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Neuville verteidigt Hyundai Laut Neuville hat Hyundai keine großen Haltbarkeitsdefizite
Motorsport Images

Neuville verteidigt Hyundai: Kein Auto hätte den Crash von Tänak überstanden

Für Hyundai war die Rallye Italien eine absolutes Desaster - Ott Tänak fiel in Führung liegend aus - Thierry Neuville verteidigt die Haltbarkeit des Autos

Ott Tänak dominierte den Start des Laufes der Rallye-WM (WRC) auf Sardinien am Freitag und es schien, als könne den Hyundai-Piloten nichts und niemand aufhalten. Jedoch stieß der Este mit seinem Auto gegen einen Stein, was den Führenden aus der Rallye warf. Laut Thierry Neuville hat der Hyundai i20 keine Defizite, da der Unfall für jeden Fahrer das Aus bedeutet hätte.

"Wenn wir uns anschauen, was am Samstag passiert ist, dann sehen wir, dass kein Auto das überstanden hätte, weil es ein sehr großer Stein war", sagt Neuville über den Unfall seines Teamkollegen, der lange auf Siegeskurs war. "Aber wir haben vielleicht etwas mehr auf raueren Passagen zu kämpfen als Toyota, das haben wir in den vergangenen Rallyes gesehen."

Obwohl der Ausfall von Tänak nichts mit der allgemeinen Haltbarkeit der Hyundai-Boliden zu tun habe, sieht Neuville noch Handlungsbedarf bei den Koreanern. Er sagt: "Vielleicht müssen wir daran arbeiten, aber ich denke, dass der Fokus bereits auf das neue Auto liegt. Wir müssen mit diesem neuen Fahrzeug nächstes Jahr stärker sein."

Laut Tänak war das Auto in Sachen Pace perfekt, nur die Technik dürfte noch etwas robuster werden. Er erklärt: "Hyundai hat einen tollen Job gemacht und mir das Auto auf diesem Level zur Verfügung gestellt. Es ist jetzt sehr schnell und es kann uns nichts aufhalten, außer diese kleinen Dinge. Das Auto ist schnell, jetzt müssen wir es zuverlässiger machen. Ich glaube, dass wir das schaffen."

Hyundai-Teamchef Andrea Adamo stellt sich dem Rückschlag in Sardinien. Es war nicht nur Tänak, der nach dem Unfall ausschied, sondern es erwischte auch Dani Sordo, der sich überschlug, als er der engste Verfolger von Rallye-Sieger Sebastien Ogier war. Neuville sicherte sich zwar Platz drei, hatte den Toyotas von Ogier und Elfyn Evans aber nichts entgegenzusetzen.

"Wir sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber ich glaube, dass wir, wenn wir weiter so gut zusammenarbeiten, es noch schaffen können, aufzuholen", sagt Adamo. "Wir haben keine Angst und werden so hart arbeiten, wie wir es immer gemacht haben." Das Aus auf Sardinien war deshalb so schmerzhaft, weil Hyundai nach Portugal schon zum zweiten Mal in Folge einen sicher geglaubten Sieg weggeworfen hat.

Die Pace des Hyundai i20 ist dennoch vielversprechend: Immerhin gewann die Marke die ersten neun Wertungsprüfungen der Rallye. Tänak hatte vor seinem Crash einen Vorsprung von 40 Sekunden auf Sordo. Ogier und Evans - ersterer deshalb, weil er am Freitag die Prüfungen stets eröffnen musste - kamen kaum hinterher. Jedoch schaffte es Toyota, nahezu fehlerfrei durch die Rallye, was mit dem Doppelsieg belohnt wurde.

Motorsport-Total.com

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