RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye: News

Hybrid-Boost auch auf den Prüfungen

Ab 2022 werden die Rallye-Boliden den elektrischen Power-Boost auch auf Prüfungen einsetzen dürfen - das setzt die Teams bei der Entwicklung unter Druck...

Die FIA hat bestätigt, dass die WRC 2022 Hybridfahrzeuge nutzen wird, um einen Leistungsboost auf den Etappen sowie für den Einsatz in Städten und Serviceparks zu generieren.

Ursprüngliche Gespräche über Hybride waren nur darauf ausgerichtet, dass die Rallyeautos mit elektrischem Strom durch bebaute Gebiete und in und um den Servicepark fahren. Nun hat die FIA aber bestätigt, dass der vorgeschlagene 100 kW Hybrid-E-Motor zur Verstärkung des 380 PS starken Verbrennungsmotors eingesetzt werden kann.

Während die FIA die Strategie kontrolliert, entscheiden die Teams und letztlich der Fahrer, wann und wo der Boost in den Etappen eingesetzt werden soll.

Trotz der Hoffnung, dass der World Motor Sport Council Anfang dieses Monats die Regeln für 2022 absegnen würde, werden diese endgültigen Detailregelungen erst im ersten Quartal des nächsten Jahres fix sein. Es herrscht daher Frustration unter den Teams, die mit der Entwicklung ihrer nächsten Autogeneration beginnen wollen.

Eine Quelle sagte: "Wir tun, was wir können, und schauen, was wir hier und da anpassen könnten, aber wir reden von sehr grundlegenden Konzepten. Wenn Sie mich fragen würden, ob wir seit dem Weltrat-Treffen vorwärts kommen konnten, würde ich sagen, dass wir es nicht wirklich geschafft haben. Und das müssen wir."

Der technische Direktor von Toyota, Tom Fowler, erklärte in Bezug auf den Hybrid-Boost: "Was wir mit dem Auto machen können, wird vom Team kontrolliert, aber die Mittel dieser Kontrolle werden in den ersten drei Jahren von der FIA zur Verfügung gestellt."

"Danach kann die Software zu einem Reglement ausgebaut werden, das es den Teams erlaubt, selbst zu entscheiden, wann und wie sie den Boost einsetzen wollen."

FIA-Rallye-Direktor Yves Matton sagte, dass die Kombination aus Hybrid und der Möglichkeit für die Hersteller, Prototypen mit seriennahem Chassis einzusetzen, die WRC für bis zu 50 Prozent mehr Fahrzeughersteller öffnen wird.

"Es ist eine Änderung der Philosophie, die einige Türen für die Zukunft öffnet, denn es bedeutet, dass 50 Prozent der Hersteller, die nicht in der Lage waren, an der Meisterschaft teilzunehmen, wenn wir nur die aktuelle Regelung beibehalten hätten, dies nun tun können", so Matton.

"Eine Sache von entscheidender Bedeutung ist, dass wir das Leistungsniveau der aktuellen Autos und die Begeisterung, die diese Autos den Fans vermitteln, beibehalten wollen."

"Wir wollen, dass die Autos die gleiche Art von Klang und ästhetischem Reiz haben, wie wir sie jetzt haben, aber wir müssen die Verbindung zu den Straßenautos, die sie in den Ausstellungsräumen kaufen können, aufrechterhalten."

Die FIA bestätigte auch, dass die WRC 2022 eine standardisierte Sicherheitsstruktur im Inneren der Autos haben wird. Sie ist das Ergebnis laufender Unfalluntersuchungen des Dachverbandes und der Teams.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Bei der Rallye Weiz lieferten drei Teams der Austrian Rallye Challenge einen spannenden Kampf um den ARC-Sieg. Am Ende hatte Gerolf Schuller die Nase vorne - doch Hans Georg Lindner bleibt Tabellenleader.

Comeback für 2027 geplant

Kalle Rovanperä wieder fahrtauglich

Überraschend tauchte Kalle Rovanperä bei der Rallye Estland auf: Dort sprach der zweimalige Weltmeister erstmals über seine Genesung und seine Zukunftspläne

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...

EHRC/ORM/ARC, Weiz: Nach SP7

Wagner out - alles klar an der Spitze

Hermann Neubauer steht vor seinem sechsten Sieg in Weiz / Ein Ausfall des Staatsmeisters eröffnet seinen Verfolgern Titelchancen / Jari-Matti Latvala lässt seinen Toyota Celica in der EHRC fliegen

WRC Estland: K4 holt Maximum

Sami Pajari gelingt erster WRC-Sieg

Nach einer überzeugenden Vorstellung feiert Toyota-Pilot Sami Pajari bei der Rallye Estland 2026 seinen ersten WRC-Sieg - Elfyn Evans baut WM-Führung aus. Auch Keferböck/Minor bauen mit dem Masters-Sieg ihren Vorsprung gehörig aus.

EHRC/ORM/ARC, Weiz: Schlussbericht

Hermann VI. ist der König von Weiz

Hermann Neubauer gewann seine Lieblingsrallye zum sechsten Mal und ist plötzlich Topfavorit im Staatsmeister-Rennen / Marcel Neulinger verteidigte den Titel in ORM 3 und Junioren / Karl Wagner wurde Zweiter in der EHRC