RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Rebenland-Rallye

Heimo Hinterhofer: Alles neu in 2018!

Heimo Hinterhofer hat sein Rallyeprojekt komplett auf den Kopf gestellt und setzt dabei auf die Erfahrung seiner neuen Partner.

„Ich freue mich irrsinig auf die Rebenland-Rallye am kommenden Wochenende - endlich ist die lange Winterpause zu Ende“, scharrt Heimo Hinterhofer bereits in den Startlöchern. Wobei man sich diese „Pause“ lieber nicht gemütlich vor dem Kaminfeuer vorstellen sollte. Heimo lacht: „Es war wieder einmal eine Art Kraftakt, das Budget für die kommende Saison zusammenzustellen. Und einmal mehr möchte ich meinen bestehenden Sponsoren danken - denn sie haben mir erneut das Vertrauen gegeben, obschon für diese Saison kein Stein auf dem anderen blieb.“

Mehr noch: Heimo Hinterhofer ist es zudem auch gelungen, neue Partner an Bord zu holen. So findet man heuer auch den energetisch anmutenden roten Blitz eines Protein-Soda-Getränks auf Hinterhofers Auto. Verantwortlich zeichnet dafür Leo Hillinger, Österreichs zurzeit bekanntester Winzer und Selfmade-Millionär, den viele aus der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ kennen werden. „Ein großartiger Mensch“, sagte Heimo Hinterhofer. Und: „Es freut mich, wenn so jemand mein komplett neues Projekt unterstützt.“

Tatsächlich hat der frühere Bergrennrennfahrer für 2018 sämtliche Faktoren seines Rallyeprojekts ausgetauscht. So setzt Heimo heuer auf einen Peugeot 208 R2. Ein solches Auto konnte Hinterhofer bereits im Vorjahr bei einem einmaligen Comeback auf dem Berg näher kennenlernen.

Slowenisches Topteam von Staatsmeister Rom Turk

Allerdings setzt Heimo nunmehr auf die Erfahrung des Rok Turk - der regierende slowenische Rallye-Staatsmeister betreibt ein eigenes Rallyeteam namens OPV Racing Cars, wobei es wohl nur ein Zufall sein kann, dass dessen Logo an den oben erwähnten roten Blitz des neuen Partners „Zeus“ erinnert. Heimo Hinterhofer nennt andere Gründe, die für die Kooperation sprachen: „Das OPV Team im Norden Sloweniens ist für mich sehr gut erreichbar, mit Rok Turk habe ich schon seit einiger Zeit Kontakt und ich schätze seine professionelle Herangehensweise sehr.“

Am Mittwoch konnte Heimo Hinterhofer einen ersten Test mit dem neuen Auto und dem neuen Team absolvieren. Der “Wettergott“ meinte es im Gegensatz zu „Zeus“ jedoch nicht wirklich gut mit Heimo, wenngleich Hinterhofer auch dem Hagelschauer Positives abgewinnen kann: „Am Samstag sollen ja genau solche Bedingungen bei der Rallye herrschen - so wissen wir zumindest, was uns am Samstag erwartet.“ 20 Testkilometer wurden abgespult - bei einem noch derart ungewohnten Auto noch nicht jene Distanz, die zu einer kompletten Vertrautheit mit dem Boliden führt - allerdings ausreichend, um dabei auf einer anderen, nicht unwichtigen Ebene in gutes Gefühl aufzubauen. So wird das OPV Racing Cars Team sich einzig und allein dem Peugeot 208 R2 von Heimo Hinterhofer widmen. Vor Ort sind die beiden Teambesitzer und zwei Mechaniker. Heimo erklärt: „Rok Turk steht mir auch mit seiner Erfahrung zur Verfügung, gerade im Rallyesport sind die Tipps von solchen Profis wirklich hilfreich.“

Bei dem erwähnten Test hat auch jene Alessandra Baumann bereits auf dem „heißen Sitz“ des Peugeot 208 R2 Platz genommen, die Heimo Hinterhofer für 2018 auserkoren hat. Die deutsche Copilotin konnte zuletzt in ihrer Heimat an der Seite von Patrik Dinkel regelmäßige Top 3- Ergebnisse einfahren.

ORM2WD 2018: Kräfteverhältnisse noch nicht einschätzbar

Bei so vielen neuen Elementen macht es für Heimo Hinterhofer keinen Sinn, schon im Rebenland konkrete Ziele zu stecken: „Wir wollen einfach eine gute Rallye fahren. Denn für mich ist es auch die allererste Rebenland-Rallye und es ist allgemein bekannt, dass die Prüfungen rund um Leutschach ganz besonders anspruchsvoll sind.“

Bei den beiden bevorstehenden Rallyes im Rebenland und im Lavanttal sei ein anderes, aber nicht minder starkes ORM2WD-Feld am Start, welches man aber nur schwer einschätzen könne, sagt Heimo Hinterhofer zur Lage in der ORM2WD.

Nur ein Beispiel: Der ungarische Jungpilot Kristof Klausz zählte schon vor Jahren zu den Sieganwärtern in der ORM2WD, doch das konnte sich in den letzten Jahren von Rallye zu Rallye ändern. Übrigens: Auch Klausz wechselte - inmitten der Saison 2015 -in einen Peugeot 208 R2.

Für Heimo Hinterhofer werden es bei der Rebenland-Rallye die ersten echten SP-Kilometer mit dem Peugeot 208 R2 sein - daher gibt es auch keinerlei Erwartungsdruck: „Wir werden natürlich Gas geben. Doch erst nach den ersten Prüfungen werden wir einen Überblick darüber erlangen, wo wir in diesem Feld stehen. Ich freue mich jetzt einfach auf den Moment, wo wir über die Startrampe rollen und die erste Sonderprüfung auf dem Programm steht.“

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Rebenland-Rallye

Weitere Artikel:

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

ARC Rallye Triestingtal: Kompakter Zeitplan

Kompakte Eintages-Rallye als ARC-Opener

Neun Sonderprüfungen in einem kompakten Zeitplan warten auf die Teams der ARC Rallye Triestingtal (27. & 28. Februar). Die Fans können sich auf sechs attraktive Zuschauerpunkte freuen…

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.