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Der Lokalkaiser und seine gewagte Prognose

Gewagte Prognose von Lokalmatador Alfred Kramer. Seiner Meinung nach gewinnt keines der S2000-Teams, sondern ein Mitsubishi-Pilot. Wen meint er?

Noch vier Tage bis zum Start der 35. BP Ultimate Rallye in Wolfsberg. Die Anspannung der Hauptdarsteller des zweiten Laufs zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, der in Kärnten auch zur slowenischen Titeljagd zählt, steigt.

Sowohl die Anspannung der Asse wie die der Außenseiter und besonders jene der sogenannten Lokalkaiser, die es bei jedem Event irgendwie gibt.

Wenn es den Titel eines Lokal-Heroes gibt, dann darf sich diesen in Wolfsberg wohl Alfred Kramer umhängen. Der 43-jährige Unternehmer in Sachen Elektrotechnik aus St. Veit treibt seit Jahren besonders in seiner Heimat nicht nur den Tourenzähler seines Mitsubishi Evo 6,5 in den roten Bereich, sondern auch den Unterhaltungspegel unter den Rallye-Fans.

Platz 5 im Jahr 2007, Platz 6 vor zwei Jahren und letztes Jahr auch knapp an den Top 10 dran zeugen von den nicht nur ortskundig bedingten Qualitäten Kramers.

Auch heuer lässt der zweifache Familienvater schon vor dem Start seiner unbekümmerten Erwartungshaltung freien Lauf. „Die hinteren Plätze interessieren mich nicht. Ich will mich nur nach vorne orientieren.“

Bekannte Namen sieht er da nicht als Hindernis. Kramers Stärke heißt Optimismus. So dämpft er beispielsweise gleich die Erfolgsaussichten jeglicher S2000-Boliden, die am Start der Lavanttal-Rallye stehen. Diese kommen von Skoda (Raimund Baumschlager, Aleks Humar), Peugeot (Patrick Winter, Rok Turk) und VW (Andreas Waldherr).

„Egal, der Sieg geht heuer an einen Mitsubishi.“ Dass seiner möglicherweise einer davon ist, spricht Kramer nicht aus. „Aber für einen Top 5-Platz“, meint er, soweit reicht sein Selbstbewusstsein immerhin.

Doch nicht nur Alfred Kramer gilt die Aufmerksamkeit der Kärntner Fans. Eine erkleckliche Anzahl an Fahrern aus dem südlichsten Bundesland, nämlich 13, kann sich der Anfeuerung ihrer Landsleute, die an den Sonderprüfungen der BP Ultimate Rallye auf sie warten, sicher sein.

Die Starter aus Kärnten bei der BP Ultimate Rallye

Alfred Kramer im Mitsubishi Evo 6,5 (Startnummer 11, Klasse 12)
Andreas Mörtl im Mitsubishi Evo IX (Startnummer 23, Klasse 3)
Johannes Jagarinec im Citroen C2R2 (Startnummer 48, Klasse 6)
Hannes Pink im Lancia Delta HF (Startnummer 63, Klasse 12)
Kurt Jabornig im Peugeot 205 GTI (Startnummer 65, Klasse 12)
Ferdinand Mitterbacher im Opel Ascona B (Stnr. 71, Klasse 14, WK 3)
Günter Jörl im Seat Ibiza GTI 16 V (Startnummer 72, Klasse 8)
Dieter Bardel im BMW 318iS E 30 (Stnr 75, Klasse 14, WK 5)
Markus Nössler im Suzuki Ignis (Startnummer 87, Klasse 9)
Erich Krautberger im Alfetta GTV 2,0 (Stnr 94, Klasse 14, WK 3)
Thomas Klösch im Opel Kadett C 2,0 (Stnr 95, Klasse 14, WK 3)
Klaus Demuth im Seat Ibiza (Stnr 99, Klasse 12)
Walther Stietka im VW 1302 (Stnr 116, Klasse 14, WK 2).

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