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Rallye-ÖM: Jänner-Rallye 2012

Manfred Stohl plant Aufholjagd

Erdgas-Pilot Manfred Stohl wird bei der Jänner-Rallye erst mit Startnummer 72 ins Rennen geschickt – doch der Routinier plant eine Aufholjagd.

Foto: Daniel Fessl

Mit der Jänner-Rallye, die am 6. und 7. Jänner im Raum Freistadt über die Bühne geht, startet auch der Erdgas-Pilot Manfred Stohl in sein persönliches Motorsport-Jahr 2012.

Dank der Unterstützung durch das Erdgas-Team kann der 39-jährige Wiener wiederum in der Rallye-Staatsmeisterschaft mitmischen. Und das möchte Stohl wie schon bei seinen drei Podestplätzen 2011 natürlich so weit vorne wie möglich tun.

Beim Saisonauftakt Im Mühlviertel freilich sieht sich der Mitsubishi-Pilot mit einer ungewohnten Situation konfrontiert.

Der WM-Vierte des Jahres 2006, der es gewohnt ist, im Spitzenfeld einer Rallye ins Rennen zu gehen, wird bei der Jänner-Rallye erst mit der Startnummer 72 vom Stapel gelassen.

Der Grund liegt in den FIA-Bestimmungen, denen die Organisatoren des Saisonauftakts ganz speziell unterliegen, weil die Jänner-Rallye 2012 bekanntlich nicht nur zur österreichischen und tschechischen Meisterschaft, sondern insbesondere auch zur Europameisterschaft zählt.

Und der Welt-Motorsportverband achtet penibel darauf, dass sein Regulativ strengstens umgesetzt wird.

„Tatsache ist, dass Fahrzeuge, die mittels alternativen Kraftstoffen betrieben werden, also auch mein Erdgas-Mitsubishi, nicht zu den von der FIA homologierten Fahrzeugen gehören, sondern lediglich zu denen, die von der nationalen OSK für Rallyes im Rahmen der heimischen Staatsmeisterschaft zugelassen sind“; erklärt Stohl.

Deshalb darf er im Mühlviertel erst auf die Sonderprüfung, wenn alle Autos gestartet sind, die laut FIA theoretisch für die EM punkten könnten.

„Wenn das die Regeln sind, habe ich mich daran zu halten“, nimmt Stohl den „Spätstart“ zur Kenntnis und erblickt darin sogar Positives.

„Sollte es bei der Jänner-Rallye doch noch Schnee geben oder eisig sein, so wie das 2011 der Fall war, rolle ich das Feld von hinten auf. Denn dann haben alle vor mir Gestarteten die Strecke bereits ordentlich bearbeitet und ich könnte auf einer eisfreien Unterlage so richtig draufsteigen. Dann müssen sich einige da vorn warm anzieh’n.“

Sorgen bereitet Stohl nur, dass unmittelbar vor ihm einige Autos auf die Strecke gelassen werden, die bei allem Respekt und objektiver Betrachtung langsamer als der Erdgas-Bolide des WM-erfahrenen Toppiloten sind. Stohl: „Das ist ein großes Sicherheitsrisiko, weil die Gefahr, auf einen Vordermann aufzulaufen, enorm groß ist. Ich bin schon neugierig, was und ob sich der Veranstalter da etwas einfallen lässt.“

Handelsübliches Erdgas

Stohl verwendet handelsübliches Erdgas, das an jeder Zapfsäule in Österreich erhältlich ist.

Dass der erfahrene Rallyepilot mit dem günstigen Treibstoff Erdgas der Konkurrenz ebenbürtig ist, will er auch am ersten Rennwochenende in Freistadt wieder unter Beweis stellen.

Bei der Jänner-Rallye zählt Stohl zum Anwärter auf einen Spitzenplatz.

Erdgasautos sind sauber, günstig und sportlich

Michael Mock, Sprecher der Initiative „Nichts leichter als Erdgas“: „Wer wie Manfred Stohl mit Erdgas fährt, tut auch der Umwelt Gutes. Erdgasautos verursachen praktisch keinen Feinstaub und setzen um 29 Prozent weniger CO2 frei als Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb.“

Der Treibstoff Erdgas bewährt sich sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke. Mock: „Das zeigt: Erdgasautos sind sauber, günstig und sportlich.“

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