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Rallye W4 2023: Bericht
Daniel Fessl

We are the Champions!

Mit dem dritten Sieg im vierten Saisonlauf krönte sich Luca Waldherr bei der W4-Rallye vorzeitig zum 2WD-Staatsmeister 2023.

Luca Waldherr ist mit einem klaren Ziel in die heurige Rallye-Staatsmeisterschaft gegangen. „Wenn ich mit dem Opel Corsa Rally4 eine ganze Saison starte, dann nur, um nach 2018 zum zweiten Mal den Meistertitel in der 2WD-Klasse zu holen“, sprach der 29-jährige Sohn des viel zu jung verstorbenen Rallye-Asses Andreas Waldherr von Anfang an Klartext. Treue und auch neue Sponsoren sprangen auf den selbstbewussten Zug des in Zöbern lebenden Niederösterreichers auf und wurden nicht enttäuscht. Sieg bei der Jännerrallye in Freistadt, zweiter Platz nach Reifenschaden im Rebenland, Sieg im Lavanttal und nun ein Sieg beim unfassbaren Schotterspektakel im Waldviertel. Und plötzlich ergibt die Summe davon einen uneinholbaren Punktevorsprung für Luca Waldherr, sprich den erstrebten Staatsmeistertitel 2023, und das schon zwei Rallyes vor Schluss!
„Ich bin jetzt selbst ein wenig überrascht“, freute sich der nunmehrige Doppel-Champion, „weil ich mich vor der W4-Rallye eigentlich gar nicht mit diesem Szenario beschäftigt habe. Aber jetzt ist die Freude natürlich umso größer. Morgen feiert mein Sohn Leon Erstkommunion, und da werde ich mich vielleicht mit einer kleinen Meisterfeier im Familienkreis anhängen.“

Der Sieg im Waldviertel zählte zu den schwierigsten und damit wohl schönsten der heurigen drei. „Das hier war eine Rallye, wie man sich das vorstellt. Staubig, dreckig, spannend und von den Prüfungen her absolut sensationell, ein echtes Highlight im heimischen Rallye-Kalender“, schwärmte der Triumphator mit seiner Copilotin Claudia Maier über die Schotter-Attraktion rund um St. Leonhard am Hornerwald. Dass ihm dabei ausgerechnet der in seinem Waldherr-Motorsport-Team fahrende Steirer Fabian Zeiringer mit Topzeiten das Leben schwermachen würde, kam im Gegensatz zum frühen Meistertitel nicht überraschend. Luca Waldherr: „Ich weiß, was er kann, und deshalb bin ich über den Sieg hier doppelt froh.“ Bleibt noch zu sagen, „dass ich es super finde, dass diese Rallye diesmal im Sommer und nicht wie gewohnt im ungemütlichen Herbst gefahren wurde. Das könnte man von mir aus sofort so beibehalten.“

Eine Dankesrede hatte Waldherr mangels verfrühter Meistergedanken natürlich ebenso nicht im Gepäck. „Aber ich nütze trotzdem schon mal die Gelegenheit, allen meinen Sponsoren für ihr Vertrauen zu danken, genauso wie meiner Super-Beifahrerin Claudia Maier, meiner Team-Crew und letztendlich natürlich auch meiner Familie.“

Papa Andreas wäre, nein IST sicher stolz!

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