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Kubica stellt umfangreiches Programm vor

Robert Kubica wird neben der WRC2 auch vier EM-Rallyes bestreiten; sein Saisonhöhepunkt dürfte die Polen-Rallye im September werden.

Robert Kubica wird sich dieses Jahr voll und ganz aufs Rallyefahren konzentrieren. Am Donnerstag gab der ehemalige Formel-1-Pilot in Warschau sein Programm für die kommenden Monate bekannt. Kubica wird sieben Läufe in der WRC2 bestreiten. Zudem sind vier Rallyes in der Europameisterschaft geplant.

Los geht es bereits am kommenden Wochenende auf Gran Canaria. In der EM finden seine weiteren Einsätze auf den Azoren, auf Korsika und in Polen statt. Die Polen-Rallye vor heimischer Kulisse wird wohl der Höhepunkt seiner Saison sein. Kubica fährt in allen Rallyes ein Citroën DS3 RRC (Regional Rally Car).

Um den schweren Verletzungen, die die sich Kubica bei einem Rallye-Unfall Anfang 2011 zugezogen hat, entgegenzuwirken, wurde der Citroën auf seine Bedürfnisse umgebaut. Er besitzt eine spezielle Schaltung mit Wippen an der linken Seite des Lenkrads, die FIA hat dem Umbau zugestimmt. Als Co-Pilot wird sein polnischer Landsmann Maciek Baran fungieren. "Ich habe keine bestimmten Ziele, sondern möchte nur lernen, lernen, lernen", blickt Kubica voraus.

"Der Rallyesport ist die nächste große Herausforderung für mich. Es ist eine tolle Möglichkeit, meine Erfahrung auszubauen, die Rallyes kennenzulernen und gemeinsam mit meinem neuen Co-Piloten am Aufschrieb zu arbeiten. Die Polen-Rallye wird ein Comeback für mich sein, weil ich nicht mehr in Polen gefahren bin, seit ich mit zwölf Jahren Kart gefahren bin." Anschließend übersiedelte Kubica nach Italien, wo er auch heute noch wohnt. "Es wird richtig toll werden, vor meinen Fans anzutreten", freut er sich.

Kubica ist ein Quereinsteiger im Rallyesport, für den er schon immer eine große Leidenschaft hatte. Im vergangenen Herbst, bei den ersten kleineren Rallyes nach seiner Verletzung, zeigte Kubica, dass er auch in dieser Motorsportart Talent und Speed hat. Citroën-Teamchef Yves Matton ist von seinem neuen Schützling überzeugt. "Wenn ich mir seine Zeiten bei der Rallye du Var ansehe, glaube ich, dass er auf Gran Canaria gewinnen kann, obwohl ich das Level der anderen EM-Fahrer nicht kenne."

"Für ihn werden viele Dinge neu sein. Er hat großes Talent und ist topmotiviert. Es ist aber ein Lernjahr, und er sollte nicht versuchen, jede Rallye zu gewinnen", wird Matton von Autosport zitiert. Da die Rally Islas Canarias schon am kommenden Wochenende stattfindet, steigt Kubica bereits am Montag für Testfahrten in seinen DS3.

Lange Zeit war unklar, ob Kubica für Citroën oder Ford fahren wird. Im Vorjahr testete er für M-Sport einen Ford Fiesta WRC. Damals war auch Ex-Weltmeister Petter Solberg anwesend. Der Norweger ist von Kubicas Talent überzeugt. "Robert war im vergangenen Sommer bei einem Asphalttest dabei. Ich bin mit ihm im Fiesta mitgefahren und muss sagen, dass er sehr beeindruckend war. Bevor er bei uns testete, hatte er sich einen Fiesta ausgeborgt und ihn privat getestet. Er wusste also, was ihn erwartet."

"Sein Speed war für jemanden mit so wenig Erfahrung beeindruckend", berichtete Solberg bei Autosport. "Er wusste genau, wo er das Auto hinsetzen musste, wo der Grip war und wo er es laufen lassen konnte. Er wird den gleichen Rhythmus haben, wenn er auf den Kanaren startet. Er ist ein bodenständiger Kerl, der Erfolg haben wird – großen Erfolg. Er ist sehr clever und immer gut vorbereitet."

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