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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Nach hartem Kampf ausgeschieden

Nach einem Beginn wie nach Maß kam letztlich der Ausfall für Patrick Winter und Daniela Stummer im Mitsubishi Evo IX.

Der erste Tag der Castrol-Rallye (im Raum Judenburg) begann für das Duo Patrick Winter/Daniela Stummer nach Maß. Schon auf der 2. Sonderprüfung belegte der Mitsubishi-Pilot Platz 1 und zementierte sich im Gesamtklassement in den Top 3 ein. Nach Ende des ersten Arbeitstages fand sich der 25-Jährige bereits auf dem hervorragenden 2. Gesamtrang wieder.

Der Rückstand auf „Altmeister“ Raimund Baumschlager betrug nur 7,1 Sekunden. „Nach dem 1. Tag war klar, dass ich ganz vorne mitmischen kann. Daher gab es am 2. Tag nur eine Devise, nämlich volle Attacke“, so der Schlierbacher. Mit einem 2. und einem 3. Platz begann Winter seinen zweiten Arbeitstag und hielt den Abstand auf den Führenden Baumschlager unter 20 Sekunden.

Ausritt auf Sonderprüfung 8

Zu einer Schrecksekunde kam es auf Sonderprüfung 8, wo Winter voll auf Angriff fahrend den Bogen überspannte und bei einem Ausritt rund 10 Sekunden verlor. Ein Folgeschaden am Ladeluftkühler warf den jungen Schlierbacher schlussendlich um weitere 50 Sekunden zurück. Die Schäden wurden vom DRT-Team bestens repariert und somit startete Winter am Nachmittag seine Aufholjagd auf seinen Konkurrenten Mario Saibel, der durch Patricks Missgeschick den 2.Platz erbte. In den letzten vier Prüfungen versuchte der 25-Jährige, sich diesen Platz zurück zu erobern.

Ohne Vortrieb liegen geblieben

Auf der vorletzten Sonderprüfung kam dann das unerwartete Aus für Winter. Mit einem Defekt am Getriebe blieb der Mitsubishi Evo IX liegen und die Stockerlplatz-Träume waren dahin. „Natürlich bin ich enttäuscht. Aber mit einem technischen Defekt muss man immer rechnen. Aber ich habe wieder gezeigt, dass ich ganz vorne mitmischen kann“, so der Schlierbacher im Ziel. „Somit haben wir unser Streichresultat für die heurige Saison aufgebraucht“, sagt der Oberösterreicher.

Statement Daniela Stummer (Co-Pilotin):

„Wir haben an diesem Wochenende viel mitgemacht. Von einer Bestzeit über einen Ausritt bis hin zum plötzlichen Ende 15 Kilometer vor dem Ziel war alles mit dabei“, erklärt die Rohrerin. „Beim nächsten Einsatz werden wir aber wieder voll angreifen und uns die Punkte zurückholen“, ist die 32-Jährige bereits wieder angriffslustig.

Analyse von Mentaltrainer und Betreuer Achim Mörtl

„Ein Ausritt und auch ein technischer Defekt passieren ganz einfach. Aber Winter und auch Aigner holen aus ihren unterlegeneren Gruppe N-Autos alles heraus. Da sind solche Dinge ganz normal“, analysiert der 39-jährige Ex-Staatsmeister aus Kärnten. „Aber Patrick zeigt für sein Alter eine hohe Reife. Wenn man mit schlechterem Material gegen die S2000-Fahrer ankämpft, kann es passieren, dass man den Bogen überspannt“, so Mörtl.

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