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Rallye-ÖM: ARBÖ-Rallye

Die Lokalmatadore auf der Siegerstraße

Baumschlager gibt weiter alles und führt nach wie vor vor einem entspannten Harrach, Geburtstagskind Aigner fährt abermals 2WD-Sieg entgegen.

Foto: Daniel Fessl/www.motorline.cc

Jeder Mensch feiert seinen Geburtstag anders. Ein Ex-Weltmeister des Rallyesports natürlich in einem Boliden. Dass aber dies im Wettbewerb und in Zusammenhang mit einer äußerst schnellen Fahrtweise (wie der fünfte Gesamtrang beweist) geschieht, ist nicht alltäglich.

Andreas Aigner, P-WRC-Weltmeister anno 2008, ist heute 27 Jahre alt und vergisst bei Gott nicht Gas zu geben. So wie es sich für sein Alter ziemt. Für Andreas Aigner besteht bei der ARBÖ-Rallye sogar die Chance auf Platz 4 im Gesamtklassement, beträgt der Rückstand auf seinen Vordermann, Mario Saibel, vor den sechs Nachmittags-Prüfungen lediglich zehn Sekunden.

„Treglwang war gut, die Kaiserau ist für mein Auto natürlich nicht so ideal, aber ich bin sehr zufrieden. Schöner kann eine Geburtstagsparty dieser Art nicht laufen.“ Saibel ist philosophisch: „In der R4-Version hat sich das Fahrverhalten meines Evo X ziemlich verändert. Wir sind da immer noch am Aussortieren. Im Mittagsservice stellen wir wieder etwas um. Aber ich denke nicht, dass Platz 3 noch eine Option ist.“

Ganz vorne scheint Raimund Baumschlager ebenso auf dem Weg zu seinem zehnten Gesamtsieg bei der ARBÖ-Rallye zu sein wie Beppo Harrach zu seinem ersten Meistertitel. Mit knapp 24 Sekunden Abstand ist inzwischen fast so etwas wie eine Waffenruhe eingetreten.

„Ich fahre aber wirklich am Limit“, meinte ein schweissüberströmter Baumschlager nach SP 8. „Sonst käme ich gleich wieder unter Druck.“ „Fast gemütlich“ nennt Harrach hingegen seine momentane Fahrweise. „Sehr zufrieden“ zeigt sich Manfred Stohl, der weiterhin auf Platz 3 liegt, im Moment 53 Sekunden vor Saibel.

In der 2WD-Wertung hält sich Suzuki-Teamchef Martin Zellhofer weiterhin hartnäckig vor seiner Nummer 1 Hermann Neubauer auf Platz 2. Da es für Neubauer um jeden Meisterschaftspunkt geht, wirft das für den Nachmittag natürlich ganz automatisch die Frage nach einer Stallregie auf.

Im Suzuki-Cup ist das favorisierte Bayer Manuel Kössler nach einer unfreiwilligen Umarmung durch ein Brückengeländer ausgeschieden. Damit liegt der Obersteirer Klemens Haingartner nun mehr als drei Minuten vor seinem nächsten Konkurrenten, dem Niederösterreicher Mario Skarek. Sollte er gewinnen, ist ihm der Titel schon vor dem letzten Lauf praktisch sicher.

Beeindruckend die Anzahl der Zuschauer, die deutlich über jene der letzten Jahre hinausgeht. Deren Disziplin ist bislang mustergültig.

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