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ERC: Liepaja-Rallye

Temposünder Lukyanuk

Gleich zwei Mal wurde Alexey Lukyanuk auf Verbindungsetappen das Fahren mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit nachgewiesen.

Fotos: ERC

Bei Rallyes dürfen die Teilnehmer nur bei den Wertungsprüfungen so schnell fahren wie sie können. Auf den Verbindungsetappen im normalen Straßenverkehr müssen sie sich hingegen wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch an die Regeln halten. Doch das schien am heutigen Sonntag Alexey Lukyanuk bei der Rallye Liepaja herzlich egal gewesen zu sein.

Gleich zweimal wurde der amtierende Europameister aus Russland mit massiv überhöhter Geschwindigkeit erwischt. Einmal zeichnete das in seinem Citroën eingebaute GPS-System in einer Tempo-50-Zone eine Geschwindigkeit von 124,9 km/h auf. Kurz darauf wurde eine Geschwindigkeit von 161,9 bis 168,5 km/h registriert, obwohl maximal 90 km/h erlaubt waren.

Da das GPS-System nicht so genau wie beispielsweise die sogenannten Radarfallen ist, wurde eine Messtoleranz von 10 km/h abgezogen. Bleiben für Lukyanuk einmal 64 und einmal 68 km/h zu viel. Und das wurde für den Russen teuer.

Der Rennleiter verhängte gegen ihn wegen des ersten Tempoverstoßes eine Geldstrafe von 1.600 Euro (25 Euro pro km/h zu viel). Beim zweiten Verstoß betrug die Strafe für den Wiederholungstäter 50 Euro pro km/h zu viel, also 3.400 Euro. Insgesamt muss Lukyanuk 5.000 Euro zahlen.

Doch damit dürfte die Angelegenheit für ihn noch nicht vom Tisch sein, denn der Rennleiter leitete den Vorgang an die Sportkommissare weiter - mit der Bemerkung, dass in Lettland ein Geschwindigkeitsverstoß von mehr als 50 km/h in der Regel den sofortigen Entzug des Führerscheins zur Folge hat.

Ob die lettische Polizei einschreitet und die GPS-Messungen als Beweismittel akzeptiert, ist unklar. Sportlich dürften Lukyanuk aber weiter Strafen bis zum Entzug der Rennlizenz drohen. Denn mit seinem rücksichtslosen und gefährlichen Verhalten konterkarierte er Aktionen des Automobil-Weltverbands FIA für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

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