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Seiberl/Prohazka: Follow the Leader

Man braucht Ziele, für Johann Seiberl ist dies zum Beispiel das möglichst gute Abschneiden in der Austrian Rallye Trophy.

Auch wenn der Rallye-Einstieg von Johann „Hansi“ Seiberl in einem relativ fortgeschrittenen Alter stattgefunden hat, so betreibt er seine sportlichen Einsätze mit sehr viel Leidenschaft und Konsequenz.

Dass es ihm auch an Können nicht fehlt, erwies sich schon beim ersten Start: Ein lupenreiner Gruppe H-Sieg mit einem von Markus Benes übernommenen Mazda 323 (IQ-Jännerrallye 2005) sorgte für entsprechende Klarheit.

Zu diesem Zeitpunkt war Hans bereits 38 Jahre jung – jung genug für Heldentaten also. Und man mag sich fragen, wo er den guten Umgang mit Fahrzeugen wohl gelernt hat, als er noch ein Hänschen war. An Motivation kann es keinesfalls gefehlt haben, das wird spätestens dann klar, wenn man die Vorgeschichte von Hansi Seiberl im heiß umkämpften Rallye-Geschäft kennt:

Die begann ganz bodenständig als Mechaniker – allerdings bei einer ersten Adresse für hochklassiges sportliches Engagement: Das Team von Dr. Helmut Czekal. In diese Zeit fiel auch die von vielen Höhepunkten gekennzeichnete Zusammenarbeit mit Raimund Baumschlager, dem unbestritten erfolgreichsten Fahnenträger der Elite aus Oberösterreich.

Wer einem solchen Vorbild folgt, kann nicht viel falsch machen, und auch wenn der Erlebniswert im Vordergrund steht, so geht es ergebnismäßig doch ganz groß zur Sache: Bei der Mühlviertel-Rallye des vergangenen Jahres (bedauerlicherweise die letzte) befand sich Hansi Seiberl auf einem fast sicheren Kurs in Richtung Gesamtsieg, es blieb bei einem immer noch beachtlichen zweiten Platz mit dem Mitsubishi Lancer Evo VI. Auch außerhalb des (heimatlichen) Mühlviertels läuft der Erfolgszug prächtig: Platz Drei bei der Althofen-Kärnten-Rallye, dem ARC-Saisonstart dieses Jahres. Auch ein starkes Wort.

In dieser Gangart soll es weitergehen, vor allem das Interesse an einem guten Abschneiden in der Austrian Rallye Trophy (eine Sonderwertung der Austrian Rallye Challenge) ist sehr groß. Dabei ist es unerlässlich, wenn man auf ein starkes Team setzen kann. Das beginnt bereits bei der BeifahrerInnen-Wahl: Über Vermittlung von Alois Winklehner kam ein erster Rallye-Start mit Cornelia „Conny“ Prohazka zustande, und gewiß war es nicht der letzte:

Die Merkmale eines Winning Teams sind unverkennbar vorhanden. Das gilt ebenso für den Mechanikertrupp Leo Lengauer, Daniel Aichberger sowie Stefan Grünzweil, der vom gesamten Team bereits Geburtstagswünsche erhalten hat – ein zusätzlicher Motivationsfaktor. Stets den Überblick behält „Flavio“ Harald Schinagl, der bewährte Team-Manager. Ihnen allen gebührt großer Dank für ihre Kompetenz und Einsatzbereitschaft.

Einfach wird es dennoch nicht sein, den hervorragenden Saisonstart bei der Rallye Weiz (Premiere!) zu wiederholen. Aber man braucht schließlich Ziele.

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