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ORM: Waldviertel-Rallye

Böhm im Feld der absoluten Topstars

Michael Böhm wird bei der Waldviertel-Rallye 2016 mit einem Mitsubishi Evo IX und neuer Co-Pilotin in der stärksten Klasse antreten.

Fotos: Daniel Fessl; Robert May

Die persönliche Herzensangelegenheit Waldviertel-Rallye wird für Michael Böhm zum ganz besonderen Erlebnis. Nach seinem S2000-Abenteuer im letzten Jahr wird der dreifache 2WD-Staatsmeister auch heuer beim Saisonabschluss (18./19. November) in einem Allrad getriebenen Fahrzeug sitzen und sich somit mit den besten Piloten des Starterfeldes messen können.

"Nachdem der Opel-Cup entschieden ist, habe ich mit dem Einverständnis meines Teamchefs Willi Stengg die Möglichkeit wahrgenommen, die letzte Rallye des Jahres nicht im Opel Adam, sondern mit einem Mitsubishi Evo IX zu bestreiten", erklärt Michael Böhm, der auf den zweiten 4WD-Einsatz seiner Karriere brennt. "Die Faszination Waldviertel-Rallye ist eine ganz besondere. Schon als sie noch Semperit-Rallye geheißen hat, war es mir ein Bedürfnis, da dabei zu sein."

Umso mehr freue es ihn, dass er dank der speziellen Unterstützung zweier Sponsoren auch diesmal wieder in einer Klasse mit den absoluten Topstars mitfahren könne. Der Bolide stammt vom steirischen Rallyepiloten Gunthard Puchleitner. Nicht nur das Auto ist für Böhm neu, sondern auch die Co-Pilotin: Statt der Deutschen Jasmin Noll sitzt diesmal die Niederösterreicherin Tatjana Praschl am Beifahrersitz. Böhm: "Eigentlich sollte ich mit Tatjana schon beim ARC-Lauf in Dobersberg im Vorausauto fahren. Das ist aber dann leider nicht zustande gekommen. Deshalb haben wir gesagt, wir holen das diesmal rennmäßig nach."

Praschl war heuer großteils mit Willi Rabl in der historischen Staatsmeisterschaft im Einsatz. Die Erwartungshaltung für St. Pölten/Grafenegg schraubt Michael Böhm aus mehreren Gründen vorsichtig zurück. "Wir steigen praktisch in den Mitsubishi ein und fahren die Rallye damit. Zum Testen blieb leider keine Zeit. Zum anderen ist das Starterfeld wirklich unglaublich stark. Allein zwölf R5-Autos sprechen schon Bände. Da muss man mit einem Top-Ten-Platz wohl schon sehr zufrieden sein. Und last but not least bin ich nach meinem Ausfall bei der Liezen-Rallye noch immer nicht ganz fit."

In der Steiermark musste der Niederösterreicher wegen zu starker Rückenschmerzen auf- und damit die Chancen auf den Gesamtsieg im Markenpokal verloren geben. "Es ist noch immer nicht ganz klar, was das genau ist. Einerseits heißt es eine entzündliche Nervengeschichte, andererseits, dass vielleicht doch die Bandscheibe auch was abbekommen hat. Tatsache ist, dass es bei bestimmten Beanspruchungen noch immer weh tut." Deshalb macht Böhm derzeit in einem physiotherapeutischen Institut in seinem Heimatort Ebreichsdorf Überstunden. Ans Nicht-Fahren im Waldviertel hat er nie gedacht. "Was soll's, es schmerzt auch, wenn ich nix mach – und wenn ich nicht dabei wäre, kämen zu der Qual die Entzugserscheinungen noch dazu."

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