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ERC: Akropolis-Rallye

Breen: „Brauche wieder mehr Glück“

Ohne ein Topresultat bei der Akropolis-Rallye sind die EM-Titel-Chancen für Craig Breen wohl dahin. Im Interview blickt der Peugeot-Pilot auf die Herausforderung.

Craig Breen muss bei der Akropolis Rallye am kommenden Wochenende unbedingt gewinnen, um seine Titelchance noch zu wahren. Nach seinen drei Siegen im Frühling sah der Nordire wie der kommende Europameister aus, doch im Sommer drehte sich das Blatt. In Ypern schied der Peugeot-Pilot wegen eines überhitzten Motors aus, in Estland gab es Schwierigkeiten mit dem Ölkreislauf. Außerdem war kein Start auf Zypern geplant. Dadurch geriet Breen in Rückstand und liegt zwei Rallyes vor Saisonende 62 Punkte hinter Kajetan Kajetanowicz

Frage: "Craig, was denkst du über die diesjährige Route der Rallye Akropolis? Mehr als 200 Prüfungskilometer plus das Freie Training und das Qualifying werden an zwei Tagen absolviert."
Craig Breen: "Es ist sicherlich ein besonderer Zeitplan, aber ich bin gespannt auf die Herausforderung. Für uns funktioniert ein später Rallye-Start eigentlich sehr gut, weil ich in der Woche davor die Tour de Corse (Platz vier, WRC2; Anm. d. Red.) gefahren bin. Es wird sicherlich eine schwierige Veranstaltung, viel wird in kurzer Zeit passieren. Es sollte Spaß machen."

Frage: "Aber wie schwierig wird diesmal der Start, denn es geht mit 43 Kilometern von Kineta nach Loutraki los. Welche Strategie wirst du für die erste WP wählen?"
Breen: "Es wird schwierig! Man hat keine Zeit, um in den Rhythmus zu kommen. Wenn man das nicht schnell genug schafft, kannst du sehr viel Zeit verlieren. Aber mir gefällt es, es ist anders und eine neue Herausforderung für alle."

Frage: "Wie passen der schroffe Schotter und die Hitze bei der Akropolis zu deinem Fahrstil? Es könnte nicht unterschiedlicher zu den Rallyes in Irland sein!"
Breen: "Natürlich wird in Irland hauptsächlich auf engen, holprigen Asphaltstraßen gefahren. Meistens ist es noch kalt und es kann regnen. Die Rallye in Griechenland gefällt mir, denn die Straßen sind schneller als man glaubt. Der Streckenbelag ist meistens auch sehr gut. Ich bin mir nicht sicher, wie das Wetter im Oktober sein wird, aber vermutlich etwas wärmer als in Irland."

Frage: "Im vergangenen Jahr hast du in Griechenland beim Debüt des Peugeot 208 T18 in der Europameisterschaft gewonnen. Wie zuversichtlich bist du, dass du diesen Sieg jetzt wiederholen kannst?"
Breen: "Im Vorjahr war es unglaublich, dort mit einem brandneuen Auto zu gewinnen. Ein Traum ging in Erfüllung, vor allem weil auf gemischtem Straßenbelag gefahren wird. Das hat bewiesen, dass es ein Siegerauto ist. Vergangenes Jahr bin ich sehr zuversichtlich nach Griechenland gereist, weil ich wusste, dass wir den Speed hatten. Hoffentlich sind jetzt einige Prüfungen ähnlich. Realistisch gesehen muss ich gewinnen, um meine Titelhoffnungen zu wahren."

Frage: "Du bist in ein großes Duell mit Kajetan Kajetanowicz um den EM-Titel verwickelt. Was kannst du tun, um das Momentum der ersten Saisonhälfte wieder auf deine Seite zu ziehen?"
Breen: "Ich brauche wieder mehr Glück! Okay, mein Speed war manchmal auch nicht gut, aber generell waren wir bei der Pace dabei. Wäre ich in Ypern und Estland nicht ausgeschieden, würde die EM-Wertung anders aussehen. Wir müssen alles geben, um Kajto zu schlagen!"

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