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Mongol Rally

Dreimal Galter und ein Alter

Eine karitative Sonderprüfung: Thomas, Andreas und Christoph Galter stellen sich der Herausforderung der "Mongol Rally" - mit 1.200 ccm.

Sieger der Rallye sind alle, die von Mailand nach Ulaanbaatar, Hauptstadt der Mongolei, per Achse fahren und eine Spende für einen karitativen Zweck überbringen. Das Auto, das die drei Oberösterreicher ans Ziel bringen soll, ist ein 15 Jahre alter Subaru Domingo.

Das Vehikel, das die Drei für die Abenteuer-Rallye gewählt haben, ist ein Subaru Domingo. Gebaut wurde der Kleinbus mit Dreizylinder-Reihenmotor, 1.189 ccm Hubraum und 52 PS Leistung von 1984 bis 1998.

Bedingung bei der Autowahl ist nämlich, dass es mindestens 10 Jahre alt sein muss und der Hubraum 1.200 ccm nicht übersteigen darf.

Abenteuer & guter Zweck

Die „Mongol Rally“ wurde 2004 als Abenteuer-Rallye mit karitativem Hintergrund ins Leben gerufen und zieht Jahr für Jahr mehr Teilnehmer in ihren Bann. Der besondere Reiz an dieser Rallye ist, dass es nicht um Bestzeiten geht, das Erlebnis und die humanitäre Hilfeleistung haben Priorität.

Die Startnummern sind limitiert, um sich einen Platz zu sichern, muss man sehr schnell sein. Und das waren sie, die drei "Galters-On-Road" Thomas und seine beiden Cousins Christoph und Andreas.

"Der Andrang zu dieser Spenden-Rallye ist enorm, binnen weniger Minuten waren alle 500 Startplätze vergeben! Ich war gerade in Mexiko unterwegs und konnte mir dank Online-Zugang einen Platz sichern", freut sich Thomas Galter.

Der 23-jährige Linzer hat erst im Juni sein Studium an der FH Steyr mit dem "Bachelor" abgeschlossen und tritt in wenigen Tagen mit seinen zwei Cousins die Fahrt seines Lebens über eine Strecke von 16.000 Kilometern und eine Dauer von vier Wochen an - eine Herausforderung für Mensch und Maschine.

"Galters-On-Road"

Das Team setzt sich aus drei jungen, ambitionierten Studenten bzw. Studienabsolventen zusammen, sie haben ein gemeinsames Ziel: Ankommen und Spenden.

Andreas Galter, 25 Jahre, bringt mit seinem Studium „Maschinenbau“ an der TU Graz die besten Voraussetzungen in puncto Technik-Know-how mit. Er hat sich spezielles Wissen zum Fahrzeug angeeignet und leitet alle Servicearbeiten vor und während der Fahrt. Und er will seine beiden Kollegen überzeugen, dass der Subaru auch die Rückfahrt nach Österreich übersteht.

Christoph Galter, 23 Jahre, ist im Endspurt seines Studiums in Hermannstadt (Rumänien) und legt seine Bachelor-Prüfung während (!) der Mongol Rally am 22. Juli an der Universität ab. Er ist der Ruhepol im Team und wird selbst während dem Hitzegefecht in Wüstengebieten stets einen kühlen Kopf bewahren. Im Vorfeld konnte er Sponsoren in Rumänien akquirieren.

Thomas Galter, 23 Jahre, ist Initiator des Projektes, hat Sponsoren für das Vorhaben begeistert und zeichnet für die Gesamt-Logistik verantwortlich. Der frisch gebackene Hochschulabsolvent zieht er das Abenteuer sogar seiner eigenen Sponsionsfeier vor!

Als Sprachentalent – er spricht neben Deutsch und Englisch auch fließend Rumänisch und Russisch – wird er gemeinsam mit seinem Team selbst bei den strengsten Grenzpolizisten jede Schranke überwinden können.

Die Maschine: 4 Wochen Dauerstress

Für den kleinen Bus, Baujahr 1994 und mit 80.000 km Laufleistung, wird dieser Ausflug ebenfalls zur größten Herausforderung seines Autolebens.

"Der Domingo ist fahrbereit, ein paar Servicearbeiten sind noch notwendig, dann steht er fast wie neu da. Und er hat jetzt eine Sonderlackierung bekommen, damit könnte er Kultstatus erreichen“, schmunzelt Thomas Galter.

In nur vier Wochen sollen 16.000 Kilometer zurückgelegt werden.

Die Route: 4 Wochen, 16.000 Kilometer, 13 Länder

Start ist am 18. Juli 2009 in Mailand. In den ersten Tagen führt die Route über Österreich – mit einem obligaten Stopp in der Heimatstadt Linz – Tschechien, Slowakei bis nach Ungarn. Bis dorthin wird es eine gemütliche Ausfahrt auf befestigtem Untergrund.

In den Ländern wie Ukraine, Russland, Rumänien und den weiteren folgenden Oststaaten wird mit jedem Kilometer der verbindlicher, auf den Wechsel von On- auf Off-Road-Strecken ist das Team bestens vorbereitet.

"Vier Ersatzräder, Stoßdämpfer, ausreichend Öl und Kühlflüssigkeit dürfen bei so einer Reise über Stock und Stein und durch die Wüste auf keinen Fall fehlen“, so Thomas Galter, wohl wissend, was an der Tagesordnung bei der Durchquerung der insgesamt 13 Länder stehen wird.

Das Ziel: CNCF

Nach vierwöchiger Reise soll in Ulaanbaatar die Zielflagge geschwenkt werden, wo die Galters den Spendenscheck in der Höhe von 1.200 Euro für ein humanitäres Hilfsprojekt überreichen wollen.

Der Erlös geht an das Projekt CNCF (Christina Noble Children’s Foundation), das bedürftigen Kindern in der Mongolei ein Zuhause gibt, sie medizinisch versorgt und den Zugang zu Bildung ermöglicht. Die Mongol Rally hat bislang über eine Million Euro für Projekte in der Mongolei gesammelt.

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