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ORM: Weiz-Rallye

„Simmsimm ist Kupplung“

Man dachte es reiche ein einigermaßen genau beschriebenes Geräusch um der Mechaniker Crew klar zu machen, warum auf Sonderprüfung 3 fast eine Minute verloren gegangen war.

Foto: Daniel Fessl

Auch ohne Regen präsentierte sich die Rallye Weiz von Beginn an als ein sehr rutschiges Vergnügen. In Kombination mit teils extrem hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten und recht schmalen, von Mauern begleiteten Asphaltbändern, ein wenig mit dem Ritt auf einer Kanonenkugel zu vergleichen. Nur ja nicht runterfallen, lautete die Devise die Teamchef Beppo Harrach am Freitag Nachmittag ausgegeben hatte und das Team hielt sich daran, auch wenn die Karosserie des Ford Fiesta R5 davon zeugte da und dort die Ideallinie verfehlt zu haben.

Dem großen Regen der Nacht ebenso entkommen wie dem Druck aus den hinteren Reihen, gelang es ab dem Samstag Vormittag einen guten Mix aus schnell, sauber und lehrreich (die kleinen Hoppalas tragen viel dazu bei) zu finden und fortan die Fahnen für Platz 4 hoch zu halten. Und nein, es war natürlich nicht die Kupplung, es war die abgerissene Halbachse links vorne, wie die Mechaniker Crew der DriftCompany beim Lokalaugenschein sofort erkannte – die macht unter Umständen auch Simmsimm.

Niki Mayr-Melnhof nach der Rallye Weiz: „Ich hätte mir diese Rallye ein wenig einfacher vorgestellt. Unglaublich rutschig und dann auch noch das technische Hoppala, ausgelöst durch einen Fahrfehler gleich zu Beginn. Da braucht es gute Nerven um wieder voll konzentriert dabei zu sein. Eindrucksvoll ist hier rund um Weiz aber nicht nur das Sonderprüfungsnetz sondern auch das Fanaufgebot. Mir war nicht klar mit wie viel Liebe unweit von mir zu Hause das Thema Motorsport behandelt wird. Das ist toll. Zusammenfassend eine Rallye die uns gezeigt hat, dass auch auf den ersten Blick griffig wirkender Asphalt richtig rutschig sein kann. Auch in dieser Hinsicht kann ich von den alten Rallye Füchsen noch viel lernen. Am Ende Platz 4 zu erreichen ist unser eigene Vorgabe zu schaffen, weiter nach vorne zu kommen war aus eigener Kraft unmöglich.“

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