RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rally Show Santa Domenica

Achter Platz für Baier/Foissner

Eine abhanden gekommene Orientierungshilfe auf SP 2 kostete wertvolle Sekunden, dennoch war Joe Baier nach der Rallye sehr zufrieden.

Bildquelle: Team

Bei frostigen minus fünf Grad startete Joe Baier mit seinem Co-Piloten Daniel Foissner am Sonntag Morgen zur 6. Rally Santa Domenica in Kroatien. Auf der ersten Sonderprüfung, die durch den Frost teilweise spiegelglatt war, erreichten die beiden die achte Gesamtzeit, nur drei Sekunden hinter dem kroatischen Champion Juraj Sebalj – ein toller Start in die Rallye war gelungen.

Doch auf der zweiten Sonderprüfung gab es für Baier, der wieder in einem Mitsubishi Evo 8 der Driftcompany, unterwegs war, eine Schrecksekunde: "Einer der Teilnehmer, der vor uns gestartet ist, hat genau jenes Absperrgitter und die Absperrbänder umgeführt, die ich in den Pacenotes als Orientierungshilfe notiert hatte! Also sind wir mit 180 km/h an einem Abzweig vorbeigerast. Als ich das bemerkt hatte, musste ich auf dem engen Weg wenden und wieder retour auf die richtige Strecke fahren. 40 Sekunden waren verloren. Bei einer Sprintrallye eine wahre Katastrophe", erzählte Joe Baier nach der Rallye.

Auf der dritten Sonderprüfung galt es nichts zu erzwingen, zu groß war auf Platz 17 bereits der Rückstand. Also entschieden sich die Beiden, konzentriert zu bleiben. Dies hat sich in einer neunten Gesamtzeit zu Buche geschlagen, und man konnte wieder einige Plätze nach vorne kommen.

Vor dem Start zur Sonderprüfung 4 wurde die volle Attacke ausgerufen. "Ich wollte unbedingt in die Top Ten, also haben wir im Team entschieden, voll zu attackieren. Eine sechste Sonderprüfungszeit war die Folge der ziemlich zügigen Fahrt, und plötzlich waren wir schon wieder auf Rang 8" , so Baier.

Mit einem Rückstand von 8,8 Sekunden auf den auf Position 7 liegenden Fahrer starteten Baier/Foissner in die fünfte und letzte Sonderprüfung. Ziel war jetzt Platz 7 – der Mitsubishi Evo 8 funktionierte grandios, Baier brannte eine siebente Zeit in den Schotter. Leider fehlten am Schluss 0,2 Sekunden auf den siebenten Platz.

"Ich bin mit dem achten Gesamtplatz sehr zufrieden. Wenn man bedenkt, dass ich einmal im Jahr eine Rallye fahre, ist das okay. Dass ich den sensationellen sechsten Platz vom Vorjahr nicht erreichen werde, war eigentlich klar, da das Starterfeld noch stärker war als 2014. Und ohne dem Hoppala auf der zweiten SP wäre vielleicht auch der wieder in Reichweite gewesen ...", resümiert Baier überglücklich im Ziel.

Der Rallyesieg ging so wie in den letzten beiden Jahren an den Österreicher Beppo Harrach in einem Ford Fiesta R5 vor dem ungarischen ERC2-Europameister David Botka in einem Citroën DS3 R5. Platz drei ging an den ehemaligen kroatischen Meister Darko Peljhan in einem Mitsubishi Evo X.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rally Show Santa Domenica

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht HRM

Europameister mit klarem Sieg

Spannender Freitag mit je zwei Bestzeiten für Gaubinger, Wagner und Königseder. Am Samstag jedoch konnte Wagner klar dominieren. Königseder gibt Titelverteidigung vorzeitig auf. Der Italiener Laurencich gewinnt ORC

Lavanttal Rallye ist bereit

Lavanttal Rallye in den Startlöchern

Österreichs älteste und nach wie vor aktive Rallye findet vom 9. bis 11. April 2026 im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg statt.

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 2 (SP10)

Solberg rettet knappe Führung

Oliver Solberg führt die Safari-Rallye nach dem Freitag an, doch Sebastien Ogier kämpft sich bis auf eine Sekunde herarn - Toyota weiter in eigener Liga

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2)

Fünffachspitze für Toyota

Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP 11

Titelverteidiger im Angriffsmodus

Simon Wagner holte frühmorgens auf, doch der Spitzenreiter der Rebenland Rallye, Michael Lengauer, schlug wieder zurück / Entscheidung um den Sieg fällt bei den Königsprüfungen am Nachmittag / Sekundenkrimi auch um Platz drei