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ERC: Liepaja-Rallye

Erster Sieg für Grjasin - Kajetanowicz Meister

Nikolai Grjasin feiert bei der Liepaja-Rallye seinen ersten Sieg in der ERC: Kajetan Kajetanowicz trotz Ausfall am Sonntag zum dritten Mal Europameister.

Erster Sieg für Nikolai Grjasin (Skoda) in der Rallye-Europameisterschaft (ERC), starkes internationales Debüt des 17-jährigen Kalle Rovanperä (Ford) und dritter EM-Titel in Serie für Kajetan Kajetanowicz (Ford): So lauteten die sportlichen Schlagzeilen zur Liepaja-Rallye, dem Saisonfinale der ERC in Lettland.

Diese wurden allerdings von einem Unglücksfall überschattet, denn am Rande der elften Sonderprüfung stürzte am Sonntag ein Hubschrauber ab. Erste Berichte, nach denen es sich um einen TV-Helikopter gehandelt haben soll, wurden von den Organisatoren dementiert. Demnach stand der Hubschrauber in keiner Verbindung zur Rallye. Informationen über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Sportliche hatte zunächst Alexei Lukjanjuk (Ford) der Rallye seinen Stempel aufgedrückt. Bis zur fünften Sonderprüfung hatte er das Feld angeführt, dann aber die Spitze durch einen Defekt am Gaspedal verloren und war anschließend verunfallt. Das machte den Weg frei für Grjasin, der die Führung erbte und bis ins Ziel verteidigte. Für den Lokalmatador als Lettland war dies der erste Sieg in der ERC.

Kalle Rovanperä beim ERC-Debut auf dem Podium

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Hubschrauberabsturz trübt die Freude allerdings etwas", sagt Grjasin. "Danke an die Rallye-Organisatoren, an unser Team und unsere Freunde. In der Saison hatten wir einige Unfälle und Probleme mit dem Auto, aber jetzt bin ich hier und habe gewonnen, daher bin ich glücklich."

Ausruhen konnte sich Grjasin am Schlusstag aber nicht, denn von hinten machte Rovanperä ständig Druck. Der 17-jährige zeigte bei seinem ersten Start bei einer internationalen Rallye eine souveräne Leistung und unterstrich mit Platz zwei, dass er zurecht als das derzeit größte Talent im Rallyesport gilt. "Wir haben große Fortschritte mit meinem Fahrstil und dem Auto gemacht, es ging immer besser", sagt er junge Finne. "In langsamen und technischen Abschnitten war das Auto wirklich gut, in schnellen Teilen war es etwas anderes, aber ich werde mich daran gewöhnen."

Rang drei ging in Lettland an Lukasz Habaji (Ford). Der Pole erbete diese Position am Schlusstag von seinem Landsmann Kajetanowicz, der sein Auto nach der elften Sonderprüfung abstellen musste. Das war Kajetanowicz aber nicht mehr tragisch, denn nach dem Unfall seines Titelrivalen Bruno Magalhaes (Skoda) am Samstag stand bereits fest, dass der Pole zum dritten Mal in Folge Rallye-Europameister wird.

Bestes Saisonresultat für Albert von Thurn und Taxis

Mit Platz fünf stellte Albert von Thurn und Taxis (Skoda) sein bestes Saisonergebnis ein und stellte am Ende seiner ersten ERC-Saison erfreut fest: "Es ist unglaublich, wie viel man in diesem Sport lernen kann, wirklich unglaublich. Vielen Dank an alle, die mir diese Chance gegeben haben, das ist ein schöner Moment." Freuen durfte sich auch Reinis Nitiss. Der Lette, der normalerweise für das Team EKS in der Rallycross-WM fährt, kam mit einem Mitsubishi auf Rang sechs.

Ergebnis Liepaja-Rallye (Top 10):

01. Nikolai Grjasin (Skoda) - 1:19:22.1 Stunden
02. Kalle Rovanperä (Ford) + 18,4 Sekunden
03. Lukasz Habaj (Ford) +2:52,8 Minuten
04. Jose Antonio Suarez (Peugeot) +3:00,9
05. Albert von Thurn und Taxis (Skoda) +5:32,3
06. Reinis Nitiss (Mitsubishi) +6:15,1
07. Linas Vaskys (Mitsubishi) +8:17,9
08. Tom Kristensson (Opel) +8:22,7
09.Tibor Erdi (Mitsubishi) +8:30,5
10. Chris Ingram (Opel) +8:55,3

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