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Michael Böhm: Erfolg in Admont

Mit einem top vorbereiteten Abarth 500 kam die Scuderia Abarth Austria nach Admont - und eine Armbanduhr gab's außerdem!

Die Wettervorhersage war nicht gerade positiv, denn am Samstag sollte es regnen, was leider auch zutraf. Am Freitag zeigte sich der Herbst allerdings noch von seiner schönsten Seite und bescherte 25 Grad. Entsprechend viele Zuschauer säumten die 2,5 Kilometer lange Strecke des Auftakt-Prologs in Hall, der an Abend in Angriff genommen wurde.

Und hier ließen Michael Böhm/Martin Tomasini keinen Zweifel daran, dass sie trotz motorischer Unterlegenheit in der 2WD Wertung ein Wort mitreden werden. Mit der achtschnellsten Gesamtzeit und der zweischnellsten Zeit in der Zweiradwertung bestätigte die Scuderia Abarth den positiven Trend der Saison.

Der Samstag begann für das Abarth-Duo nicht nach Wunsch. Am Rundkurs Treglwang verlor man eine Minute auf die Bestzeit von Danzinger und viel in der 2WD-Wertung auf Platz sieben zurück.

„Unsere Reifen hatten absolut keinen Grip und wir rutschten zweimal in die Wiese. Wahrscheinlich hatte ich noch den griffigen Asphalt von der Alpi Orientali im Kopf und kam mit den rutschigen Verhältnissen nicht zurecht“, erklärte Michi Böhm im Ziel der SP zwei.

Auf der SP Kaiserau kam die Abarthbesatzung mit dem nassen Belag schon wesentlich besser zu Recht und markierte ein vierte 2WD-Zeit. In Wenig und Hall folgten dritte Zeiten ( jeweils eine 13. Gesamtzeit) und der Sprung nach vorn auf den 14. Gesamtrang und den vierten Platz in der Zweiradwertung nach SP sechs.

Michael Böhm: „Der Abarth lief wie ein Uhrwerk, ich gewöhnte mich an die rutschigen Verhältnisse und unseren direkten Konkurrenten in der 2WD Wertung, Willi Rabl, hatten wir bereits wieder überholt.“

Auf dem Rundkurs Hall, der zum zweiten Mal befahren wurde, gab es dann eine Schrecksekunde für die Scuderia Abarth. Beim Anbremsen einer aus Strohballen errichteten Schikane kam der Abarth ins Rutschen, touchierte mit der rechten Seitenwand einen dieser riesigen Strohballen und schlug dann auch noch links vorne ein. So angeschlagen rettete sich Böhm mit einem Zeitverlust von fast dreißig Sekunden ins Ziel, um den Abarth im Service einer Generalsanierung unterziehen zu lassen.
Böhm: „Ich dachte, jetzt ist die Rallye wieder vorbei, aber unser Abarth ist so massiv gebaut, dass er diesen Anprall überstanden hat. Jetzt bin ich glücklich, dass wir nach drei Ausfällen in den vergangenen Jahren wieder ins Ziel gekommen sind, und das mit Erfolg.“

Die Mechaniker-Crew hatte allerdings alle Hände voll zu tun. Die Hinterachse war verbogen, die Lenkung war abgerissen und die beiden vorderen Querlenker und Spurstangen mussten getauscht werden, und das in maximal 20 Minuten, was auch gelang.
Mit dem arg ramponierten Abarth wollte man mit möglichst wenig Zeitverlust noch ein paar Punkte für die 2WD Wertung retten, standen ja noch vier Sonderprüfungen auf dem Programm. Wenig, Hall, Kaiserau und der Rundkurs in Treglwang.
Michael Böhm pilotierte den Abarth, dank der Kunst seiner Mechaniker, noch souverän über die letzten vier SP´s, und konnte den Vorsprung auf seinen direkten Mitbewerber noch ausbauen. Am Ende reichte es für den Sieg in der Klasse A7 und den dritten Platz in der 2WD-Wertung.

Teamchef Christian Böhm: „Unser Team hat an diesem Wochenende ein sensationelle Leistung geboten. Ohne unsere Mechaniker wären wir nicht ins Ziel gekommen, und Michael hat den reparierten Abarth dann auch noch souverän über die letzten vier Sonderprüfungen getragen. In Admont hat man wieder gesehen, dass Rallyesport ein Teamsport ist. Sozusagen als Belohnung gab es von unserem neuen Sponsor für jedes Teammitglied eine sportliche Armbanduhr, die von Brandmanager Franz Sturm persönlich überreicht wurde.“

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