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Al-Attiyah & VW: Künftig getrennte Wege?

Al-Attiyah hat das VW-Angebot abgelehnt, plant auch 2012 bei der Dakar zu starten und sieht sich nach Alternativen für ein WRC-Cockpit um.

Der Auftritt von Nasser Al-Attiyah beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei dem er gemeinsam mit Carlos Sainz, Giniel de Villiers und Klaus Niedzwiedz am Steuer eines Scirocco die AT-Klasse gewinnen konnte, war aller Voraussicht nach der letzte Start des Katari für Volkswagen.

Ursprünglich sollte Al-Attiyah anlässlich eben dieses 24-Stunden-Rennens einen langfristigen Vertrag als Werksfahrer für das Engagement von VW in der Rallye-WM unterzeichnen. Allerdings konnte zwischen dem amtierenden Sieger der Dakar-Rallye und VW-Motorsportdirektor Nissen keine Einigung erzielt werden. Als Grund wird Informationen von Autosport zufolge vermutet, dass die Wolfburger nicht bereit sind, einen Race Touareg für die Dakar 2012 zu stellen – auch nicht in Form eines vom Werk unterstützten Privateinsatzes Al-Attiyahs.

"Mein Sponsor hat mir klar zu verstehen gegeben, dass er mich bei der Dakar am Start sehen möchte", erklärt Al-Attiyah gegenüber Autosport. "Ich selbst liebe diese Rallye und würde dort sehr gern meinen Titel verteidigen." Als er erfuhr, dass Volkswagen für 2012 keinen Dakar-Start plant, sei er sehr überrascht und schockiert gewesen, wie der 40jährige betont.

Nachdem der Vertrag mit VW nicht wie geplant zustande gekommen ist, plant Al-Attiyah mit Blick auf die Dakar nun offenbar eine Rückkehr zum X-Raid-Team und damit ins Mini-Lager. "Ich glaube mit diesem Fahrzeug kann ich die Dakar gewinnen", sagt der Katari in Bezug auf den auf dem Countryman basierenden Wagen, nachdem er der X-Raid-Zentrale in Deutschland einen Besuch abgestattet hat.

WRC mit Ford oder Citroën?

Doch damit nicht genug: Seine Pläne, künftig als Werksfahrer in der Rallye-WM an den Start zu gehen, hat Al-Attiyah auch nach der VW-Absage nicht ad acta gelegt. Vielmehr sieht er sich derzeit nach einem Cockpit bei einem der beiden großen WRC-Hersteller Ford oder Citroën um. "Mein WRC-Deal wird für die gesamte Weltmeisterschaft gelten, außer für die Rallye Monte-Carlo, da sich diese mit der Rallye Dakar überschneidet", so Al-Attiyah vielsagend.

"Ich weiß derzeit noch nicht, in welchem Auto ich sitzen werde", so der Katari weiter. "Ich verfüge über gute Kontakte zu Malcolm Wilson, und mein Manager steht in engem Kontakt mit Citroën." Al-Attiyah bezeichnet die Situation als gute Lösung, da er so nicht bis zur Saison 2013 warten müsse, um regelmäßig ein WRC steuern zu können.

Nachdem er ohne unterschriebenen Vertrag vom Nürburgring zurückkehrt ist, hätte Al-Attiyah eigener Aussage zufolge warten und warten können, aber das ging nicht, da er seine Zeit bei der Dakar-Rallye und in der Weltmeisterschaft genießen möchte – er sei schließlich kein 20jähriger mehr, der alle Zeit der Welt hätte. Zudem verweist er auf die enge Verbindung zu seinem persönlichen Sponsor: "Sie waren über all die Jahre im Mittleren Osten und in der WRC ein fantastischer Partner. Das kann ich nicht aufgeben."

Vor dem Hintergrund des künftigen WRC-Einstiegs von VW war erwartet worden, dass Al-Attiyah die verbleibenden europäischen WM-Läufe der laufenden Saison in einem von VW unterstützten Škoda Fabia S2000 bestreitet. Dieses Fahrzeug wird beim kommenden WM-Lauf in Finnland stattdessen von Andreas Mikkelsen und Joonas Lindroos gefahren, während Al-Attiyah weiterhin mit einem Ford Fiesta S2000 in der SWRC-Klasse antritt.

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