RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ÖRM: "Rallye W4"

Lindner: Nach der Rallye – vor der Rallye

In der HRM steht die Titelentscheidung noch aus. Hans-Georg Lindner liegt hier knapp vor seinen Verfolgern in Führung: Das Ziel ist klar definiert.

Foto: Christa Feichtner

Wenn von den schnellsten Vertretern der historischen Rallye-Szene in Österreich die Rede ist, dann kommt man an dem Namen Hans-Georg Lindner nicht vorbei. Als Mann der ersten Stunde, seit die Rallyewagen älteren Baujahres in Österreich fulminant zurückgekehrt sind, hat er den historischen Rallyesport hierzulande entscheidend mitgeprägt. Und wie vor zwanzig Jahren und mehr, ist er auch heute noch einer der erfolgreichsten unter seinesgleichen.

Das konnte er in der Tat auch in diesem Jahr beweisen. Und das sehr eindrucksvoll. Nach mehreren Jahren, in denen es nur Gelegenheitsstarts gab, war und ist diesmal wieder volles Programm angesagt. Mit einem zweiten Platz gesamt in der ARC-Meisterschaft sowie dem Gesamtsieg in der ARCH – beides sowohl für ihn als auch für seine Copilotin Gina Schütter – ist die Ausbeute durchaus phantastisch. Seine gute Form bestätigte das Duo bei sechs Starts mit fünf Siegen und einem technisch bedingten Ausfall.

Zudem könnte sich die Entscheidung, heuer zweigleisig zu fahren, als großer Glücksgriff herausstellen. Die Namen Hans-Georg Lindner und Gina Schütter finden sich nämlich auch in der Historic Rallye Meisterschaft der ÖRM, und zwar an der schlichten ersten Stelle. Solch günstige Momente sind selten, somit ist zwar vorerst noch nicht der Titel, aber das Antreten bei der Rallye W4 fix. Denn natürlich wollen Hans-Georg Lindner und Gina Schütter bei der finalen Abrechnung ein kräftiges Wort mitreden. Auf Schotter fühlen sie sich ja besonders wohl, wo sie schon vor zehn Jahren in Finnland beim EM-Lauf die Klasse gewonnen haben.

Ein gewisser Handlungsbedarf ist in jedem Fall gegeben, denn die Verfolgerteams Richard & Lucie Ronay (Ford Escort RS 1800) sowie das starke ungarische Lada-Team Attila Mesziati/Buksi Langroli liegen nur einen bzw. zwei Punkte zurück. Auch das Team Schindelegger hat noch Chancen. Die Besucher der Rallye W4 dürfen sich auf eine sehenswerte Auseinandersetzung auf der Strecke freuen, und ein klassisch-alter Hecktrieb-Escort in kundigen Händen, besonders auf abwechslungsreichen Wertungsprüfungen, die über viel Schotter führen, ist immer ein Highlight.

Fazit: Mit der Rallye W4 steht einmal mehr ein sportlich hochinteressanter Bewerb bevor. Auch in der Kategorie der Historischen.

News aus anderen Motorline-Channels:

ÖRM: "Rallye W4"

Weitere Artikel:

Raimund Baumschlager gewinnt eine bis zur letzten Sonderprüfung höchst spannende Herbstrallye 2026 vor dem Tschechen Jan Cerny und Christoph Zellhofer. Gerolf Schuller ist ARC-Clubmeister 2026.

EHRC Gravel, Brunello: Vorschau Schindelegger

Eine große Karriere endet bald

52 Jahre! Seit Helmut Schindelegger den Führerschein besaß, war er auch Teil der österreichischen Rallyeszene. Und nun, nach 52 Jahren, erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport und fährt damit auch die letzte Rallye in Österreich.

ARC, Herbstrallye: Bericht Baumschlager

Sieg! Baumschlager / Zeltner triumphieren

Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und Co-Pilot Thomas Zeltner krönten ihre Saison mit dem vielumjubelten Gesamtsieg bei der 29. Herbst Rallye!

ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl

„Wie in alten Zeiten“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.

ARC, Herbstrallye: Bericht

Die Herbstrallye 2026 schreibt Geschichte!

Mit dem spannenden Showdown auf der letzten Prüfung, dem ersten Sieg von Raimund Baumschlager seit 2017 schreibt die Herbstrallye 2026 Geschichte. Doch auch der zunächst verloren scheinende ARC-Sieg von Rene Kiehtreiber, seine Aufholjagd boten Rallyesport vom Feinsten. Und: Gerolf Schuller jubelt als neuer ARC-Clubmeister.