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Vollgas vom ersten Meter

Die Maribor-Rallye geht über nur 111 SP-Kilometer, die Piloten müssen daher vom ersten Meter weg angreifen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Durch den Ausfall der Rallye im Land der 1.000 Hügel wurde kurzfristig die Maribor-Rallye in den Kalender aufgenommen, am Freitag (03. Juli) erfolgt der Start des 5. ÖM-Laufes der Saison 2009.

Wirft man einen Blick auf den Zeitplan, so stellt man fest, dass diese Rallye eher mit einem österreichischen Challange-Lauf zu verglichen ist. Am Samstag wird lediglich eine Showprüfung um 19:00 Uhr gefahren, weitere acht Prüfungen folgen dann am Samstag. Insgesamt gilt es knapp 111 SP-Kilometer zu absolvieren.

Als Favorit um die ÖM-Wertung gilt einmal mehr Raimund Baumschlager, der zuletzt bei der Castrol-Rallye aber eine Nullnummer hinnehmen musste. Den Ausfall möchte der Staatsmeister vergessen machen: „Ich konzentriere mich ganz auf mich selbst, versuche mit meinem Skoda Fabia S 2000 eine fehlerfreie Rallye zu fahren und einen Ausfall zu vermeiden. Ich habe keine Punkte zu verschenken.“

Wie man zuletzt bei Sebastien Loeb in der WM gesehen hat, kann eine souveräne Meisterschaftsführung aber auch schnell schrumpfen oder gar ganz weg sein, wenngleich Baumschlagers Vorsprung so groß ist, dass ihn selbst ein zweiter Ausfall nicht aus dem Titelrennen wirft und Manfred Stohl in Maribor gewinnen müsste um die Führung zu übernehmen, was eher unwahrscheinlich ist.

Als schärfster Konkurrent geht Andreas Waldherr ins Rennen: „Da die Maribor-Rallye aber nur neun Sonderprüfungen über 111 km hat, also viel kürzer ist als ein Meisterschaftslauf in Österreich, wird es sehr schwer. Alles muss auf den Punkt genau sitzen. Vom ersten Meter an. Mein Gegner in Maribor ist bekannt. Es kann kein anderer als Raimund Baumschlager sein. Wir werden uns sicher wieder ein gutes Match liefern.“

Allerdings muss Waldherr auf den aus beruflichen Gründen verhinderten Stamm-Co Richard Jeitler verzichten, Wittmann-Co Bernhard Ettel springt für ihn ein.

Wie man zuletzt gesehen hat, können aber auch andere Piloten an der Spitze mitmischen, wenn es bei den S2000-Boliden aus irgendwelchen Gründen nicht nach Plan läuft. Als erster Anwärter auf ÖM-Platz drei hat sich Patrick Winter empfohlen, mit einem dritten und einem zweiten Gesamtrang bei den letzten beiden Rallyes.

Der Oberösterreicher zeigt sich vorsichtig optimistisch: „"Es ist meine erste Rallye im Ausland. Leider fehlen mir da noch die Erfahrungswerte. Realistisch ist ein Ergebnis ab Platz vier. Beim Speed haben wir noch einen kleinen Rückstand.“

Manfred Stohl weiß, dass es auch in Maribor nicht leicht für ihn und seinen Erdgas-Evo werden wird: „"Das wird natürlich enorm schwer, da nicht nur sehr starke österreichische Teams am Start sind, sondern auch die Slowenen die Strecke wie ihre Westentasche kennen. Für mich ist es völliges Neuland. Ich kann mich nur von der Saturnus-Rallye erinnern, dass der Asphalt extrem rutschig ist. Aber das ist für uns sicher kein Nachteil.

Auch wenn er in der ÖM-Wertung kein Mitspracherecht hat und auf Punkte verzichten muss, in der Gesamtwertung führt kein Weg mehr an Hermann Gaßner jun. vorbei, wie der Bayer zuletzt mit seinem Sieg bei der Castrol-Rallye bewiesen hat. Und natürlich muss man auch seinen Vater auf der Rechnung haben, wenngleich ihm der Sohnemann das Leben derzeit nicht leicht macht.

Nicht zu unterschätzen sind natürlich die slowenischen Lokalmatadore, allen voran Darko Peljhan, Jan Trcek oder Mitja Klemencic, auch der Tscheche Tosovsky ist für einen Spitzenplatz gut.

Von den Österreichern ist Mario Saibel, Alex Tazreiter, Willi Stengg oder auch Walter Kovar ein gutes Ergebnis zuzutrauen, auch Hannes Danzinger versteht es im Erdgas-Golf sich in Szene zu setzen.

In der Dieselklasse kommt es einmal mehr zur Neuauflage des Duells Michael Böhm gegen Michael Kogler, in der Division II stößt Leader Daniel Wollinger nicht nur auf Alois Handler, sondern auch auf eine Armada an slowenischen Piloten.

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