RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Lavanttal-Rallye

Das Geißlein und die sieben Wölfe

Raimund Baumschlager ist bei der Lavanttal-Rallye wieder der Gejagte. Seine Jäger heißen Grössing, Neubauer, Brugger und diesmal auch Danzinger…

Die Lavanttal-Rallye 2014 powered by car4you ist das unumstrittene Zugpferd für die Piloten. Mit 122 angemeldeten Teams aus zehn Nationen kann der dritte Staatsmeisterschaftslauf im Raum Wolfsberg am 11./12. April auf ein gewaltiges Starterfeld verweisen. Noch erfreulicher freilich ist die Tatsache, dass dabei nicht nur die Quantität, sondern vor allem auch die Qualität stimmt.

In der Königsdisziplin, der Division I, tummeln sich mit neun S2000- und einem R5-Boliden zehn Autos, die der stärksten Generation in der momentanen Rallye-Szene zuzurechnen sind. Staatsmeister Raimund Baumschlager sitzt in einem davon (Skoda Fabia) und weiß spätestens seit der Rebenland-Rallye vor drei Wochen, wo Gerwald Grössing bis kurz vor Schluss geführt hat, dass seine Verfolger immer näher rücken. „Aber das ist okay so“, begrüßt der elffache Champion diese Entwicklung, „der Meisterschaft und unserem Sport im allgemeinen kann nichts besseres passieren, als wenn es so viele Sieganwärter wie nur möglich gibt.“

„Die Zeit, als es nur darum ging, wer hinter dem Raimund Zweiter wird, ist vorbei“, gibt vor allem der Niederösterreicher Gerwald Grössing den talentierten Sprecher einer imaginären „IG Baumschlager wir kriegen dich“. Tatsächlich scheint der Vize-Staatsmeister mit seinem Ford Fiesta R5 ein wirksames Mittel gegen den Seriensieger gefunden zu haben. Zumindest solange er diesen nicht wie zuletzt wegwirft. Grössing: „Wichtig ist, nachher zu wissen, warum man abgeflogen ist. Und ich weiß den Fehler. Wir sind im Kopf stärker als wir es je waren und werden daher im Lavanttal um keine einzige Zehntelsekunde langsamer unterwegs sein als zuletzt im Rebenland. Und ich denke, dass mit Hermann Neubauer ein weiterer sehr starker Mann vorne mitmischen wird.“ Neben Grössing und dem schnellen Salzburger im Ford Fiesta S2000 haben in Kärnten aber noch zumindest fünf andere „Wölfe“ Appetit auf „Geißlein“ Baumschlager.

Mario Saibel geht mit neuem Setup an seinem Skoda Fabia S2000 ins Rennen. Dem 18-jährigen Chris Brugger (Baumschlager: „Das momentan größte Rallye-Talent in Österreich“) ist jede Überraschung zuzutrauen, wenn er seinen Skoda S2000 auf der Straße halten kann. Hannes Danzinger sitzt erstmals in einem Peugeot S2000. Wer den einstigen 2WD-Meister aus Böheimkirchen aber kennt, weiß, dass er seine Arbeitsgeräte, welches immer das auch ist, stets grenzenlos auszureizen versteht.

„Der Peugeot ist sicher ein Siegerfahrzeug. Schau’n wir mal, wie schnell ich mich an ihn gewöhnen kann.“ Ein schnelles Duo kommt aus Deutschland. Manuel Kössler überraschte zuletzt im Rebenland mit seinem Subaru Impreza R4. Der ehemalige österreichische Suzuki-Cup-Gesamtsieger ließ dort einige S2000-Autos hinter sich, wurde Gesamt-Zweiter und hat Blut geleckt. „In Wolfsberg wollen wir dort anschließen, wo wir in Leutschach aufgehört haben, auch wenn es wahrscheinlich ungleich schwieriger werden wird.“ Eine ähnlich gute Performance wie Kössler ist auch dessen Landsmann Sandro Wallenwein zuzutrauen. Der dreifache deutsche Rallye-Vizestaatsmeister sitzt ebenfalls in einem Subaru R4.

Das angriffslustige Rudel wird noch ergänzt durch die mit zumindest Top-ten-Chancen behafteten Tschechen Robert Adolf und Jiri Tosovsky, den Russen Dmitry Biryukov oder den Niederösterreicher Walter Mayer. Sie alle pilotieren in Kärnten ebenfalls S2000-Boliden – und bestätigen damit in weiterer Folge das, was Sprachrohr Gerwald Grössing zu Recht behauptet: „Was wir derzeit in Österreich bieten, ist allerfeinste Ware!“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Lavanttal-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, Rallye Weiz: Bericht Friedl

„Reifen-Roulette"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 waren in Weiz mit dem FORD Fiesta Proto trotz sich ständig verändernder Bedingungen mit Motivation erfolgreich unterwegs.

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Neulinger

Fünfter Sieg in Folge – Titelverteidigung fixiert!

Marcel Neulinger / Jakob Ruhsam triumphierten auch bei der Rallye Weiz und sicherten sich mit dem fünften Saisonsieg in Folge vorzeitig den Titel in der TEC7 ORM3 und der RP-TOOLS Junioren Rallye Staatsmeisterschaft 2026!

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...

WRC, Finnland: Vorschau K4

Grüne Energie geht an den Start

Ein Spezialist für nachhaltige Energielösungen begleitet bei der Finnland Rallye das österreichische K4 Rally Team rund um Johannes Keferböck und Ilka Minor, das den WRC Masters Cup der Rallye-Weltmeisterschaft anführt.