Horn: Rallye Radio

Grasl Rallye Horn Radio - Einstiegszeiten

Auch bei der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser ist das Rallye Radio vor Ort - alle Einstiegszeiten.

Peter Klein Kolumne

Waldviertel will never die!

ORF-Legende und motorline-Kolumnist Peter Klein freut sich auf die bevorstehende neue Grasl Rallye Horn - ehe er dort mit den Veranstaltern sprechen möchte, erinnert er sich an die guten alten „Semperit“-Zeiten…

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Baumschlager

Baumschlager siegt in Austrian Rallye Trophy

Mit dem zweiten Gesamtrang und dem Sieg in der Austrian Rallye Trophy verlief die Toyota Keusch Grasl Rallye Horn für Raimund Baumschlager und Thomas Zeltner äußerst erfolgreich.