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Rallye-ÖM: Waldviertel

Keine Rechenübungen bei Waldherr & Co.

Traditionell sind die letzten Saisonläufe immer von Rechenübungen und Taktikspielchen im Hinblick auf die Meisterschaftswertungen geprägt.

Nicht so im VW Motorsport Team Austria, das am kommenden Wochenende bei der Waldviertel-Rallye nochmals das tun wird, was man am liebsten tut: Rallyespaß erleben und bieten, ohne Wenn & Aber!

Denn gerade die Waldviertel-Rallye, mit ihren bekannt schwierigen Bedingungen, wartet immer wieder mit Unerwartetem bzw. Überraschungen auf. Da können sich, im Vorfeld angestellte, Rechen- und Taktikspiele schnell in Schall und Rauch auflösen. Darum verzichten Andreas Waldherr und Daniel Wollinger lieber gleich ganz darauf und tun im Waldviertel dass, was sie am besten können: Gas geben.

Denn zusammengerechnet wird am Schluss und dann wird man wissen ob es für das Duo Waldherr/Ettel zum Vizemeister in der Österreichischen Rallyemeisterschaft gereicht hat bzw. ob sich Daniel Wollinger und Co-Pilot Martin Kleibenzettl in ihrer ersten Dieselsaison gleich den Titel in der Wertung für Diesel-Fahrzeuge sichern konnten. Bis es so weit ist, liegen gut 170 Sonderprüfungskilometer auf Asphalt und Schotter vor den beiden Teams.

Tatsache ist, dass der Kampf um den Vizemeister in der Österreichischen Rallyemeisterschaft so eng ist wie schon lange nicht mehr. Mit Beppo Harrach und Mario Saibel hat Andreas Waldherr gleich zwei harte Konkurrenten im Kampf um die silberne Krone.

„Ich bin Rallyefahrer und kein Mathematiker!“ sagt Andreas Waldherr. Und weiter: „Wir wollen uns mit einem sportlich schönen Finallauf von der Österreichischen Rallyemeisterschaft 2010 und den Fans verabschieden. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, den VW Polo S2000 wieder perfekt vorbereitet und wir werden attackieren, um wieder den Sprung aufs Podium zu schaffen. Alles andere liegt nicht in unserem Einflussbereich, sondern wird vom Reglement vorgegeben. Darum keine Rechenspiele rund um Streichresultate und auch keine Beteiligung an den Diskussionen bezüglich einzelner Konkurrenzfabrikate. Für diese Dinge sind Andere zuständig.“

Spannend ist auch die Entscheidung in der separaten Diesel-Meisterschaft. Daniel Wollinger (VW Scirocco TDi) hat hier beste Chancen sich im Waldviertel zum Meister zu küren.

„Oberste Priorität hat für uns eine Zielankunft unter den ersten Drei in der Klasse. Dann ergibt sich alles andere von selbst. Natürlich wäre es für uns ein sehr schöner Erfolg, wenn wir im ersten Jahr mit dem VW Scirocco TDi bereits den Titel in der Dieselklasse einfahren könnten. Denn eigentlich sind wir heuer angetreten, um Erfahrung mit dem Selbstzünder zu sammeln und das Auto auch entsprechend zu entwickeln. Beides ist uns offensichtlich bestens gelungen. Da wäre der Meistertitel quasi die Krönung einer bereits erfolgreichen Saison und mehr als wir im Plan hatten.“, zeigt sich Daniel Wollinger bereits im Vorfeld zur Waldviertel-Rallye zufrieden.

Das VW Motorsport Team Austria blickt also durchaus entspannt in Richtung Saisonfinale. Die Vorbereitungen wurden erledigt und man ist punkto Material bestens aussortiert. Entsprechend will man sich selbst und den Fans an den Sonderprüfungen ein schönes Saisonfinale bereiten.

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