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Fahrer nutzen Gelegenheit: Gespräche über WRC-Zukunft "konstruktiv" Thieyy Neuville (hintere Reihe, Vierter von links) hat den Stein ins Rollen gebracht
M-Sport

Fahrer nutzen Gelegenheit: Gespräche über WRC-Zukunft "konstruktiv"

Thierry Neuville kritisiert die Entwicklung der WRC seit dem Ende der Coronavirus-Pandemie - Jetzt hört die Serie auf die Vorschläge der Fahrer - Das kommt gut an

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ist 2022 mit den Rally1-Hybridautos in eine neue Ära gestartet. Mit Hyundai, Toyota und Ford mit M-Sport sind drei Marken in der Serie vertreten, doch die Meisterschaft würde gerne weitere Hersteller anlocken. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, doch da gibt es intern Kritik am Produkt WRC, das laut Fahrer Thierry Neuville zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Das daraufhin eingerichtete Forum für Verbesserungsvorschläge der Fahrer wird gut angenommen.

Die WRC reagierte prompt auf die Kritik des Belgiers und schuf eine Möglichkeit für alle Fahrer, sich in die Prozesse einzubringen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Das soll helfen, den Fans ein besseres Erlebnis zu bieten und die WRC wieder attraktiver zu machen - sowohl für die Zuschauer als auch für potenzielle neue Hersteller. Neuville hat hier eine Führungsrolle übernommen und einen Stein ins Rollen gebracht, der helfen könnte, die WRC auf ein neues Niveau zu heben.

Petter Solberg, Weltmeister von 2003, war als Vertreter des Automobil-Weltverbandes FIA bei der Rallye Italien auf Sardinien, um mit den Fahrern zu sprechen. Der Norweger spricht von einem "konstruktiven Treffen", dessen "Details aber geheim bleiben". Alle Top-Piloten und Rally1-Teams seien beim Online-Meeting dabei gewesen.

Auch Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala bezeichnete das Treffen als fruchtbar: "Rallye war schon immer ein großartiger Sport und die WRC hat eine unglaubliche Geschichte, die vor 50 Jahren begann. Es ist wichtig, dass wir über die Zukunft nachdenken und schauen, was wir besser machen können. Es wurden viele Themen besprochen und einige gute Ideen entwickelt. Die Zusammenarbeit war sehr positiv und ich hoffe, dass der Sport davon profitiert und stärker wird."

Der aktuelle Champion Kalle Rovanperä, mit 22 Jahren jüngster Weltmeister der Geschichte, hat öffentlich Verbesserungsvorschläge gemacht. Der Finne wünscht sich neue Reifen für die Powerstage, damit das Reifensparen am Sonntag aufhört. Das würde, so der Youngster, für weniger Spektakel sorgen. Hyundai-Teamchef Cyril Abiteboul möchte sogar das gesamte Format der Rallye-WM auf den Prüfstand stellen.

Doch wie geht es nach den Vorstößen der verschiedenen Parteien weiter? WRC und FIA erwägen die Einführung einer Budgetobergrenze, um das Engagement der aktuellen Hersteller zu sichern und neue Marken anzulocken. Laut M-Sport-Teamchef Richard Millener war das virtuelle Treffen in Italien wichtig, weshalb er hofft, dass einige der besprochenen Kernpunkte auch tatsächlich umgesetzt werden.

Motorsport-Total.com

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