RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Weiz-Rallye

Neubauer erkämpft vierten Saisonsieg

Am zweiten Tag der Weiz-Rallye zogen Hermann Neubauer/Bernhard Ettel mit überarbeitetem Setup dem Feld davon - Meisterschaftsführung wächst auf 27 Punkte.

Fotos: Daniel Fessl

Der möglicherweise vorentscheidende Sieg im Kampf um den Titel in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft war für Hermann Neubauer und seinen Co-Piloten Bernhard Ettel ein hartes Stück Arbeit: Die Rallye Weiz, fünfte von sieben Stationen der Meisterschaft, überraschte die Teams mit extrem rutschigen Fahrbahn-Verhältnissen – eine besonders knifflige Aufgabe für die Reifen- beziehungsweise Set-Up-Ingenieure und das ZM-Racing Team, das in diesem Jahr zum ersten Mal mit dem Ford Fiesta RS WRC und den Pneus von Michelin unterwegs ist. Hermann Neubauer beendete den ersten Tag dann auch „nur“ auf Gesamtrang zwei, konnte den Zeitverlust aber äußerst gering gehalten und startete mit nur 3,5 Sekunden Rückstand in die entscheidende zweite Etappe am Samstag.

Und da präsentierte er sich bereits in der Früh extrem ausgeschlafen– dank angepasstem Set-Up, goldrichtiger Reifenwahl und perfekter Leistung verwandelte Hermann Neubauer den Rückstand innerhalb von nur zwei Sonderprüfungen in einen Vorsprung von 10,2 Sekunden.

„Wir haben unseren Test vor der Rallye leider nicht fahren können und nur den Shakedown bestritten. Das war nicht genug, um auf diesen speziellen Asphalt, den es so nur hier in Weiz und Umgebung gibt, vorbereitet zu sein. Wir haben am ersten Tag aber darauf hingearbeitet und waren dann am zweiten Tag sofort voll bei den Zeiten dabei.“

In dieser Tonart ging es weiter, bis das Duo Neubauer/Ettel rund 20 Sekunden vor dem Zweitplatzierten lag. Von da an konzentrierte sich Hermann Neubauer auf das Verwalten seines Zeitvorsprungs und kam – nach der zweitschnellsten Zeit auf der Powerstage und damit zwei Zusatz-Punkten für die Gesamtwertung – zum vierten Mal in diesem Jahr als großer Sieger auf die Zielrampe in der Bezirkshauptstadt Weiz. „Ich habe zwei oder drei kleine Fehler gemacht und auf der PowerStage auch noch ein kleines Problem mit der Bremse bekommen. Insgesamt war es aber eine perfekte Rallye. Und dieser Erfolg freut mich doppelt, da meine Sponsoren vor Ort waren. Da wollte ich ganz besonders gerne zeigen, dass ich es kann! An den Titel denke ich jetzt aber wirklich noch gar nicht. Wir wollen in Liezen erneut eine gute Rallye fahren und eine perfekte Leistung abliefern – langsam gefahren wird dort bestimmt nicht!“

Schneebergland Rallye, Endstand nach 16 Sonderprüfungen:

1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel, Ford Fiesta RS WRC, 1:53:20,2 Stunden
2. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner, Skoda Fabia R5, + 20,5 Sek.
3. Gerwald Grössing/Sigi Schwarz, Ford Fiesta RS WRC, + 1:29,6 Min.
4. Niki Mayr-Melnhof/Poldi Welsersheimb, Ford Fiesta R5, + 5:36,6
5. Simon Wagner/Ursula Mayrhofer, Citroën DS3R3MAX, + 8:09,3

Punktestand Öst. Rallye-Staatsmeisterschaft (nach 5 von 7 Veranst.):

Hermann Neubauer 131 Punkte
Raimund Baumschlager 104
Gerwald Grössing 68

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Weiz-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.