RALLYE

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Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht Andy Hulak
Harald Illmer

Schatten und Licht

Ein ereignisreiches Comeback als Rallyesportler erlebte Andreas Hulak bei der Blaufränkischland-Rallye. Gemeinsam mit seinem Copiloten Thomas Stock mußte er einige haarsträubende Situationen durchstehen und wurde im Wettbewerb mehrmals zurückgeworfen. Steherqualitäten bewiesen sie ebenso wie ihr Ford Escort, sodaß sie es bis ins Ziel schafften und mit einem Pokalrang geehrt wurden.

Andreas Hulak und Thomas Stock durften sich zu Recht einige Hoffnungen machen, bei ihrer ersten gemeinsamen Rallye bei den Historischen im vorderen Bereich mitzumischen und auch in der Gesamtwertung im guten Mittelfeld zu landen. Doch als schon auf der ersten Prüfung 700 Meter nach dem Start an einem der Hinterräder die Luft draußen war und man an einem Reifenwechsel direkt auf der Prüfung nicht vorbeikam, war das schon sehr deutlich vorentscheidend für den späteren Verlauf und letztendlich das finale Ergebnis der Rallye. Bei einem Zeitverlust von über drei Minuten nur allzu logisch.

Die Auswertung der ersten Prüfung lieferte sodann auch gleich die Bestätigung: Andy Hulak und Thomas Stock mußten die weitere Rallye vom undankbaren vorletzten Platz der Gesamtwertung aufnehmen, was sicher keine tolle Motivation war. Trotzdem wollten beide den Wettbewerb mit möglichst viel Anstand zu Ende bringen, und eine willkommene Gelegenheit, sich an den Rallye-Modus zu gewöhnen und das Auto genauer kennenzulernen, bot sich obendrein. Während es für Andy die erste Rallye seit fast zwölf Jahren war und er entsprechend noch etwas Schwierigkeiten hatte, sich am Ende der langen Geraden an den richtigen Bremspunkt heranzutasten, war es für Thomas die erste Rallye als Copilot überhaupt. Dabei hatte er sich jedoch bravourös bewährt und bekam ein ehrliches Lob von seinem Fahrer.

Schwierigkeiten der zeitraubenden Art traten im späteren Verlauf der Rallye noch einmal auf, leider genau auf der langen Rundkurs-Prüfung Deutschkreutz I. Diesmal war es ein erhöhtes Lenkungsspiel, das Sorgen bereitete. Noch eindeutig im Wettbewerbsmodus befindlich, wurde diskutiert, ob man die Rallye fortsetzen oder beenden solle. So kam es zu einer entscheidenden Unachtsamkeit – das Escort-Team fand sich umgehend in einem Weingarten wieder. Mangels Zuseher, die helfend eingreifen hätten können, und aufgrund des Widerstandes durch Gestrüpp und Drahtgeflechte dauerte es über eine Minute, bis sich der Wagen befreien konnte und wieder den Weg zurück auf die Strecke fand. Wiederum ein deutlicher Zeitverlust, beträchtliche Schäden am Auto inklusive. In Hulak-Manier – so weit es ging – wurde der letzte Teil der Prüfung zu Ende gebracht, zwischendurch passierte dabei noch ein weiterer Ausritt. Andy löste das Problem auf seine Weise und blieb einfach voll drauf. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte.

Daß aufgrund eines Interviews ein wenig das richtige Timing für eine Zeitkontrolle übersehen wurde und es eine Zeitstrafe von 10 Sekunden setzte, fällt angesichts der Gesamt-Umstände kaum noch ins Gewicht. Vor Allem wichtig: Der Escort war noch gut genug in Schuß, um nach einem erfolgreichen Lenkungstausch über die letzten beiden Prüfungen zu rollen.

Unterm Strich mußte man sich zwar im historischen Ford-Duell dem Team Schindelegger geschlagen geben, aber man erreichte immerhin als zweites noch verbliebenes Escort-Team das Ziel. In der historischen Klasse 6.2 reichte das in jedem Fall für einen Pokal. Ansonsten bleibt zwar einiges an Kosten für den Wiederaufbau des Wagens, aber auch einiges an wertvollen Erfahrungen. Wie auch die Gewißheit, daß man auf die Mechaniker Michael Rauscher und Thomas Steinmayer (selbst als früherer Rallye-Teilnehmer eine ernstzunehmende Größe unter seinesgleichen) absolut bauen kann. Zweifellos hat es Sinn gemacht, daß der MCL 68 mit seinem engagierten Team diese Rallye möglich gemacht hat und planungstechnisch wie organisatorisch hervorragende Arbeit geleistet hat.

Aufgrund der derzeitigen starken Planungsunsicherheit steht noch nicht fest, wann der nächste Rallye-Auftritt von Andreas Hulak und Thomas Stock kommen wird. Aber er wird kommen. So viel steht fest.

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