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IRC: Azoren-Rallye

Magalhaes siegt vor Meeke & Hänninen

Peugeot-Doppelsieg auf den Azoren: Lokalmatador Bruno Magalhaes gewinnt vor seinem Markenkollegen Kris Meeke und Skoda-Pilot Juho Hänninen.

Die siebte Runde der Intercontinental Rallye Challenge (IRC) auf den Azoren war an Dramatik nicht zu überbieten. Bereits nach dem zweiten Tag lagen die ersten drei Piloten innerhalb von acht Sekunden. Die Entscheidung über den Sieg und die Podestplätze fiel auch erste auf den letzten beiden Etappen. Lokalmatador Bruno Magalhães (Peugeot) konnte das Glück über den ersten Sieg seiner Karriere kaum fassen.

Auf der ersten Sonderprüfung des entscheidenden Tages erzielte Juho Hänninen (Škoda) die Bestzeit und war damit im Gesamtklassement zeitgleich mit dem Portugiesen. SS14 musste nach einem kuriosen, aber gefährlichen Zwischenfall neutralisiert werden. Andreas Mikkelsen (Ford) kollidierte mit Kühen, die plötzlich auf der Straße standen. "Ich bin mit Vollgas eine lange Gerade entlanggefahren, danach kam eine kleine Kuppe", beschreibt der Norweger sein Missgeschick. "Plötzlich stehen hinter der Kuppe acht oder zehn Kühe. Ich bin in den Graben ausgewichen, habe dort aber noch zwei Tiere erwischt." Der Wasserkühler des Ford Fiesta wurde dabei beschädigt.

Auf der folgenden Sonderprüfung schlug der Defektteufel bei Magalhães zu. Das Getriebe des Peugeot verlor Öl und verschmierte die Windschutzscheibe. Damit verlor der 30-Jährige 18 Sekunden, doch seine Mechaniker konnten die Gangwechseleinheit in der Mittagspause austauschen. Während im Peugeot-Lager repariert wurde, kündigte Hänninen an, dass er bis zum Ende angreifen wird.

Das setzte der Finne um, fuhr Bestzeit auf der SS17 und vergrößerte damit seinen Vorsprung. Die nächste Sonderprüfung wurde dem Führenden der Gesamtwertung allerdings zum Verhängnis. Auf der 20 Kilometer langen Strecke verlor Hänninen nach einem Plattfuß vorne rechts fast zwei Minuten und fiel auf Rang vier zurück. Diese vorletzte Etappe absolvierte sein Škoda-Teamkollege Jan Kopecký als Schnellster und setzte sich damit an die Spitze.

Die letzte Sonderprüfung startete der Tscheche mit einem Vorsprung von 6,4 Sekunden auf Magalhães, doch der Siegerpokal sollte in Portugal bleiben. Nach vier von knapp 22 Kilometern verlor Kopecký die Kontrolle über seinen Fabia und schied aus. Damit erbte Magalhães im letzten Moment noch den Sieg. Platz zwei ging an Kris Meeke, gefolgt von Juha Hänninen, der weiter die Gesamtwertung anführt.

Umjubelter Held auf den Azoren war aber Magalhães, der von seinem Bruder Carlos auf dem Beifahrersitz unterstützt wird. "Das war einfach unglaublich, denn in der letzten Sonderprüfung hatten wir noch einen Plattfuß", beschreibt Carlos wie dicht Sieg und Niederlage beisammen liegen. "Als wir Jan überholt hatten bedeutete das den Sieg."

In der Gesamtwertung hat Hänninen durch den Ausfall von Kopecký seinen Vorsprung auf neun Punkte vergrößert. Magalhães konnte bisher in jeder Rallye Zähler holen und schob sich nun auf Rang drei.

Endergebnis nach 19 Sonderprüfungen:

01. Bruno Magalhães (Peugeot 207) - 2:34:00.4 Stunden
02. Kris Meeke (Peugeot 207) + 1:00.1 Minuten
03. Juho Hänninen (Škoda Fabia) + 1:20,7
04. Andreas Mikkelsen (Ford Fiesta) + 4:45.6
05. Ricardo Moura (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 5:22.0
06. Pedro Vale (Mitsubishi Lancer Evo VII) +10:55.3
07. Vitor Pascoual (Peugeot 207) +12:08.7
08. Sérgio Silva (Subaru Impreza STI) +12:54.5

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