RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Schweden 2022: Rovanperä führt, Schrecksekunde für Evans
XPB Images

Gerade einmal 8,3 Sekunden Vorsprung auf Evans

Das Toyota-Duo Kalle Rovanperä und Elfyn Evans hat bei der Rallye Schweden die besten Chancen auf den Sieg: Zweikampf Neuville vs. Lappi um Rang drei

Aus dem Vierkampf um die Führung bei der Rallye Schweden, zweiter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 wurde am Samstag ein Duell der beiden Toyota-Piloten Kalle Rovanperä und Elfyn Evans. Die Teamkollegen gewannen zusammen fünf der sechs Wertungsprüfungen und setzten sich damit ein wenig von ihren Verfolgern Thierry Neuville (Hyundai) und Esapekka Lappi (Toyota) ab.

Nach 15 von 19 Wertungsprüfungen (WP) führt Rovanperä die Gesamtwertung an. Allerdings beträgt sein Vorsprung auf Evans gerade einmal 8,3 Sekunden. "Ich bin froh, dass ich hier bin. Es sind wirklich schwierige Bedingungen, morgen wird es ein großer Kampf werden", sagt Rovanperä. Evans sorgte seinerseits bei der abschließenden WP des Tages für den spektakulären Höhepunkt des Tages.

In der letzten Kurve verlor er die Kontrolle über sein Auto und folg über den Schneewall von der Strecke, löste dabei aber noch die Zeitnahme aus, ehe er einen mobilen Flutlichtmasten neben der Strecke traf. Glücklicherweise wurde sein Auto dabei nicht beschädigt, sodass Evans seine Fahrt Richtung Servicepark fortsetzen konnte. Eine Aktion, die an den spektakulären Abflug von Kris Meeke bei der Rallye Mexiko 2017 erinnerte.

Neuville hat als Dritter 21,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze und nur 4,2 Sekunden Vorsprung auf Lappi. Somit bleiben der Kampf um den Sieg wie auch das Duell um Rang drei am Schlusstag spannend. "Niemand hätte erwartet, dass wir nach dem, was wir in Monte Carlo gesehen haben, um das Podium kämpfen, das ist also positiv", sagt Neuville. "Es ist wichtig, dass wir es morgen schaffen, und wenn wir am Ende auf dem Podium stehen, werden wir zufrieden sein."

Oliver Solberg (Hyundai) verteidigte am Samstag lange Gesamtrang fünf, ehe auf der Verbindungsetappe vor der letzten WP des Tages ein Problem mit dem Gaspedal seines Autos auftrat. Solberg startete 16 Minuten verspätet in die WP, was eine Strafe von 160 Sekunden nach sich zog. Zudem konnte er nicht mit vollem Tempo fahren und verlor weitere eineinhalb Minuten, und fiel so insgesamt auf Rang sieben zurück.

Rang fünf erbte so Takamoto Katsuta (Toyota), gefolgt von M-Sport-Ford-Piloten Gus Greensmith. Dieser hatte sich über weite Strecken des Tages mit Adrien Fourmaux ein teaminternes Duell geliefert, ehe Fourmaux bei der letzten WP des Tages durch ein Problem mit dem Antrieb seines Autos rund viereinhalb Minuten auf seinen Teamkollegen verlor und aus den Top 10 herausfiel.

Andreas Mikkelsen (Skoda), der Führende der WRC2-Wertungs, belegt Gesamtrang acht. Sein Vorsprung vor seinem ersten Verfolger Ole Christian Veiby (Volkswagen) beträgt 10,9 Sekunden. Mit Nikolai Gryasin (Skoda) komplettiert ein weiterer WRC2-Pilot die Top 10.

Craig Breen (Ford) bleibt bei der Rallye Schweden das Pech treu. Nach seinem unglücklichen Abflug am Freitag kam der Ire auch heute nicht ins Tagesziel. Bei der vorletzten WP des Tages rollte sein Ford Puma ohne Vortrieb aus.

Am Schlusstag der Rallye Schweden 2022 erwarten die Teilnehmer vier Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 56,84 Kilometern.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!