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Valenta: Im Tiefflug ins Ziel

Eigentlich hätte bei der Castrol-Rallye bereits der neue starke Motor im Heck des schwarzen Porsche 911 seinen Dienst antreten sollen.

Doch nach dem Vollkontakt mit einem Baum bei der Pinggau Rallye benötigte die Karosserie doch einiges an Zeit und Liebe, um in gewohnten perfekten Glanz über die Startrampe rollen zu können.

So musste die Rallye mit dem doch etwas schwächeren Ersatzaggregat in Angriff genommen werden. Doch weder dies noch die Tatsache, dass das „vorausfahren der Historischen“ bis auf weiteres wegdiskutiert wurden, konnte die Motivation trüben und so fuhr man zuversichtlich nach Judenburg.

SP1: Gerade auf diese SP legte das Team Valenta/Stöberl beim Besichtigen größten Wert, wusste man doch, dass die Chemie zwischen dem Raimund und dem „Gaberl“ irgendwie nicht passte. Dies spiegelte sich dann auch in der gefahrenen Zeit wieder, aber die Taktik des vorsichtigen Beginn war speziell an diesen Wochenende sicherlich nicht die verkehrte.

SP2: Ganz anders war es um die Chemie zwischen Fahrer und Strecke auf der zweiten Sonderprüfung bestellt, die zahlreichen Kuppen ließen Fahrer und Gefährt zum sprichwörtlichen Höhenflug ansetzen. Man verlor nur etwas Zeit durch den unvorteilhaft abgestellten Evo von Jörg Rigger, der dann Valenta doch zum lupfen nötigte. Die gefahrene Zeit konnte sich trotzdem sehen lassen.

SP3: Das Gaberl wurde vorsichtig aber fehlerfrei bezwungen.

SP4: Glich eher einem Auffanglager der VÖEST für Autowracks als einer Sonderprüfung. Man bannte sich aber den Weg durch die zahlreichen in diversen Felsen und Leitplanken detonierten Autos. Auf einer langen Geraden saugte man sich an einen Peugeot heran, der den formatfüllend auftauchenden Porsche bei erster Gelegenheit Platz machte, einige Sekunden verlor man aber trotzdem.

SP5: Der Stadtrundkurs wurde flott absolviert. Nur eine Ölspur vor der Post veranlasste die dort vorhandene „Rechts 1“ etwas verhaltener anzugehen, wollte man doch den Porsche nicht in den Briefkasten stecken.

Fahrer und Beifahrer waren ob der Leistung des ersten Tages zufrieden, aber das liebe Getriebe machte etwas Kopfweh, ließ sich doch am Ende des Rundkurses der 2.Gang nur mit gutem Zureden zum Dienst motivieren.

Der Samstagvormittag verlief ereignislos, sieht man von manchmal etwas viel Schmutz und Schotter auf der Strasse ab. Das Raimund Valenta, gepusht von seinem Co, immer schneller und schneller wurde, rückte Plötzlich ein Podestplatz in der Historiker in dem Bereich des Möglichen.

Am Asphalt fuhr man dem Konkurrenten um einen Podestplatz auf und davon, am Schotter war man allerdings mit den asphaltabgestimmten Porsche machtlos gegen den Zweiergolf. Die Finalsonderprüfung fuhr Valenta mit dem Messer zwischen den Zähnen.

Fast lief man Gefahr, gar keine Zeit für diese SP zu bekommen Verstrickt im Sekundenkampf um den Podestplatz, nahm man die letzte Brücke voll, an deren Ende sich der Lichtschranken für die Zieldurchfahrt befand.

Es war ein Augen und Ohrenschmaus den Porsche heranfliegen zu sehen, allerdings hob der Porsche so mächtig ab, dass die Gefahr bestand den Lichtschranken zu überfliegen… - Die Zeit löste schließlich aber doch aus, doch leider um zwei Sekunden zu spät.

Schade, der Stockerlplatz wäre dem KFZ-Techniker und seinem Co zu vergönnen gewesen. Nun freut man sich auf den Ausflug nach Maribor. Und wer weiß, vielleicht muss sich ja die Konkurrenz auch im Juli warm anziehen, wenn der Porsche sein neues Aggregat bekommt….

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