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ORM: Wechselland-Rallye

Die WRCs dominieren im Wechselland

Der erste Tag der Wechselland-Rallye stand ganz im Zeichen von Hermann Neubauer. Der Salzburger führt vor Gerwald Grössing – Baumschlager verliert Zeit.

Fabian Bonora
Foto: Jochen Feßl

Hermann Neubauer war am ersten Tag der Wechselland fast unschlagbar unterwegs. Mit drei von vier SP-Bestzeiten geht Neubauer mit 13,8 Sekunden Vorsprung auf Gerwald Grössing in die recht kurze Nacht.

Der Salzburger startete euphorisch in die Wechselland-Rallye, die Bergprüfungen, besonders die Bergauf-Passagen, kamen den WRCs, im Vergleich zu den schwächeren R5-Boliden, doch zu Gute. Der einzige Schönheitsfleck für Hermann Neubauer war die erste Fahrt auf dem Rohrbach-Rundkurs (SP2). Grössing schnappte sich dort die Bestzeit.

Neubauer hatte sich nämlich bei den Reifen vergriffen und wurde hinter Baumschlager Dritter: „Ich wollte da etwas probieren, ich hab eine Mischung von harten und weichen Reifen montiert“, bestätigte Neubauer im Ziel, „Bergauf, sowie bergab konnte ich aber Zeit gut machen. Die erste Bestzeit war doch recht eindrucksvoll“. Neubauer lobt vor allem auch die Leistung von Gerwald Grössing und freut sich auf den morgigen Kampf.

Die WRC-Piloten sparten nicht mit gegenseitigen Hymnen. „Hermann lauft schon zu Höchstformen auf, es ist beeindruckend was für ein Tempo angeschlagen wird. Die Zeiten im Vergleich zu den Vorjahren purzeln richtig. Toll, dass wir die Möglichkeit haben diese Technik in Österreich einzusetzen. Man sieht WRC war der richtige Schritt.“, freute sich Gerwald Grössing im Ziel nach SP4. Der Fiesta-WRC-Pilot winkt bei der Frage, ob er morgen volle Attacke fahren wird, ab: „Das wäre Blödsinn. Jede Sonderprüfung ist noch ein Lernzprozess. Man muss mit diesen Autos arbeiten, das ist sehr reizvoll, aber die Arbeit im Auto bin ich noch nicht gewohnt.“

Für Raimund Baumschlager liefen die ersten Sonderprüfungen „perfekt“, allerdings hat der Serien-Staatsmeister bereits 31,2 Sekunden Rückstand auf die Spitze. „Dass wir im Wechselland, wenn es nicht regnet, keine Chance haben werden, war von vornherein klar“, kommentierte Baumschlager im Ziel.

Wollinger führt 2WD-Wertung an

Niki Mayr-Melnhof feiert ein zügiges ÖM-Comeback. Der Rundstreckenspezialist fährt auf dem vierten Rang und hat eine knappe Minute Rückstand. Daniel Wollinger ist Fünfter und gleichzeitig Führender in der 2WD-Wertung. Wollinger hat in seinem Clio Maxi zehn Sekunden Vorsprung auf Julian Wagner, der selbst nur eine Zehntel vor Bruder Simon liegt.

Martin Kalteis lieferte sich in seinem Mitsubishi Evo VII ein Sekundenduell mit Gerhard Aigner im Subaru R4, welches aber auf SP4 ein jähes Ende fand. Aigner wurde auf der zweiten Durchfahrt des Rundkurses als Stehend gemeldet.

Im Opel Adam R2 Cup führt Andreas Kainer vor Michi Böhm und Luca Waldherr, die Piloten trennen nur 15 Sekunden.

Morgen stehen insgesamt noch acht Sonderprüfungen auf dem Programm. Keiner der Piloten kann sich in Sicherheit wiegen, besonders das Wetter treibt den Piloten und Service-Leuten einige Sorgenfalten auf die Stirn.

Die erste SP des zweiten Tages (Sinnersdorf-Elsenau) startet um 08:13 Uhr.

Die kompletten Stimmen der Piloten nach der vierten Sonderprüfung finden Sie im Showreel-Archiv von Michael Noir Trawniczek. Den Artikel dazu finden Sie im Menü oben rechts.

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