RALLYE

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Gemischte Gefühle

Ken Block über die Freude der Türkei-Zeiten, die Vulkan-Weltreise und den Ausfall beim dritten Lauf zur amerikanischen Meisterschaft.

Zwei WM-Läufe hat Ken Block in seiner Karriere nun bereits absolviert. Ein Defekt verhinderte in der Türkei ein besseres Ergebnis, denn er konnte sonst das Tempo der Weltspitze mitgehen. Wegen des Vulkanausbruchs und des damit verbundenen Flugverbots musste er eine 40-stündige Heimreise in Kauf nehmen und ist nach wie vor dementsprechend erschöpft.

"Ken, vor kurzem hast du zum zweiten Mal an einem Lauf der Rallye-WM teilgenommen und mit mehreren soliden Läufen einen Aufschwung erlebt."

"Der WM-Lauf in der Türkei war sehr schwierig für mich. Es gab einige aufregende sowie viele abwechslungsreiche und schnelle Passagen. Einige Streckenabschnitte waren die härtesten, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

Es war eine tolle Rallye, aber leider war mein Ergebnis nicht gut. Auf der ersten Sonderprüfung bin ich über einen kleinen Baumstumpf gefahren und brach mir dabei die Spurstange. Leider konnte ich deshalb kein Topresultat einfahren.

Ich bin dann unter Super-Rallye-Bedingungen bei der zehnten Sonderprüfung wieder eingestiegen und fuhr die sechstschnellste Zeit. Das ist ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass ich gegen die besten Fahrer der Welt eine Zeit im Mittelfeld landen konnte.

Für einige Leute ist es wahrscheinlich schwer zu verstehen, aber in der Rallye-WM braucht man Jahre, um den Speed der Top-Piloten fahren zu können. Für mich ist es großartig, bei meinem erst zweiten WM-Lauf eine Top-6-Zeit zu fahren. Damit habe ich zum Beginn meiner Karriere in der WRC nicht gerechnet.

Sehr ermutigend war außerdem, dass ich dann am Sonntag noch zwei weitere Top-6-Zeiten fahren und damit beweisen konnte, dass es kein Zufallstreffer war. Am Ende wurde ich 24., aber die Tatsache, dass ich drei Top-6-Zeiten fahren konnte, ist für mich ein tolles Ergebnis und gibt mir Selbstvertrauen für den nächsten WM-Lauf."

Nach dem WRC-Lauf bist zu zur Vorstellung deines neuen Ford Fiesta Gymkhana nach San Francisco geflogen. Wegen des Vulkanausbruchs in Island musstest du aber um die halbe Welt reisen.

"Dieser kleine Vulkan hat unsere Pläne ordentlich durcheinandergebracht. Anstatt von der Türkei über Frankfurt nach San Francisco zu fliegen, musste ich einen nur halb so bequemen Rückweg wählen. Ich flog von der Türkei nach Dubai, von dort nach Südkorea und dann nach San Francisco.

Das hat mich eine Menge Zeit gekostet. Ich habe etwa 40 Stunden gebraucht, bis ich wieder in der Heimat war. Ich war ordentlich fertig, als ich angekommen bin, und spüre die Auswirkungen noch heute.

Aber wir hatten einen tollen Event in San Francisco, wo wir den Gymkhana 3 Fiesta zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten. Es ist ein tolles Auto, mit dem ich an Gymkhana-Veranstaltungen teilnehmen und Filmaufnahmen machen werde. Ich bin erst einen Testlauf damit gefahren, aber wir werden es bei vielen Veranstaltungen und Dreharbeiten in diesem Sommer einsetzen."

Vergangenes Wochenende bist Du in Amerika bei der Olympus-Rally hinter dem Lenkrad des Ford Fiesta gesessen, wie ist es gelaufen?

"Leider gar nicht gut. Wir sind mit einem Getriebedefekt ausgeschieden und haben nun kaum noch Chancen auf die Meisterschaft, die eigentlich unser großes Ziel für heuer war. Aber bei einem neuen Auto muss man mit Defekten rechnen, das gehört auch zum Rallyesport."

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