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Topingenieur Loriaux wechselt von M-Sport zu Hyundai Archivbild: Loriaux feiert mit Grönholm und Wilson den Monte-Sieg 2006
Motorsport Images

Hybrid-WRC: Topingenieur Loriaux wechselt von M-Sport zu Hyundai

Christian Loriaux wechselt von M-Sport zu Hyundai und kümmert sich um das neue Rally1-Hybridauto für 2022 - M-Sport bleibt er aber beim Bentley-Projekt treu

Ein Topingenieur verlässt M-Sport und heuert bei Hyundai an. Christian Loriaux wird das neue Rally1-Hybridauto für Hyundai mitentwickeln. Allerdings bleibt der Belgier M-Sport weiterhin verbunden. Er wird aber nicht mehr für die WRC-Abteilung arbeiten, sondern auch in Zukunft in das Sportwagenprojekt rund um den Bentley Continental GT3 involviert sein.

Hyundai war die letzte der drei WRC-Marken, die vom Vorstand grünes Licht für die Entwicklung des neuen Hybridautos bekommen haben. Ab der Saison 2022 wird der Benzinmotor von einem Elektroantrieb ergänzt, der von der deutschen Firma Compact Dynamics entwickelt wird.

Seit Montag (3. Mai) verstärkt Loriaux die Entwicklungsabteilung in Alzenau. "Er wird mit dem technischen Team arbeiten und sich hauptsächlich auf die Entwicklung für 2022 konzentrieren", bestätigt ein Hyundai-Sprecher gegenüber 'Autosport'.

Hyundai holt sich Know-how ins Team

Da Hyundai verspätet mit dem Programm für 2022 begonnen hat, herrscht Aufholbedarf. "Sein technisches Wissen und seine Reputation wird eine willkommene Unterstützung für unser Programm, das wir zu gegebener Zeit kommunizieren werden."

M-Sport ist bei der Entwicklung des neuen Autos schon weiter. Als erstes Team konnte im März ein Testauto im Greystoke Forest, in der Nähe der Dovenby Hall, fahren. Ende April wurde nördlich von Barcelona ein Test auf Schotter durchgeführt.

Es konnten erste Erkenntnisse mit dem Hybridantrieb und der Batterien gesammelt werden. M-Sport-Testfahrer Matthew Wilson saß am Steuer. Auch Adrien Fourmaux verschaffte sich einen ersten Eindruck vom neuen Auto.

M-Sport-Chef Malcolm Wilson macht sich aber keine Sorgen, dass der Abgang von Loriaux ein Problem für die weitere Entwicklung des neuen WRC-Boliden sein wird. Ob man beim Modell Fiesta bleibt oder zum Puma wechselt, soll noch nicht feststehen.

Für das WRC-Projekt 2022 ist Chris Williams zuständig, der auch den 2017er-Boliden entwickelt hat. Mit diesem Auto wurde Sebastien Ogier zweimal Weltmeister. Loriaux war auch schon bei diesem Auto nicht mehr federführend.

Loriaux kümmert sich bei M-Sport weiterhin um das Bentley-Projekt

"Ich habe keine Zweifel, dass Christian eine große Verstärkung für das Hyundai-Team ist. Ich wünsche ihm alles Gute, aber das ist nicht das Ende seiner Reise mit M-Sport", sagt Wilson. "Obwohl er seine neue Rolle bei Hyundai begonnen hat, wird er immer noch bei uns tätig sein."

"Sollten Reisen möglich sein, dann wird er für uns mit dem GT3 beim Pikes Peak sein. Außerdem wird er in weitere Aspekt des Rennprogramms involviert sein." Zwei Wochen im Monat wird Loriaux für M-Sport am Bentley-Programm arbeiten, die anderen zwei für Hyundai am WRC-Projekt für 2022.

Im Jahr 2013 war es zur Zusammenarbeit zwischen Bentley Motorsport und M-Sport gekommen. Loriaux war federführend bei der Entwicklung des Continental. Das jüngste Projekt ist der modifizierte Continental für das Bergrennen Pikes Peak. Dieser Bolide fährt mit Biosprit.

Um die Jahrtausendwende arbeitete Loriaux für Prodrive. Er entwickelte den Subaru Impreza WRC2000. Richard Burns konnte damit gleich beim ersten Einsatz in Portugal gewinnen. Nach elf Jahren bei Prodrive wechselte Loriaux zu M-Sport.

Er senkte beim Ford Focus RS WRC03 den Schwerpunkt und änderte die Gewichtsverteilung. Fahrer und Beifahrer saßen tiefer und etwas weiter hinten. Dieses Konzept wurde damals rasch von der Konkurrenz übernommen und existiert bis heute.

Motorsport-Total.com

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