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Rallye-WM: News

Reifen: Wettbewerb statt Monopol

Offener Wettbewerb im Fokus: Die Verantwortlichen der Rallye-Weltmeisterschaft erteilen Pläne für einen Einheitsreifen eine klare Absage.

Foto: VW

Während in anderen Rennserien wie der Formel 1, der DTM oder der Formel E ein Reifenhersteller das gesamte Feld ausstattet, kommen in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) Pneus verschiedener Hersteller zum Einsatz. Und das wird auch weiterhin der Fall sein, denn von einem Einheitsreifen halten die Verantwortlichen wenig.

"Ein Einheitsreifen hätte gewisse Vorteile, aber warum sollten wir etwas reparieren, das nicht kaputt ist?", wird Jarmo Mahonen, Rallye-Direktor des Automobil-Weltverbands FIA von Autosport zitiert. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in der WRC vier Reifenhersteller haben. Für mich ist das eine gute Sache."

Alleine in der Top-Klasse der World-Rally-Cars wird mit Pneus von drei verschiedenen Herstellern gefahren. Zwar rüstet Michelin sämtliche Werksteams aus, doch einige Privatiers setzten auf Reifen von Pirelli. Ott Tänak wiederum fährt mit Produkten des chinesisch-britischen Herstellers DMACK und hätte damit in dieser Saison um ein Haar die Polen-Rallye gewonnen. Desweiteren ist Hankook in der WRC aktiv.

Für die Reifenhersteller ist die Rallye-WM eine attraktive Bühne, weil es hier im Gegensatz zu anderen Serien größere Synergien zur Serie gibt. "Die WRC fährt auf Straßen, die auch von normalen Verkehrsteilnehmern benutzt werden. Daher gibt es enge Verbindungen zwischen dieser Disziplin und dem alltäglichen Straßenverkehr", betont Michelin-Motorsportchef Pascal Cousanon.

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