RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

„Ich werde älter, vielleicht ist das der Grund“

Marcus Grönholm will sich in Zukunft auf seine Rolle als Beobachter und Berater konzentrieren, ein Comeback schließt er aus.

Seit einigen Monaten ist es ruhig um Marcus Grönholm geworden. Seine letzte WRC-Rallye bestritt der zweifache Weltmeister zu Saisonbeginn 2010 (Schweden), anschließend fuhr er Rallyecross. Im Jahr 2012 hatte der Finne bei den X-Games einen schweren Unfall. Die Erholungsphase dauerte lange. Hinter das Steuer eines Rennautos hat er sich seither nicht gesetzt. "Ich bin mit zu vielen Dingen beschäftigt. Motorsport, mein Geschäft zu Hause, und viele andere Dinge. Ich finde, die Zeit vergeht zu schnell. Ich werde älter, vielleicht ist das der Grund. Für mich müsste der Tag mehr Stunden haben", schmunzelt der 45-Jährige.

Auch weitere Starts in der immer populärer werdenden Rallyecross-Szene sind nicht geplant. "Ich habe derzeit nicht vor, weiter Rallyecross zu fahren. Es ist völlig anders als Rallye - nicht völlig, denn es ist der gleiche Fahrstil. Aber es findet auf einer Rennstrecke zusammen mit anderen Fahrern statt. Ich wollte das machen, weil es kompakter und schneller ist. Ich musste nicht mehr viele Tage unterwegs sein, um die Recce und das alles zu machen."

Deshalb hatte Gröhnholm beim Rallyecross auch Spaß: "Es ist schnell, gute Autos mit einer Menge Leistung. Vor der Rallye bin ich Motorcross gefahren, daher war es für mich selbstverständlich, mich mit anderen zu messen. Ich bin vor zwei Jahren in den USA gefahren, aber ich hatte einen 'kleinen' Unfall. Ich habe mir den Kopf angeschlagen. Ich weiß nicht was passiert ist, denn ich kann mich nicht daran erinnern. Ich hatte eine leichte Gehirnerschütterung. Aber jetzt ist ist alles gut - fast alles."

Da er auch keine weiteren Gaststarts in der WRC plant, ist ein Rückblick auf die erfolgreiche Karriere mit 30 Siegen und zwei WM-Titeln gestattet: "Ich erinnere mich gerne daran zurück, wie Jean-Pierre Nicolas mich Ende 1998 zu Peugeot geholt hat. Ich hatte dort eine wirklich schöne Zeit. Am Ende hatte wir zwar einige Schwierigkeiten die gewünschten Resultate zu erzielen, kämpften aber immer noch um Siege", erinnert sich Grönholm an das Anfang des Jahrtausends und das Duell mit Sebastien Loeb. "Dann ging ich zu Ford, mit denen ich auch zwei gute Jahre erlebte."

"Ich war dann der Meinung, dass es genug sei und habe aufgehört. Zum damaligen Zeitpunkt war das die richtige Entscheidung, aber nach ein, zwei Jahren wollte ich wieder zurückkommen. Jetzt habe ich aber keinerlei Ambitionen mehr. Ich bin zwischenzeitlich etwas Rallyecross gefahren, was auch schön war." Dennoch ist Grönholm weiter in den Sport involviert. So stattete der Finne der Jännerrallye in Österreich einen Besuch ab und fungierte als Experte im Fernsehen.

Wie kam es zu dieser Rolle in der Europameisterschaft? "Es liegt vor allem an Jean-Pierre Nicolas, meinem früheren Boss bei Peugeot Sport. Er arbeitet nun für Eurosport und die Meisterschaft. Er hat mich gefragt, ob ich nicht einmal zu einer Rallye kommen möchte, und dann haben ich mich entschlossen, gleich die erste zu besuchen. Ich führe Gespräche und bringe ein paar Ideen ein." Und wird er auch weitere ERC-Läufe besuchen? "Ich muss schauen, was mein Terminkalender sagt. Der ist ziemlich verrückt. Wir müssen noch besprechen, was ich noch tun kann."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Mit sechs Teams am Start und ebenso vielen im Ziel verlief der Grosseinsatz des BRR-Teams bei der Jännerrallye im Mühlviertel mit Platz 2 und Platz 3 in der Gesamtwertung und dem Sieg in der 2WD-Klasse äußerst erfolgreich!

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.