RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye W4 2020 abgesagt
Christian Schuberth-Mrlik

"Das macht so keinen Sinn!“

Nach reiflicher Überlegung und bedingt durch den neuerlichen landesweiten Lockdown hat sich Rallye-W4-Organisator Christian Schuberth-Mrlik schweren Herzens entschlossen, die Veranstaltung für heuer endgültig abzusagen.

Leicht hat es sich Christian Schuberth-Mrlik wahrlich nicht gemacht; im Gegenteil. Er hat lang gekämpft: Präventionskonzepte ausgearbeitet, Sponsoren umworben, ein Konzept für eine Abhaltung ohne Zuschauer erarbeitet und zuletzt auch noch an eine Verschiebung in den Dezember geglaubt. Nun aber weiß auch er nicht mehr weiter: der neuerliche Lockdown wurde für ihn zum "Schockdown", wie in der Pressemeldung zu lesen ist. Somit muss der 45-jährige Unternehmer nun eingestehen: „Das macht so keinen Sinn!“

Hier die weitere Meldung im O-Ton:
Keine Gastronomie, keine Hotellerie, Ausgangssperre ab 20 Uhr. Unter diesen Umständen wäre eine Rallye W4, die am 13./14. November in den Bezirken Horn, Krems und Hollabrunn hätte stattfinden sollen, einfach undurchführbar gewesen. Schuberth-Mrlik: „Die Teams hätten keine Nächtigungsmöglichkeiten gehabt, Verpflegung wäre nur aus dem Supermarkt oder in Eigenregie möglich gewesen. Abgesehen davon, dass eine Rallye in einer Zeit, wo fast das ganze Land stillsteht, aus ethischen Gründen mehr als kontraproduktiv gewesen wäre.“

Kurz stand eine Verlegung in den Dezember im Raum, eine solche war für Schuberth-Mrlik letztendlich aber auch vom Tisch. „Die COVID-19-Situation ist so unsicher, dass leider nichts dafür spricht, die Veranstaltung mit allen Mitteln durchzuboxen. Es sind in nächster Zeit trotz Lockdown auch keine gravierenden Verbesserungen in Sicht. Behördenaussagen zufolge werden Veranstaltungen weiterhin hintan gestellt. Und ich gebe auch aufrichtig zu, dass mich der schreckliche Anschlag in Wien durchaus etwas beeinflusst hat. Auch wenn das mit der Rallye gar nichts zu tun hat. Aber wir haben momentan offensichtlich eine so schwierige Zeit, dass man sich dann irgendwann auch einmal fragen muss, ob eine Rallye gerade jetzt wirklich so wichtig ist.“

Was Christian Schuberth-Mrlik noch sehr bedeutsam ist zu erwähnen:

• „Danke an das komplette Organisations-Team, das viele schlaflose Nächte hinter sich gebracht hat, für den unermüdlichen Einsatz.“
• „Danke an alle Medienvertreter und die vielen TV-Stationen, die uns eine Kooperation angeboten haben. Wir würden sie gerne im nächsten Jahr fortführen.“
• „Danke an die zuständigen Behörden und involvierten Gemeinden. Uns ist es sehr wichtig, bei dieser Großraumveranstaltung geschlossen aufzutreten.“
• „Danke an die Sponsoren, die uns auch in einem ganz besonderen Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben und uns finanziell zur Seite gestanden sind.“
• „Danke für den großen Zuspruch der Teams. Der Andrang war wirklich sehr, sehr
groß. Das Nenngeld wird rasch und unbürokratisch retourniert.“
• „Bitte um Verständnis. Um dem Ruf des Rallyesports in unserem Land nicht zu schaden, ist eine Absage zum gegebenen Zeitpunkt sinnvoll. Wir freuen uns, die Teams nächstes Jahr unter hoffentlich wieder normalen Verhältnissen bei uns im Waldviertel begrüßen zu dürfen.“

Und als Trost schon heute ein kleiner Vorgeschmack darauf: „Was als Semperit-Rallye begann und heute Rallye W4 heißt, ist hier im hohen Norden schon seit 39 Jahren ein Fixpunkt. Im nächsten Jahr zum 40-jährigen Jubiläum sind wir sehr zuversichtlich, die Rallye W4 mit Zuschauern abhalten zu dürfen. Da freue ich mich dann auch schon auf die neue Errungenschaft der e-Mobilität im Rallyesport, die, soviel sei verraten, mittels einem Skoda Fabia am Start sein wird.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.