RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Akropolis-Rallye

Weltuntergangs-Stimmung auf SP1

Schwere Unwetter bei der Akropolis-Rallye: Auf einer verkürzten ersten Sonderprüfung war Kajetanowicz deutlich der schnellste Pilot, Breen fehlen schon 12,2 Sekunden.

Fabian Bonora

„Verrückt, verrückt, verrückt!“, brüllte Fabia S2000-Pilot Antonin Tlustak nach SP1. Die für Sonntag prognostizierten Regenfälle trafen schon früher ein als gedacht. Aufgrund der starken Unwetter wurde die erste Sonderprüfung gleich einmal verkürzt, von 43,41 auf immer noch stattliche 24,33 Kilometer. Dem Zeitplan blieb man dabei treu.

Kajetan Kajetanowicz holte sich dabei auf SP1 eine frühe, deutliche Führung bei der Akropolis-Rallye. Peugeot-Pilot Craig Breen hat bereits 12,2 Sekunden Rückstand.

Alle Piloten fanden ein ähnliches Urteil nach der ersten Sonderprüfung: 'Verrückt', 'überleben' oder sogar 'dumm' waren die am häufigsten verwendeten Wörter. Die Bedingungen waren also extrem schwierig, sogar das Voraus-Auto berichtete von äußerst rutschigen Verhältnissen. Eröffnungs-Fahrer aus der ERC2 David Botka bestätigte: „Strecke ist sehr rutschig, habe eine Böschung vorne rechts erwischt.“ Dabei nützte der Ungar sogar den ersten Startplatz und ist im Moment mit 17,4 Sekunden Rückstand dritter.

Dreifacher, griechischer Staatsmeister Lambros Kirkos verabschiedete sich schon auf der ersten Sonderprüfung und wurde sogar fast dem nachfolgenden Butvilas getroffen: „Der Schlamm ist ganz tief und wir haben fast ein anderes Auto erwischt, es ist unmöglich! Verrückt rutschig.“ Zuschauer halfen dem Lokalmatador wieder zurück auf die Strecke, er verlor dabei gut zwanzig Minuten.

Raul Jeets kommentierte SP1 gleich: „Es ist wie im Zoo, es geht ums Überleben. An einigen Stellen hast du null Grip.“ Peugeot-Pilot Charles Martin stimmte im Ziel zu: „Mit diesem Regen ist es komplett dumm, diese Prüfung. Auf vielleicht fünf Kilometern geht es, es ist schlimm!“

Kajetanowicz-Verfolger Craig Breen hatte ebenfalls eine Schrecksekunde: „Der Horror, ich dachte Consani hätte die Straße blockiert, ich dachte wirklich die Prüfung wäre gestoppt. So, so schwierig, eine der schwierigsten Sonderprüfung, die ich je gefahren bin.“ Dem Iren fehlen aber schon 12,2 Sekunden auf den führenden Kajetanowicz.

„Katjo“ kam mit einem Schlamm-bedeckten Auto ins Ziel: „Es geht definitiv ums Überleben, an einigen Stellen geht es, aber gegen Ende ist es unglaublich. Manchmal fährst du drei km/h und kannst dich nicht bewegen.“ Mit 19:25,3 Minuten war der Pole wieder schnellster Mann.

EM-Dritter Alexey Lukyanuk musste sich sogar den Weg freirammen: „Unglaublich wie verschieden es war. Es war Rally, dann wieder Rallycross und dann sogar Renn-fahren als wir ein Auto überholt haben. Ich hab ihn in einer langsamen Kurve etwas angeschoben.“ Der Weißrusse verpasste aber auf der Zwischenetappe eine Abzweigung und verspätete sich um eine Minute in die Zeitenkontrolle. Der Ford-Pilot ist im Moment vierter mit 19,7 Sekunden Rückstand.

Consani und Magalhaes sind bereits ausgeschieden. Consani warnte dabei nachfolgende Fahrzeuge vor der ultra-rutschigen Stelle und rettete so wahrscheinlich einigen Piloten den Verbleib in der Rallye.

Während die Fahrer sich nun im Service befinden, startet der zweite Teil des ersten Tages um 18:36 mitteleuropäischer Zeit. Es ist die gleiche Sonderprüfung, nur in der Nacht.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Akropolis-Rallye

Weitere Artikel:

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ORM/ARC, ET König Rallye: Zeremonienstart

Heute Abend geht es in Judenburg los!

Mit dem Zeremonienstart wird die ET König Rallye powered by Peter Hopf Erdbau offiziell eröffnet / Morgen und am Samstag regieren die Gasfüße / Das Wetter wird besser und wärmer, aber noch nicht ganz stabil

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben