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Austrian Rallye Legends 2016

Die Vorfreude steigt….

Die Austrian Rallye Legends sind bereit für eine neue, die bereits dritte Auflage. Zu den Highlights gehören das Comeback von Herbert Grünsteidl, der Abschied von Kurt Adam, die Auftritte der deutschen Champions und natürlich mehr als 100 wunderschöne historische Rallyeboliden, die das Herz jedes Rallyefans höher schlagen lassen…

Fotos: Hans-Jörg Matzer, Austrian Rallye Legends

Nur noch zehn Tage bis zum Start der dritten Auflage der Austrian Rallye Legends, die vom 15. bis 17. September in und um Admont sowie Spital am Pyhrn steigen wird. Die Veranstalter - Kurt Gutternigg, dessen Familie und Freunde sowie der MSC Rosenau - haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um den historischen Event, der binnen kurzer Zeit Kultstatus erlangte, weiter zu entwickeln.

Die Veranstaltung wird seit Beginn ganz offiziell mit einer „Racecard“ der Obersten Nationalen Sportkommission für den Motorsport (OSK) abgehalten, die ab 1. Jänner 2017 in AMF (Austrian Motorsport Federation) umbenannt wird. Dass sowohl Fans als auch Aktive einige Zeit benötigen werden, um den neuen Namen im Alltag zu verwenden – damit rechnen die Entscheidungsträger der vom ÖAMTC geführten Motorsportbehörde.

Abschied von Kurt Adam

Ein völlig neues Kapitel eröffnet auch Kurt Adam im Rahmen der Austrian Rallye Legends. Im Vorjahr feierte er bei der Škoda Rallye Liezen vor hunderten Fans seinen Pokalsieg im Rallye Pokal der OSK der Gruppe P3 – damals war er 79 Jahre alt, womit er weltweit als ältester Pokalsieger des Rallyesports einen Eintrag ins Buch der Rekorde verdient hat.

Bei der Waldviertel-Rallye 2015 verkündete Adam stilgerecht in Frack und Zylinder, dass er künftig keine gesamte Meisterschaft mehr bestreiten wird. Bei der Austrian Rallye Legends steigt das nunmehr 80-jährige Rallye-Urgestein laut eigenen Angaben zum allerletzten Mal in einen Rallyeboliden, einen Opel Kadett GSi 16V – der sympathische Wolfurter blickt zurück auf unglaubliche 50 Jahre Rallyesport, lange Zeit wurde er von seiner im Februar 2014 verstorbenen Gattin Hanide über die Pisten geleitet, bei seinem letzten Auftritt sitzt Gerlinde Krenn an seiner Seite, mit der er im Vorjahr einen weiteren Pokalsieg erringen konnte. Kurt Adam und Gerlinde Krenn werden mit der Startnummer 4 so früh wie selten zuvor in die Prüfungen starten…

Comeback von Herbert Grünsteidl

Eine lebende Legende ist auch Herbert Grünsteidl, der in über 1.000 Arbeitsstunden eigenhändig jenes Auto nachgebaut hat, mit dem er im Jahr 1971 seine erste Rallye absolvierte. Der BMW 1600 ti wurde bildschön und tritt im Originaldesign an. Grünsteidl hat mit der Replica Großes vor und überlegt sogar auch Einsätze in der Historischen Rallye-Europameisterschaft. Neben dem Rallycross-Europameister 1977 wird mit Georg Hopf jener Copilot aus dem „Gebetsbuch“ lesen, der nach seiner aktiven Rallye-Karriere nach Amerika ausgewandert ist und extra für die ARL nach Österreich jettet.

Deutsche Champions

Auch aus Deutschland reisen einige Champions zur Austrian Rallye Legends an. Heinz Walter Schewe, Deutscher Rallyemeister 1976, wird seinen Meisterwagen aus diesem Jahr, einen Ford Escort MkI aus dem Jahr 1972 zünden, an seiner Seite sitzt mit Willi-Peter Pitz der Deutsche Rallyemeister des Jahrgangs 1973. Mit Wolfgang H. Inhester ist auch der Deutsche Rallyemeister 1980 mit von der Partie.

Karl Heinz Hintersteiner aus Mank in Niederösterreich zündet jenen VW Käfer 1302 S, mit dem er schon 1979 und 1980 an der Vorgängerveranstaltung der ARL, der ARBÖ-Rallye teilgenommen hat, die 40 Jahre lang Bestandteil der heimischen Rallye-Staatsmeisterschaft war. Die Vorliebe zu den Prüfungen im Gesäuse und der Pyhrn-Region verbindet fast alle Teilnehmer der Austrian Rallye Legends. Die Veranstalter erfreuen Fans und Aktive heuer zudem mit der brandneuen Sonderprüfung St. Gallen.

Österreichische Gemütlichkeit

Dazu kommt eine „kulinarische Rallye“, an der sich die Gastronomen von Admont mit großer Freude beteiligen, auch das altbekannte ARL-Radio wird wieder Stimmen und Stimmungen einfangen, auf der Fanmeile können die Fans wieder die Boliden aus nächster Nähe betrachten und mit den Aktiven angeregte Benzingespräche führen.

Denn die „österreichische Gemütlichkeit“, die wunderschöne Landschaft und die wohlschmeckende Kulinarik sind die Stützpfeiler dieses Happenings, das sich ausschließlich der Freude am Rallyesport verschrieben hat.

Der Zeitplan

Schon am Donnerstag, den 15. September werden die Austrian Rallye Legends ab 16.15 Uhr mit dem Shakedown in der Haller Zirnitzarena eröffnet. Die Technische Abnahme in Admont rund um den Rathausplatz wird ab 18.45 Uhr öffentlich mit Moderation mit einem anschließenden Zeremonien-Start abgehalten, die Fans können so die Geschichte der wunderschönen Autos nacherleben.

Am Freitag erfolgt um 13.50 Uhr auf dem Stiftsvorplatz in Spital am Pyhrn der Restart – je zweimal werden die Sonderprüfungen in Oberweng und der Rundkurs Gleinkerau in Angriff genommen. Am Samstag wird in Admont die Rallye fortgesetzt, das Feld wird um 8.30 Uhr über die Startrampe gesandt. Hernach werden die Prüfungen Kaiserau, Rundkurs Hall und die neue St. Gallen-SP je zweimal, die SP Weng im Gesäuse sogar dreimal in Angriff genommen, insgesamt warten an diesem Tag satte neun Sonderprüfungen auf Fans und Aktive. Um 18 Uhr schließlich erfolgt in Admont der Zieleinlauf zur dritten Ausgabe der Austrian Rallye Legends.

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