RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Weiz-Rallye

Rabl/Breineßl: Höllenritt in Weiz

Willi Rabl/Uschi Breineßl durchlebten in Weiz eine Rallye mit allen Höhen und Tiefen, konnten ihren Vorsprung aber ins Ziel retten.

Fotos: Daniel Fessl

Die Weiz-Rallye ist bekannt für ihre tückischen und anspruchsvollen Sonderprüfungen. Das wussten auch Willi Rabl und seine Co-Pilotin Uschi Breineßl. Darum trat man topmotiviert an, was auch für den Wagen galt: Der Porsche 911 (Gruppe 4) bekam ein "großes Service" spendiert, schließlich ging es auch in Weiz um die Führung in der historischen Rallyestaatsmeisterschaft.

"Es hat super angefangen. Auf den ersten beiden Prüfungen waren wir sehr gut unterwegs. Dann kamen wir in den nächtlichen Wolkenbruch – mit Slickreifen. Das war dann nicht mehr so lustig. Da wären Schwimmflügerl besser gewesen", schildert der Mauterner den aufregenden ersten Rallyetag. Was dem Porsche-Team ein wenig den Wind aus den Segeln nahm war, dass ihr größter Konkurrent um die Krone der historischen Wertung, Johannes Huber, schon nach dem ersten Tag weit abgeschlagen war: "Wir hatten schon eine Minute Vorsprung. Ein Kampf auf Augenhöhe wäre mir natürlich lieber gewesen, aber so ist das halt", zeigte sich Rabl kämpferisch.

Doch der zweite Rallyetag wurde zur echten Herausforderung: "Wir haben einen großen Stein beim Cutten erwischt. Zwei Felgen waren kaputt, und die Reifen platt." Nach der SP hielt man an einer Tankstelle an, um den Schaden zu begutachten, und da man bekanntlich nur Briefe aufgibt, wurde ein Reifen durch das Reserverad ersetzt und der zweite mit Superkleber notdürftig repariert. So konnte Rabl den weidwunden Porsche ins Service retten.

Doch schon bei der nächsten Sonderprüfung musste er feststellen, dass dies nicht der einzige Schaden war: "Ich hatte plötzlich fünf Zentimeter Lenkradspiel – ein Folgeschaden durch den Stein. Es war katastrophal. Beim Einlenken und Anbremsen machte der Wagen, was er will", erklärt Rabl den "wilden Ritt." Trotzdem schaffte man es wieder ins Service, wo festgestellt wurde, dass ein Lager der Lenkung nicht mehr dort anzufinden war, wo es eigentlich seinen Dienst verrichten sollte.

Die Mechanikercrew des Hofbauer-Teams brachte es wieder in seine Position zurück, und weiter ging die Fahrt. Doch schon bald machte sich der Schaden wieder bemerkbar, und Rabl/Breineßl mussten die letzten drei Prüfungen mit der angeschlagenen Lenkung absolvieren. Schlussendlich erreichte man das Ziel auf dem ersten Platz der historischen Staatsmeisterschaft und konnte sogar noch mit Bestzeiten glänzen. "Ich war heilfroh im Ziel zu sein. Die Fahrt mit der kaputten Lenkung war ein Wahnsinn, aber schnell waren wir trotzdem", resümierte Rabl im Ziel der Weiz-Rallye. Die Mühen waren es wert, da man wieder die Führung in der Meisterschaft übernehmen konnte. Der nächste Start ist bei der Liezen-Rallye Ende September geplant.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Weiz-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Bericht Wanko

Glücksfall trotz Ausfalls

Auch wenn es mit einem Ergebnis in Wertung knapp nicht geklappt hat, war der Umstieg von Mario Wanko auf eine stärkere Motorisierung als bisher gewohnt ein Erfolgserlebnis

Roman Mühlberger im Exklusiv-Interview

Herbstrallye 2027 ORM? „Könnte möglich sein…“

Herbstrallye-Veranstalter Roman Mühlberger spricht über den großen Nennerfolg seiner Rallye und lässt aufhorchen: Ein Lauf zur TEC7 ORM 2027 wird nicht (mehr) ausgeschlossen…

AARC, Herbstrallye: Bericht

Alpe Adria: Die Entscheidungen sind gefallen

Die Entscheidungen um den Titel sind gefallen – Alpe Adria Rally Cup & Alpe Adria Rally Trophy bei einer stark besetzten und bestens organisierten Herbst Rallye!

ARC, Herbstrallye: Vorschau Mayer

"Da muss man einfach dabei sein"

Mit der 29. Auflage der Herbst-Rallye geht am Samstag im Waldviertel die Saison in Österreich zu Ende. Mit dabei auch Daniel Mayer, der sich erst im letzten Moment entschloss, bei diesem Austrian Rallye Challenge Lauf an den Start zu gehen.

ARC, Herbstrallye: Vor dem Start

Die Herbstrallye 2026 startet durch!

Die Vorfreude ist überall zu spüren - im Raum Waidhofen an der Thaya und Dobersberg steigt an diesem Wochenende (23. & 24. Oktober) der große Rallye-Saisonabschluss mit dem Grande Finale der Austrian Rallye Challenge.